Zusammenfassung

  • Dortmund mit dem besten Torverhältnis der Bundesliga-Geschichte

  • Das zweitbeste Torjägertrio in den vergangenen 40 Jahren

  • Traumdebüt von Lucas Alario bei Bayer 04 Leverkusen

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Köln - Pierre-Emerick Aubameyang hatte allen Grund zum Jubeln: Dreierpack, mit Borussia Dortmund Erster in der Tabelle, bestes Torverhältnis in der Bundesliga-Geschichte und Spitzenreiter der Torjägerliste. Die TSG 1899 Hoffenheim sorgt in ihrer Heimfestung Rhein-Neckar-Arena indes für Spannung in der Tabelle. Und Lucas Alario feiert ein Traumdebüt in Leverkusen. Darüber spricht die Bundesliga nach dem 6. Spieltag:

1) Mega-Offensive des BVB

Drei Mal Pierre-Emerick Aubameyang, zwei Mal Maximilian Philipp, insgesamt gleich sechs Tore gegen Borussia Mönchengladbach - der BVB hat erneut ein absolutes Offensiv-Feuerwerk abgebrannt. Insgesamt haben die Borussen in sechs Bundesliga-Spielen bereits 19 Tore erzielt. Und da beim BVB auch hinten (fast) alles stimmt und Keeper Roman Bürki erst einen Gegentreffer hinnehmen musste, haben die Schwarz-Gelben nebenbei auch noch einen Bundesliga-Rekord aufgestellt: Ein Torverhältnis von +18 Treffern nach sechs Spielen gab es bisher noch nie. Zuvor stand die Bestmarke des FC Bayern München bei +17.

Vorne ist die Borussia so stark besetzt wie wohl kein anderer Club in der Bundesliga. Denn neben Auba (bisher 8 Tore) und Philipp (4) zaubern auch noch Christian Pulisic (2) und Andrey Yarmoleko über die Flügel, Mario Götze kommt aus der Tiefe. Und mit Weltmeister André Schürrle und Marco Reus fehlen sogar noch zwei Superstars aufgrund ihrer Verletzungen. Und da Coach Peter Bosz voll auf Offensive setzt, ist von dieser BVB-Truppe sicherlich noch so einiges zu erwarten.

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2) Spannung an der Spitze

Lang, lang ist es her. Nachdem der FC Bayern München die Bundesliga in den vergangenen Jahren größtenteils dominiert hat, bieten dem FCB aktuell gleich zwei Clubs Paroli - und stehen vor den Bayern in der Tabelle. Das hat es seit der Saison 2010/11 nicht mehr gegeben. Seitdem waren die Münchner spätestens ab Spieltag sechs immer Erster oder Zweiter gewesen. 2010/11 beendete der FCB die Saison sogar "nur" auf Platz drei.

Mit den Offensiv-Dortmundern und der unschlagbaren TSG 1899 Hoffenheim hat der Rekordmeister von der Säbener Straße diesmal gleich zwei mehr als ernst zu nehmende Konkurrenten. Gegen die TSG setzte es für das Team von Coach Carlo Ancelotti bereits eine Niederlage, gegen Dortmund waren die Duelle in den vergangenen Jahren zumeist ganz eng. Für Spannung ist in dieser Spielzeit also gesorgt.

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3) Hoffenheims Festung

Coach Julian Nagelsmann lobt seine Mannschaft aktuell über den grünen Klee. Sie habe eine tolle Mentalität und würde daher Punkte einsammeln, die sie früher habe liegen lassen. Das 2:0 gegen Schalke nach großem Kampf oder das 3:2 in Mainz nach 0:2-Rückstand sprechen Bände. Mit 14 Punkten nach sechs Spielen hat die TSG 1899 Hoffenheim den besten Saisonstart der Clubgeschichte in der Bundesliga hingelegt. Wie Dortmund sind die Kraichgauer noch ungeschlagen.

Und daheim ist das Team sogar schon seit 21 Spielen ohne Niederlage. Auch das ist ein Vereinsrekord. Letztmals verloren sie am 14. Mai 2016, dem 34. Spieltag der Saison 2015/16, in der WIRSOL Rhein-Neckar-Arena. Damals gab es ein 1:4 gegen Schalke. Bis heute ist es die einzige Heimniederlage der Hoffenheimer unter Nagelsmann. Seitdem ist die Arena zu einer unerstürmbaren Festung geworden.

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4) Einzigartiges Torjägerrennen

Mit seinem Dreierpack gegen Gladbach hat sich Pierre-Emerick Aubameyang bei acht Treffern wieder auf Platz eins der Torjägerliste geschoben. Die sieht derzeit genauso aus, wie am Ende der vergangenen Saison: Auba vor Robert Lewandowski (aktuell 7) und Timo Werner (5). Die üblichen Verdächtigen also. Doch die haben es auch in sich. Zusammen hat das Trio nach sechs Spieltagen 20 Tore erzielt. In den vergangenen 40 Jahren gab es nur eine Saison, in der das Toptrio öfter traf (2015/16: Lewy 8, Auba 7, Thomas Müller 6).

Auch mit seinen acht Buden ist Aubameyang top. 1973 war Jupp Heynckes letztmals nach sechs Spieltagen häufiger erfolgreich. Der Gladbacher traf neun Mal. Mehr als neun Tore gelangen in der Geschichte der Bundesliga niemandem. Und auch neben dem Dreigestirn gibt es weitere sehr erfolgreiche Torschützen. Denn gleich fünf weitere Goalgetter (Leckie, Uth, Philipp, Harnik, Finnbogason) halten bei vier Treffern. Allesamt sind die Top-Acht übrigens Stürmer.

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5) Alario knipst im ersten Spiel

Lange musste Bayer 04 Leverkusen auf seinen Einsatz warten - doch dann schlug Lucas Alario gleich zu und feierte gegen den Hamburger SV einen Traumeinstand. Ganze 23 Minuten brauchte der neue Argentinier der Werkself für sein erstes Bundesliga-Tor. Dabei hatte er erst am Donnerstag seine Spielberechtigung bekommen.

Ende August hatte Bayer die Verpflichtung des Stürmers verkündet. Alles schien klar. Doch dann verweigerten River Plate Buenos Aires und der Argentinische Fußballverband die Freigabe. Bayer wandte sich an die FIFA, die letztlich die Spielgenehmigung erteilte. Gegen den HSV zeigte Alario nun gleich, dass er eine riesige Verstärkung für die Rheinländer werden kann. Nach Vorlage von Bailey grätschte er in echter Goalgetter-Manier den Ball zum 2:0 ins Netz. Später legte er auch noch das 3:0 für Kevin Volland auf. Leverkusen feierte den zweiten Saisonsieg und verabschiedete sich aus dem unteren Tabellendrittel.

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