ANZEIGE

Köln – Am 1. August steigt in der Volkswagen Arena in Wolfsburg der Supercup zwischen dem DFB-Pokalsieger und dem Deutschen Meister, zwischen dem VfL Wolfsburg und dem FC Bayern München. Die Favoritenrolle tragen traditionell die Bayern, doch bundesliga.de verrät fünf Gründe für einen Sieg der Niedersachsen.

1. Das letzte Aufeinandertreffen

Beim Rekordmeister dürfte sich dabei vor allem der 30. Januar 2015 im Gedächtnis verankert haben. Am 18. Spieltag schickten die Wölfe den FCB zum Auftakt der Rückrunde mit 4:1 nach Hause. In diesem einen Spiel kassierten die Münchner genau so viele Tore wie in der gesamten Hinrunde. Überhaupt hatte Bayern zuvor seit knapp sechs Jahren in der Bundesliga nie mehr als drei Gegentore kassiert. Das saß.

2. Konter als Schlüssel zum Erfolg

Der VfL, mit durchschnittlich 54 Prozent Spielanteilen 2014/15 eigentlich eine sehr dominante Mannschaft, stellte die Taktik gegen die Bayern an jenem 30. Januar 2015 auf den Kopf. Statt Ballbesitz legte Dieter Hecking den Fokus auf schnelle Konter. Mit Erfolg: Zwar hatten die Wölfe so wenige Spielanteile (36 Prozent) wie gegen keine andere Mannschaft in der abgelaufenen Saison, erzielten dafür aber drei der vier Treffer direkt nach Kontern.

3. De Bruyne und Co.

Mit dem frischgebackenen Fußballer des Jahres Kevin De Bruyne hat Wolfsburg einen der besten Konterspieler der Bundesliga. Der Belgier ist mit seiner Schnelligkeit, gepaart mit seiner hervorragenden Ballbehandlung und seinen zahlreichen Vorlagen wie geschaffen für das schnelle Umschaltspiel, dass die Mannschaft von Dieter Hecking gegen den FC Bayern benötigen wird. Beim letzten Duell gegen die FCB traf er gleich doppelt und zeigte eindrucksvoll, dass er mit seiner individuellen Klasse auch mühelos einen Innenverteidiger vom Format Dante im 1:1 ausschalten kann. Im Verbund mit dem spielstarken Neuzugang Max Kruse, dem pfeilschnellen Andre Schürrle und der Allzweckwaffe Daniel Caligiuri hat er dabei auch noch hoch qualitative Partner an seiner Seite.

4. Kämpfen und Laufen

Wer es gegen die Bayern schafft, mehr Zweikämpfe zu gewinnen, hat gute Chancen, den Rekordmeister zu bezwingen. Von den sechs Spielen, in denen Bayern 2014/15 weniger als 49 Prozent der Duelle gewann, holten sie nur zwei Siege. Auch der VfL war am 18. Spieltag die zweikampfstärkere Mannschaft. Gleichzeitig präsentierte sich die Mannschaft wesentlich laufstärker als sonst, legte drei Kilometer mehr zurück als im Saison-Durchschnitt (115 Kilometer).

5. Zu Hause eine Macht

Dass der Supercup in diesem Jahr in Wolfsburg stattfindet, dürfte dem Team von Dieter Hecking extrem entgegenkommen. In der letzten Saison blieb der VfL als einzige Bundesliga-Mannschaft vor eigener Kulisse ungeschlagen (13 Siege, vier Remis), dabei kassierten nie mehr als zwei Gegentore.

Karol Herrmann