Zusammenfassung

  • Leverkusens neuer Stürmer Alario ist argentinischer Nationalspieler.

  • Alarios großes Vorbild ist Luis Surarez.

  • Der Argentinier traf schon in allen großen Vereins-Wettbewerben Südamerikas.

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Köln - Mit der Verpflichtung von Lucas Alario könnte Bayer Leverkusen ein Transfercoup gelungen sein. Der 24-jährige argentinische Nationalspieler traf für seinen Ex-Verein River Plate regelmäßig und dazu noch in wichtigen Spielen. Der Wechsel kam dabei auf ungewöhnliche Art und Weise zu Stande. bundesliga.de stellt den neuen Bayer-Stürmer einmal näher vor.

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1) Aus der Provinz in die Großstadt

Lucas Nicolás Alario wurde am 8. Oktober 1992 in Tostado geboren. Die Kleinstadt liegt im argentinischen Bundesstaat Santa Fe mit der gleichnamigen Hauptstadt. Alario spielte seine ersten Jugendjahre in seiner Heimatstadt. 2010 wechselte er dann zu Club Atletico Colon, der Club aus der Bundeshauptstadt Santa Fe. Nach Buenos Aires verschlug es ihn dann 2014/15 als er zu River Plate wechselte.

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2) Starke Torbilanz

Alario hat bislang immer seine Tore geschossen. In der argentinischen Liga spielte er sowohl mit Club Atletico de Colon, als auch mit River Plate. In 115 Einsätzen traf er für die beiden Clubs insgesamt 37 Mal und legte zwölfmal auf. Nicht immer kam Alario bei seinen Einsätzen von Anfang an zum Zuge, was diese Bilanz noch besser aussehen lässt.

3) Überall getroffen

Alario hat in allen Wettbewerben, in denen er zum Einsatz kam, auch getroffen. In der argentinischen Liga (37 Tore), in der Copa Libertadores (8 Tore), in der Copa Sudamericana (1 Tor), der FIFA-Club-WM (1 Tore) und auch in der argentinischen Nationalmannschaft (1 Tor). Über mangelnde Erfahrung kann sich der 24-Jährige also nicht beschweren.

4) Ehemaliger Nürnberger war sein Teamkamerad

Bei River Plate spielte Alario zusammen mit einem alten Bekannten aus der Bundesliga, Javier Pinola. Der 34-Jährige spielte zehn Jahre lang in der Bundesliga und 2. Bundesliga für den 1. FC Nürnberg und war sogar Kapitän. 2015 kehrte Pinola ins seine argentinische Heimat zurück und schloss sich zunächst Rosario Central an, ehe er 2016 zu River Plate wechselte. Pinola wird Alario sicherlich ein paar wertvolle Tipps gegeben haben, wie man in der Bundesliga erfolgreich sein kann.

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5) Kompletter Stürmer

Der Argentinier ist ein kompletter Stürmer. Er erzielt seine Tore sowohl mit seinem starken rechten Fuß als auch mit links. Mit seinen 1,84 Metern ist Alario überaus kopfballstark. Bei River Plate agierte er zumeist als Mittelstürmer im Gegensatz zu Chicharito, dessen Abgang er nun kompensieren soll. Aber Alario kann auch auf den Flügeln spielen. In der zentralen Position ganz vorne fühlt er sich aber am wohlsten.

6) Debüt mit Messi

2016 debütierte Alario in der "Albiceleste" der argentinischen Nationalmannschaft. Am 2. September wurde er im WM-Qualifikationsspiel gegen Uruguay für Lucas Pratto eingewechselt. Den Siegtreffer beim 1:0 Argentiniens schoss übrigens kein Geringerer als Lionel Messi. Seinen ersten Treffer erzielte Alario in einem Freundschaftsspiel gegen Singapur im Juni 2017.

7) Keine Anlaufzeit

Alario brauchte nach seinem Wechsel zu River Plate 2015 überhaupt keine Anlaufzeit und schoss für seinen Verein gleich zwei wichtige Tore, die ihm Heldenstatus bei den "Millionarios" einbrachten. 2015 schoss er im Copa Libertadores Halbfinal-Rückspiel gegen Guarani das wichtige 1:1, das den Finaleinzug sicher stellte. Im Endspiel traf er gegen den mexikanischen Club Tigres UANL zum vorentscheidenden 1:0 für River beim 3:0-Sieg.

8) Fan vom Erzrivalen

In einem früheren Radio-Interview erklärte Alario, dass er in seiner Kindheit Fan von Rivers Erzrivalen Boca Juniors gewesen ist. Das kam bei den Rot-Weißen überhaupt nicht gut an. Nach seinem Wechsel zu Leverkusen muss er sich darüber aber keine Gedanken zu machen. Nur sollte er nicht Leverkusen mit Köln verwechseln.

9) Suarez als großes Vorbild

Ausgerechnet ein ehemaliger Gegenspieler von Alario ist mittlerweile sein größtes Idol. Luis Suarez vom FC Barcelona. Bei der FIFA-Club-WM traf River Plate im Finale auf den FC Barcelona und verlor mit 0:3, dabei schoss der Uruguayer zwei der drei Tore. Seitdem, so berichtet der Argentinier, schaut er sich alle Spiele des FC Barcelona an, um von Suarez zu lernen und sich Dinge von ihm abzuschauen.

10) Kurioser Wechsel

Alario hat erst nach dem eigentlichen Ende der Transferperiode in Leverkusen unterschrieben. Möglich ist dies, da der 24-Jährige mit Unterstützung der Werkself die Ausstiegsklausel bei seinem bisherigen Klub River Plate Buenos Aires innerhalb der Wechslfrist wirksam gezogen hat. Damit ist der Spieler vertragslos. Nach erteilter Freigabe durch den argentinischen Verband hat Alario nun die Spielberechtigung für Bayer 04 Leverkusen erhalten.

Von Alexander Barklage