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Die neue Nummer eins im Tor des VfL Osnabrück trägt die Nummer 33 und identifiziert sich so schon rein optisch mit dem großen Saisonziel der "Lila-Weißen". Doch Stefan Wessels ist nicht nur durch seine Lieblingszahl eng mit dem VfL verbunden.

Der 29-jährige, der mit dem FC Bayern München zahlreiche Titel sammelte und bereits zehn Champions-League-Einsätze absolvierte, kehrte mit dem Wechsel nach Osnabrück auch in die Nähe seiner alten Heimat zurück. Im Interview spricht er unter anderem über seine ersten Eindrücke beim VfL.

Frage: Herr Wessels, Sie haben in der Jugend für Eintracht Schepsdorf und später dann für TuS Lingen gespielt. Haben Sie damals schon verfolgt, was sich im gar nicht so fernen Osnabrück abspielte?

Stefan Wessels: Ja, klar, damals waren der VfL und der SV Meppen die großen Namen in der Region. Wann ich zum ersten Mal an der Bremer Brücke war, weiß ich gar nicht mehr, aber ich bin als C-Jugendlicher einmal mit unserer A-Jugend hier gewesen und später natürlich mit Bayern München zum Pokalspiel. Von daher wusste ich schon, wie sich das Stadion anfühlt und welche unglaubliche Atmosphäre hier von den Rängen kommt.

Frage: Nun spielen Sie bereits zwei Monate für den VfL Osnabrück. Würden Sie sich jetzt - nachdem Sie Trainer, Umfeld und Mannschaftskollegen näher kennen - wieder für einen Wechsel entscheiden?

Wessels: Auf jeden Fall! Osnabrück ist eine schöne Stadt, ich kann viele Orte mit dem Fahrrad erreichen und fühle mich hier sehr wohl. Ich denke, der Saisonstart war auch ganz in Ordnung. Es gab zu Beginn gleich drei schwere Spiele, in denen wir uns gut verkauft haben und mit etwas Glück auch mehr Punkte hätten einfahren können. Jetzt wollen wir unbedingt drei Zähler gegen Frankfurt holen, damit sich die Leistung der Mannschaft auch in der Tabelle widerspiegelt.

Frage: Der Trainer kann immer nur einen Torwart aufstellen, und wenn diese Entscheidung erst einmal gefallen ist, hat sie in der Regel längere Zeit Bestand. Sie kennen beide Perspektiven und können sicher etwas dazu sagen, wie der erste, zweite oder auch dritte Schlussmann mit dieser Situation umgehen.

Wessels: Das ist immer eine Typenfrage, aber ich habe festgestellt, dass man diese Situation gut lösen kann, wenn man respektvoll miteinander umgeht. Es kann eben nur einer spielen, das muss von beiden Seiten akzeptiert werden, und wenn die Entscheidung gefallen ist, sollte der eine den anderen fair unterstützen. Durch Formschwächen oder Verletzungen kann sich die Situation ja auch schnell wieder ändern.