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Zwei Wochen die Beine hoch legen und dann ab in den Süden zum Trainingslager. So eine Winterpause hat schon was. Doch es gibt auch den ein oder anderen Club, der lieber durchgespielt hätte.

Am Freitag (ab 17:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) treffen mit dem FC Augsburg und dem 1. FC Nürnberg gleich zwei solcher Teams direkt aufeinander.

Der 1. FC Nürnberg hatte sich nach einem durchwachsenen Start in die 2. Bundesliga-Saison zuletzt gefangen und mit sechs aufeinanderfolgenden Spielen ohne Niederlage den Anschluss an das obere Tabellendrittel geschafft.

"Druck liegt bei Nürnberg"

Der FC Augsburg seinerseits ist schon seit zehn Spielen unbesiegt und kletterte somit vom vorletzten Tabellenplatz auf den 6. Rang. Mit nun 27 Punkten liegt er drei Zähler hinter dem Relegationsplatz und zwei Zähler vor dem FCN.

Dennoch sieht FCA-Trainer Holger Fach die Nürnberger in der Pflicht: "Der Druck liegt beim Gegner, weil der unbedingt aufsteigen muss." Das soll aber nicht bedeuten, dass die Schwaben sich schon aufgegeben hätten, im Gegenteil. "Wir wollen aggressiv auftreten, die Initiative ergreifen und das Spiel gewinnen", sagt Fach vor der Partie im Rosenaustadion.

"Spielerisch sind wir weiter"

Für "Club"-Trainer Michael Oenning ist das kleine bayrische Derby eine "Standortbestimmung, wenn wir versuchen, vorne wieder anzugreifen". Augsburg sei eine gefestigte Mannschaft, "die nach vorne spielt - mit einer gewissen Absicherung nach hinten", so der 43-Jährige. Doch auch sein Team brauche sich nicht zu verstecken: " Spielerisch sind wir nach der Vorbereitung einen ganzen Schritt weiter, das müssen wir jetzt aber auch zeigen. Wir sind gut drauf und fahren mit breiter Brust nach Augsburg."

Neben den Langzeitverletzten Andreas Wolf und Matthew Spiranovic, können auch die Verteidiger Jose Goncalves und Aleksandar Mitreski nicht mitfahren, da beide noch nicht einsatzfähig sind. Auf Augsburger Seite fehlen Roland Benschneider, Ingo Hertzsch und der frisch am Sprunggelenk operierte Marco Küntzel. Außerdem muss Holger Fach auf Mittelfeldspieler Daniel Baier verzichten, der wegen Achillessehnenproblemen passen muss.

VfL Osnabrück - FC St. Pauli

Der VfL Osnabrück tritt am 18. Spieltag unter seinen Lieblingsbedingungen an: Heimspiel bei Flutlicht. Unter diesen Voraussetzungen haben die Niedersachsen in dieser Saison noch kein Spiel verloren (zwei Siege, drei Remis). An diese Serie will das Team von Trainer Claus-Dieter "Pele" Wollitz auch gegen den FC St. Pauli anknüpfen, um sich weiter von den Abstiegsrängen zu entfernen.

Verzichten muss Coach Wollitz allerdings auf Kapitän Thomas Cichon (Wadenbeinfraktur), Rene Trehkopf (Muskelfaserriss), Thomas Reichenberger (Reha nach Leisten-OP) und Darlington Omodiagbe (Gelb-gesperrt).

"Duell auf Augenhöhe"

Verletzungsfrei kann sich auch der FC St. Pauli nicht präsentieren. Bei den "Kiez-Kickern" fehlen Marius Ebbers und Marcel Eger (beide Achillessehnenprobleme) sowie Verteidiger Jan-Philipp Kalla (Adduktoren). Dafür steht Abwehrspieler Florian Lechner nach anderthalb Jahren Verletzungspause erstmals wieder im Kader.

In der osnatel Arena rechnet Team-Chef Holger Stanislawski mit einem "Duell auf Augenhöhe". "Das wird ein ganz heißes Spiel. Wir müssen in Osnabrück richtig viel investieren, um dort etwas zu holen", sagt der gebürtige Hamburger vor dem Spiel.

Rot-Weiß Oberhausen - TuS Koblenz

Rot-Weiß Oberhausens Trainer Jürgen Luginger kann personell nahezu aus dem Vollen schöpfen. Neben den Langzeitverletzten Christoph Semmler und Felix Luz mussten zuletzt lediglich Angreifer Julian Lüttmann und Abwehrspieler Olivier de Cock erkrankt pausieren.

"Julian merkt man die fehlende Kraft noch etwas an und bei Olivier müssen wir abwarten, wie er sich nach der dreitägigen Pause wegen der Grippe fühlt", hat Luginger fast die Qual der Wahl vor dem Auftakt gegen Koblenz.

Durch die bisherigen Neuzugänge Jonas Deumeland, Markus Heppke und Olivier de Cock ist der Konkurrenzkampf im Kader gewachsen und die Qualität gesteigert worden. "Wir haben jetzt eine größere Auswahl für die Startformation und der Kader ist noch ausgeglichener besetzt. So verfügen wir über mehr Möglichkeiten und können bei Formtiefs oder Verletzungen besser reagieren", so Luginger, der mit dem verlauf der Vorbereitung sehr zufrieden ist: "Sie ist ordentlich und gut verlaufen, trotz teils schlechter Witterungsbedingungen."

Endlich unten rauskommen!

Mit einem Sieg möchte die TuS endlich die "Rote Laterne" in der Auswärtstabelle abgeben und somit auch den Sprung von den Abstiegsrängen packen. Damit das geschieht, muss die Mannschaft von Uwe Rapolder schnell umschalten und kompakt stehen. "Oberhausen ist kein Team, das selbst das Spiel macht. Sie warten auf Konter und haben dafür in Julian Lüttmann und Mike Terranova auch entsprechend starke Spieler", warnt der TuS-Trainer vor den "Kleeblättern".

Personell sieht die Lage der Koblenzer ziemlich gut aus, da mit Andreas Richter und Manuel Fischer zwei zuletzt angeschlagene Spieler wieder einsatzfähig sind. Einzig bei Tayfun Pektürk reicht es noch nicht.