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Düsseldorf - Fortuna Düsseldorf bleibt in der 2. Bundesliga weiterhin ungeschlagen. Nach dem 4:2-Heimsieg gegen Energie Cottbus hat sich die Elf von Trainer Norbert Meier auf einem Aufstiegsplatz etabliert.

bundesliga.de sprach exklusiv mit Fortuna-Angreifer Maximilian Beister, dem gegen die Lausitzer ein Doppelpack gelang.

bundesliga.de: Maximilian Beister, gegen Cottbus glänzten Sie als zweifacher Torschütze als Abstauber fast in Gerd-Müller-Manier. Ist das der neue Maximilian Beister?

Maximilian Beister: Gegen Cottbus hat es ganz gut geklappt mit den Abstaubertreffern. Beim ersten Tor habe ich ein bisschen Glück, dass der Torwart den Ball abprallen lässt. Aber ein Stürmer muss so einem Ball nachgehen und dann sicher verwandeln. Das zweite Tor war wie aus dem Flipperautomat. Es war ein Gewühl. Die Cottbuser können den Ball nicht klären. Mit dem zweiten Versuch drücke ich dann den Ball über die Linie.

bundesliga.de: Die Fortuna hat mit dem Sieg gegen Cottbus den 18. Heimsieg in den letzten 19 Heimspielen eingefahren. Wie ist diese unglaubliche Heimstärke zu erklären?

Beister: Wir betreiben einfach harte Arbeit und fahren verdiente Siege ein. Wir haben in jedem Heimspiel die Fans im Rücken und eine Superstimmung in der ESPRIT arena. Durch die Serie konnten wir uns Motivation und Selbstbewusstsein holen, so dass es für die Gegner schwer ist, uns zu schlagen.

bundesliga.de: Auch auswärts hat sich die Fortuna enorm verbessert. Die Mannschaft ist jetzt saisonübergreifend seit 16 Spielen unbesiegt. Was macht die Fortuna in dieser Saison so stark?

Beister: Vielleicht haben wir aus dem Saisonstart in der vergangenen Spielzeit gelernt, dass man vom ersten Spiel an hellwach sein muss. Wir haben mit jedem Auswärtsspiel, in dem wir einen Punkt geholt haben, ein kleines bisschen mehr Selbstvertrauen getankt. Das summiert sich. In Aue hat man dann bei unserem 4:2-Erfolg gesehen, wie gut es inzwischen klappt.

bundesliga.de: Ein Vorteil der Fortuna ist, dass sie viele Spieler in ihren Reihen hat, die torgefährlich sind. Gegen Cottbus konnte der Ausfall von Thomas Bröker, der schon fünf Mal getroffen hat, kompensiert werden. Wie hart ist der Konkurrenzkampf, sich einen Platz in der Startelf zu sichern?

Beister: Es ist wichtig, dass die Chemie untereinander stimmt und daraus ein gesunder Konkurrenzkampf entsteht. Den gibt es in jeder Mannschaft und das ist förderlich für jeden Einzelnen. Man sieht, dass wir immer einen Spieler haben, der einspringt, wenn ein anderer ausfällt und uns als Team weiterhilft.

bundesliga.de: Die Fortuna steht an der Tabellenspitze, die Fans feiern. Ist der Aufstieg in die Bundesliga schon in dieser Saison drin?

Beister: Das werden wir sehen. Die Saison ist noch relativ jung. Wir haben erst neun Spieltage gespielt. Wir schauen von Spiel zu Spiel und sind recht bodenständig. Wir werden am Ende sehen, was dabei herauskommt.

bundesliga.de: Wie will die Fortuna am nächsten Spieltag Eintracht Braunschweig im Spitzenspiel knacken?

Beister: Wir müssen 90 Minuten lang konzentriert defensiv gut arbeiten. Wir haben gegen Cottbus zweimal bei Standardsituationen nachlässig verteidigt. Dadurch sind zwei Gegentore entstanden. So bringt man sich selbst in Gefahr. Ganz wichtig ist es auch, gerade in Auswärtsspielen, die wenigen Chancen, die sich bieten, eiskalt zu nutzen.

bundesliga.de: Nach dem Braunschweig-Spiel geht es direkt beim FC St. Pauli weiter. Sind diese beiden schweren Auswärtsspiele schon richtungweisend für den weiteren Saisonverlauf?

Beister: Wir wissen alle, dass wir vor zwei sehr schweren Herausforderungen stehen, da es sich in beiden Partien um sehr heimstarke Mannschaften handelt. Da kann man, wenn man erfolgreich ist, Ausrufezeichen zu setzen. Das wollen wir.

bundesliga.de: Sie sind noch bis zum Saisonende vom Hamburger SV an die Fortuna ausgeliehen. Wie sehen Sie Ihre persönliche Perspektive?

Beister: Ich möchte die Zeit, die ich in Düsseldorf bin, positiv gestalten, mich weiterentwickeln und der Mannschaft weiterhelfen. Was nach meinem Vertrag bei der Fortuna passiert, das wird man sehen. Wir werden das in Ruhe besprechen.

Das Gespräch führte Tobias Gonscherowski