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Nach dem deutlichen Sieg gegen den MSV Duisburg am 27. Spieltag träumte Hansa Rostock vom Beginn einer Serie. Am Millerntor sind diese Träume aber jäh geplatzt. Mit 0:2 ging die Kogge letztlich verdient beim FC St. Pauli unter.

Dabei spielten die Ostseestädter gar nicht einmal schlecht mit - zumindest in der ersten Halbzeit. Aber wieder einmal zeigten sich die Rostocker schwach im Abschluss. "Wir dürfen uns nicht verrückt machen lassen. Wir können Fußball spielen und haben das auch in den letzten Spielen gezeigt", mahnt Fin Bartels im bundesliga.de-Interview zur Ruhe.

Der flinke Angreifer, der mit vier Treffern immer noch mit der beste Torschütze bei Hansa ist, spricht zudem über die Pleite in Hamburg, das neue Trainerduo und den Kampf um den Klassenerhalt mit dem vermeintlich leichten Restprogramm.

bundesliga.de: Herr Bartels, Hansa Rostock hat nach dem Sieg gegen Duisburg am Millerntor einen Rückschlag hinnehmen müssen. War die Niederlage vermeidbar?

Fin Bartels: Wir haben in der ersten Halbzeit gut mitgehalten und auch die besseren Chancen herausgespielt. Was dann im zweiten Durchgang passiert ist, war einfach nur bitter. Durch die Gegentore haben wir überhaupt nicht mehr ins Spiel zurückgefunden. Da hätten wir mehr investieren müssen. Die Enttäuschung war natürlich groß.

bundesliga.de: Spielte aufgrund der Tabellensituation auch ein Stück weit Verunsicherung mit? Vor allem im Angriff?

Bartels: Nein, das war keine Verunsicherung. Wir haben uns gut präsentiert. Schließlich haben wir bei einem Aufstiegskandidaten gespielt und ein Unterschied war zumindest in den ersten 45 Minuten nicht zu sehen.

bundesliga.de: Die Handschrift des neuen Trainerduos Kostmann/Finck ist aber schon erkennbar. Wie bewerten Sie die Arbeit Ihrer neuen "Chefs"?

Bartels: Die beiden machen das sehr gut und harmonieren zusammen. Unsere Trainer haben klare Vorstellungen, was sie uns vermitteln wollen. Und da sind wir auf dem richtigen Weg.

bundesliga.de: Hansa Rostock hat im Vergleich zur Konkurrenz das vermeintlich leichte Restprogramm - als nächstes wartet Alemannia Aachen. Aber kann man in Ihrer Situation eigentlich von einem leichten Restprogramm sprechen?

Bartels: Nein, da kann man nicht von reden. In der 2. Bundesliga kann jeder jeden schlagen. Für uns gibt es nur noch echte Endspiele. Ob der Gegner nun Kaiserslautern heißt oder Aachen, das ist völlig egal.

bundesliga.de: Und was macht Sie sicher, dass Hansa Rostock am Ende nicht absteigt?

Bartels: Wir standen in dieser Saison noch nicht schlechter als Platz 15. Wir dürfen uns nicht verrückt machen lassen. Wir können Fußball spielen und haben das auch in den letzten Spielen gezeigt. Da ging alles ein bisschen besser. Darauf müssen wir aufbauen.


Das Gespräch führte Michael Reis