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München - Als Topfavorit der 2. Bundesliga ist Eintracht Frankfurt in die Saison gegangen. Kein Frage, die Mannschaft konnte ihrer Favoritenrolle bislang gerecht werden. Die Hessen sind auf dem besten Weg, das erklärte Ziel - den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga - zu schaffen.

Die Hinrunde schloss die Eintracht mit sehr starken 38 Punkten auf Platz 2 ab. Eintracht-Kapitän Pirmin Schwegler äußert sich vor dem Spitzenspiel am Montag gegen die SpVgg Greuther Fürth (ab 20 Uhr im Live-Ticker / Liga-Radio) bei bundesliga.de.

bundesliga.de: Pirmin Schwegler, wie zufrieden sind Sie mit der ersten Halbserie?

Schwegler: Die Hinrunde lief besser als gedacht, mit der Punkteausbeute sind wir sehr zufrieden. Wenn wir das weiterhin so durchziehen, reicht es für den Aufstieg.

bundesliga.de: Im vergangenen Jahr reichten Hertha BSC 33 Punkte zur Herbstmeisterschaft, in diesem Jahr ist die Eintracht mit 38 Punkten "nur" Zweiter. Haben Sie sich die 2. Bundesliga in der Ausgeglichenheit an der Spitze so schwer vorgestellt? Warum ist das Niveau in diesem Jahr so hoch?

Schwegler: Es ist jedes Jahr schwer, sich an der Spitze der Tabelle abzusetzen. Aber es stimmt schon, dieses Jahr ist es sehr eng in dem oberen Tabellendrittel und die Teams an der Tabellenspitze haben schon in der Hinrunde extrem viele Punkte geholt. Das Niveau ist sehr hoch, einige Mannschaften haben Bundesliganiveau.

bundesliga.de: Was hat die Eintracht in der Hinrunde richtig gut gemacht? Was zeichnet die Mannschaft aus?

Schwegler: Der Kader ist sehr ausgeglichen, jeder hat die Qualität. Wenn einer raus muss, kann der Trainer auf einen mindestens genauso Guten auf der Bank zurückgreifen.

bundesliga.de: Wo ist noch Luft nach oben?

Schwegler: Für uns ist jetzt wichtig, dass wir nicht nachlassen, dass wir weiter Gas geben. Wir dürfen uns nicht drauf verlassen, dass es jetzt einfach immer so weiter geht, sondern müssen alles geben und in jedem Spiel aufs Neue für die nächsten drei Punkte alles geben.

bundesliga.de: Wie schwer war es, mit der Favoritenrolle und der hohen Erwartung der Fans umzugehen?

Schwegler: Natürlich ist die Erwartungshaltung groß, aber damit können wir gut umgehen. Außerdem haben wir an uns ja genau dieselben Erwartungen.

bundesliga.de: Einige Spiele liefen sehr holprig und wurden knapp gewonnen. Glück oder Können? Wie stabil schätzen Sie die Eintracht ein?

Schwegler: Ich denke schon, dass die Mannschaft stabil ist. Wir haben 38 Punkte gesammelt, so viele Punkte holt man nicht nur mit Glück.

bundesliga.de: Wie groß empfinden Sie den Druck, aufsteigen zu müssen?

Schwegler: Wir selbst haben uns den direkten Wiederaufstieg zum Ziel gemacht, daher ist der Druck von außen nichts Besonderes.

bundesliga.de: Wie gut ist es bei Ihnen persönlich gelaufen?

Schwegler: Für mich war es natürlich toll, dass der Trainer mich vor der Saison zum neuen Mannschaftskapitän ernannt hat, das macht mich sehr stolz. Ansonsten kann ich mich bis auf meine Rückenprobleme, die ich mittlerweile aber wieder ganz gut im Griff habe, nicht beklagen.

bundesliga.de: Wie sicher sind Sie, dass die Eintracht den "Betriebsunfall" Abstieg in dieser Saison korrigieren kann?

Schwegler: Sicher kann man nie sein. Aber es ist unser klares Ziel, sofort wieder aufzusteigen. Jeder von uns will das und gibt alles dafür.

bundesliga.de: Gegen die SpVgg Fürth steht direkt zum Rückrundenstart ein richtungweisendes Spiel an. Mit einem Sieg kann die Eintracht den Vorsprung ausbauen. Wie wichtig ist das Spiel?

Schwegler: Dieses Spiel ist genauso wichtig für uns wie alle anderen auch. Aber natürlich haben wir im Falle eines Sieges die drei Punkte auf dem Konto, die den Fürthern am Schluss vielleicht fehlen könnten.

Die Fragen stellte Tobias Gonscherowski