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Köln - Der Besuch von Heimspielen der Frankfurter Eintracht lohnt sich in dieser Saison ganz besonders. Zum einen ist die Eintracht noch ungeschlagen in der Commerzbank-Arena, zum anderen lädt ein außergewöhnliches Vorprogramm die Fans zum früheren Kommen ein. Die Waldtribüne ist mit ihrem bunten Informations- und Unterhaltungsprogramm zu einem festen Anlaufpunkt für Eintracht- und Gäste-Fans geworden.

Ihre Premiere feierte die Waldtribüne am 28. August 2011 zum Heimspiel gegen den SC Paderborn. Die Tribüne steht gegenüber dem Eintracht Frankfurt Museum, das sich in der Commerzbank-Arena befindet und zugleich Initiator des Waldtribünen-Projekts ist.

Gäste-Fans sind willkommen



"Wir haben diese Idee aus Hamburg aufgenommen, wo das HSV Volksparkett angeboten wird. Im Kreis des Eintracht Frankfurt Museums haben wir dann überlegt, wie wir ein ähnliches Projekt mit Frankfurter Themen und Eigenheiten realisieren können", sagt Frauke König.

Die Mitarbeiterin des Eintracht Frankfurt Museums gehört heute zu den festen Organisatoren und Moderatoren der Waldtribüne, denn das Projekt stieß schnell auf viel Wohlwollen und Unterstützung beim Verein, seiner Fanbetreuung und dem Fanprojekt Frankfurt. "Uns war es ganz wichtig, dass die Waldtribüne offen für alle Besucher ist und dass auch die Gäste-Fans aktiv eingebunden werden", meint Frauke König.

Mix aus Unterhaltung, Interviews und fußballhistorischen Streifzügen



45 Minuten dauert das Programm auf der Bühne, das einen gelungenen Mix aus Unterhaltung, Interviews und fußballhistorischen Streifzügen bietet. Eine feste Größe ist Dr. Othmar Hermann, der als "lebendes Lexikon" wirklich jede Anekdote zur Eintracht zum Besten geben kann und auch immer das historisch Wissenswerteste zum jeweiligen Gegner präsentiert. Seit mehr als 50 Jahren begleitet Dr. Hermann seine Eintracht und hat dem Museum außerdem eine große Sammlung an Exponaten als Leihgabe zur Verfügung gestellt.

Auch die Frankfurter Fußball-Prominenz zählt zu den regelmäßigen Gästen auf der Waldtribüne. Heribert Bruchhagen, Vorstandsvorsitzender der Eintracht Frankfurt Fußball AG, war ebenso schon zu Gast wie die Ex-Eintracht-Profis Christoph Preuß, Dietmar Roth oder Spieler der Frankfurter Meistermannschaft von 1959. Besonders emotional geriet der Auftritt des ehemaligen Frankfurters Martin Fenin, der Anfang März mit seinem aktuellen Club Energie Cottbus angereist war und sich bei den vielen Eintracht-Fans an der Bühne für die Unterstützung während seiner Krankheit bedankte.

Anfängliche Sicherheitsbedenken unbegründet



"Inzwischen kommen bis zu 600 Fans zur Waldtribüne, die damit sehr gut angenommen wird und für viele zum Stadionbesuch einfach dazugehört. Auch anfängliche Sicherheitsbedenken, die sich aus der Mischung von Heim- und Gästefans ergeben könnten, haben sich gelegt, es hat noch keine Zwischenfälle gegeben", so Frauke König.

Für Ruhe und Ordnung rund um die Waldtribüne könnte notfalls auch Kurt E. Schmidt sorgen. Der ehemalige Polizist gehört als Eintracht-Urgestein und -Original ebenfalls zu den Stammgästen auf der Waldtribüne und hat sein Ordnungs-Talent schon in ganz anderen Situationen unter Beweis gestellt. 1959, nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft, regelte Schmidt den Verkehr an der Kreuzung vor der Alten Oper in Frankfurt nicht allein mit den Händen, sondern mit zwei Eintracht-Fahnen.