ANZEIGE

Köln - Am 24. Juli rollt endlich wieder der Ball in der 2. Bundesliga (1. Spieltag im Überblick). Bis dahin nimmt bundesliga.de alle Clubs genau unter die Lupe - hier: Die SpVgg Greuther Fürth.

Saisonziel

Nachdem man in der vergangenen Saison fast in die Dritte Liga abgestiegen wäre, gibt man sich am Ronhof bescheiden. Der neue Trainer, Stefan Ruthenbeck, will zunächst einmal das Auftreten seiner Spieler verändern und zu einer aktiven und offensivstarken Spielweise zurückkehren, die bei den Fans wieder für Begeisterung sorgt. Ein einstelliger Tabellenplatz sollte jedenfalls drin sein.

Taktik

Trainer Ruthenbeck hat in der Vorbereitung mehrere Systeme ausprobiert. Grundsätzlich ist ein offensiv ausgerichtetes 4-3-3 denkbar, im Test gegen Bilbao stellte er aber während der Partie auf 4-1-4-1 um, um die Stabilität zu erhöhen. Der Coach, der in Aalen gerne mal ein 4-4-2 spielen ließ, wird zu Hause eine offensive Grundausrichtung favorisieren. Falls die Spieler je nach Situation variieren können – umso besser.

Neuzugänge

Dominik Kumbela ist noch nicht in dem Fitnesszustand, der ihn vor Jahren in Braunschweig so stark machte. Bis zum Ligastart gegen den KSC dürften viele Defizite aber aufgearbeitet sein. Jürgen Gjasula und Andreas Hofmann, die Ruthenbeck aus Aalen mitbrachte, sind hingegen in einer guten Frühform, auch mit Tom Trybull und Veton Barisha und Keeper Sebastian Mielitz ist man zufrieden. Im Trainingslager ebenfalls stark: Patrick Tischler, Tim Bodenröder, Dominik Schad und Stefan Maderer – vier Youngster, die langsam an den Profikader herangeführt werden sollen.

Hoffnungsträger

Mit Stephan Fürstner und Wolfgang "Wolle“ Hesl haben zwei langjährige Galionsfiguren den Verein verlassen, viele Fans würden sich sehr freuen, wenn mit Ilr Azemi ein echter Fürther (im Verein ausgebildet) das Vertragsangebot annehmen würde. Nach dessen schwerem Verkehrsunfall scheint zumindest sicher, dass er wieder gesund wird. Sportlich ruhen die Hoffnungen vor allem auf den Neuen.

Formcheck

Die Vorbereitung lief weit besser als erhofft. Mitte Juli hatte man in neun Partien 56 Tore erzielt und nur sieben Gegentore bekommen. Das 3:2 gegen Athletic Bilbao aus der Primera División war dabei allerdings am ehesten ein echter Härtestest. Es herrscht auf mehreren Position ein enger Kampf um die Stammplätze. Genau das wollte man bei der Kaderzusammenstellung erreichen.

Von Christoph Ruf

Saison-Vorschau: Alle 18 Clubs im Check