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Köln - Am 24. Juli rollt endlich wieder der Ball in der 2. Bundesliga (1. Spieltag im Überblick). Bis dahin nimmt bundesliga.de alle Clubs genau unter die Lupe - hier: SC Freiburg.

Saisonziel:

Nach sechs Jahren Bundesliga am Stück kann das Saisonziel eigentlich nur der sofortige Wiederaufstieg sein. Doch Trainer Christian Streich scheut davor zurück, das auch explizit so zu benennen. Aus gutem Grund. Zehn bis zwölf Mannschaften hält man im Trainerstab für mögliche Konkurrenten. Und der Freiburger Etat gehört auch nicht zu den Top 3. Allerdings wären Spieler wie Nils Petersen auch nicht gekommen, wenn man ihnen nicht eine konkrete Perspektive für den Aufstieg aufgezeigt hätte. 

Taktik

Wie der SC spielt, gehört zur DNA des Vereines. Lange Bälle sind weitgehend tabu, auch in Bedrängnis sollen die Bälle sauber hinten herausgespielt werden. Ballbesitz ist gut, schnelles Spiel in die Spitze noch besser. Und die Tore erzielen im Idealfall die nachrückenden Mittelfeldleute. Doch in dieser Spielzeit hat man Nils Petersen in den eigenen Reihen, einen Knipser, wie es ihn seit den Zeiten von Papiss Demba Cissé nicht mehr gab.

Neuzugänge im Fokus

Auf Amir Abrashi ruhen große Hoffnungen. Der agile Wusler soll im Mittelfeld die Aggressivität ausstrahlen, die in der Abstiegssaison zuweilen fehlte. Auch Lukas Kübler, der für die rechte defensive Außenbahn vorgesehen ist, hat gute Chancen auf einen Platz in der Stammelf, gleiches gilt für Vincenzo Grifo. Tim Kleindienst spielte eine gute Vorbereitung im Sturm. Und Petersen? Ist natürlich gesetzt.

Hoffnungsträger

Man will sie nicht mit Erwartungen überfrachten, all die Jungen, die auch in diesem Sommer aus dem eigenen Nachwuchs in den Profikader hochgezogen wurden. Doch manchem von ihnen traut man zu, in die Fußstapfen all der Baumanns, Schmids, Ginters, Sorgs, etc. etc. zu treten, die aus der Freiburger Fußballschule kamen und zu gestandenen Bundesligaspielern wurden. Jonas Föhrenbach, Konstantin Fuhry, Lucas Hufnagel, Amir Falahen oder Florian Kath heißen diesmal die Kandidaten.

Formcheck

In der Vorbereitung hinterließ der SC ein durchwachsenes Bild. Gegen Spartak Moskau spielte man zumindest eine Halbzeit lang stark, gegen Sandhausen (1:2) und St. Pauli (0:0) klemmte es im Offensivbereich. Doch der SC war noch nie der Champion der Sommerpause – was zuletzt auch daran lag, dass Trainer Streich gerne länger an der Startelf bastelt als mancher Kollege.

Von Christoph Ruf

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