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Köln - Am 24. Juli rollt endlich wieder der Ball in der 2. Bundesliga (1. Spieltag im Überblick). Bis dahin nimmt bundesliga.de alle Clubs genau unter die Lupe - hier: Der FSV Frankfurt.

Saisonziel

Nach der Rettung erst am letzten Spieltag der vergangenen Saison und dem großen Umbruch im Kader sowie auf der Trainerposition muss der FSV sich erst wieder stabilisieren. Mit Tomas Oral kehrte nach fast vier Jahren Benno Möhlmann (der Trainer wurde vor dem letzten Spieltag der vergangenen Saison abgelöst) ein leidenschaftlicher Trainer zurück, der den FSV einst in die zweite Liga geführt hat. Da der Umbruch groß ausfällt – der FSV trennte sich auch vom langjährigen Sportdirektor Uwe Stöver und der medizinischen Abteilung – genießt der vorzeitige Klasseneerhalt in der achten Zweitligarunde in Serie Priorität.

Taktik

Tomas Oral ist ein ehrgeiziger Antreiber, er will einen Fußball mit aggressivem Gegenpressing spielen lassen. Seine FSV-Elf soll den Gegner frühzeitig unter Druck setzten. Nach ein paar Wochen unter seinem neuen Coach erklärte Verteidiger Marc Hornschuh, der bei Borussia Dortmund unter Jürgen Klopp trainierte: "Von der Spielweise sind beide Trainer relativ gleich. Beide wollen Gegenpressing spielen und nicht irgendwie abwarten. Da sind sie sich ziemlich ähnlich. Deshalb war es für mich relativ leicht, mich anzupassen.“ Zum ersten Match geht es gleich gegen Aufstiegsanwärter RB Leipzig, dessen Trainer Ralf Rangnick ja so etwas wie der Hohepriester des Gegenpressings ist.

Neuzugänge

Insgesamt 14 Zugänge verpflichtete Oral, 13 Spieler verließen den FSV, darunter wichtige Leistungsträger wie Torwart Patrick Klandt, Verteidiger Björn Schlicke oder Offensivkraft Vincenzo Grifo. In Heinrich Schmidtgal, 29, (Fortuna Düsseldorf) holten die Bornheimer viel Erfahrung und für den Angriff Dani Schahin, 26, (Mainz). Gespannt sein darf man auf die ausgeliehenen Offensiv-Talente Yann Rolim, 20, (Setubal), Besar Halimi, 20, (Mainz) und In-Hyeok Park, 19, (Hoffenheim). Im Tor will Andre Weis (Ingolstadt) die Nachfolge von Patrick Klandt antreten – das will aber auch die langjährige Nummer 2 des FSV, Sören Pirson.

Hoffnungsträger

Dani Schahin kam vor zwei Spielzeiten mit der Empfehlung von acht Bundesligatoren für Fortuna Düsseldorf nach Mainz. Fuß gefasst hat er in Rheinhessen aber genauso wenig wie in der letzten Runde in Freiburg. Nun will der technisch gute Mittelstürmer beim FSC wieder an die guten Zeiten anknüpfen und Trainer Oral sagt: "Ich freue mich auf einen Stürmer mit Persönlichkeit, der uns sicher weiterhelfen wird.“

Formcheck

"Ich will aus wenig viel machen“, sagt Trainer Tomas Oral. Im Trainingslager in Österreich zeigte die Mannschaft durchaus ansprechende Leistungen und bezwang den österreichischen Erstligisten SV Scholz Grödig mit 2:1, unterlag aber Rapid Wien 0:2. Verläuft die Integration der neuen Spieler wie gewünscht, könnte der FSV für die ein oder andere Überraschung in dieser Saison gut sein.

Von Tobias Schächter

Saison-Vorschau: Alle 18 Clubs im Check