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Köln - Am 24. Juli rollt endlich wieder der Ball in der 2. Bundesliga (1. Spieltag im Überblick). Bis dahin nimmt bundesliga.de alle Clubs genau unter die Lupe - hier: Fortuna Düsseldorf.

Saisonziel

"Langfristig muss für Fortuna der Aufstieg in die Bundesliga das Ziel sein", sagt Düsseldorfs neuer Sportdirektor Rachid Azzouzi. In dieser Saison geht es aber erst einmal darum, eine gute Rolle und möglichst oben mit zu spielen. Nachdem sich in den letzten beiden Jahren seit dem unnötigen Bundesliga-Abstieg vier Trainer und zwei Sportdirektoren bei Fortuna versuchten, strebt der Verein nun erst einmal Kontinuität auf dem Trainer- und Managerposten an.

Taktik

Der neue Trainer Frank Kramer hat sich noch nicht auf ein spezielles System festgelegt. "Wichtig ist, auch die Angebote aus der Mannschaft zu erkennen und zu schauen, was ist das Beste für uns. Es bringt nichts, etwas blind aufzudiktieren", sagt der 43-Jährige. "Das System geben die Spieler vor." In den Testspielen ließ er sein Team häufig im 4-2-3-1 agieren, er will aus einem kompakten Defensivverbund heraus schnell umschalten und nach vorne spielen.

Neuzugänge

Neun Neuzugänge präsentierte Fortuna bislang, fünf von ihnen verfügen über Bundesliga-Erfahrung: allen voran Innenverteidiger Karim Haggui (172 Bundesliga-Spiele) und Stürmer Didier Ya Konan (132 Partien). Neben diesen beiden 31-jährigen Routiniers, die gesetzt sein dürften, dürften auch "Sechser" Julian Koch und Abwehrspieler Christian Strohdiek feste Größen werden können. Die weiteren Neuen - die Verteidiger Fabian Holthaus und Kevin Akpoguma, Mittelfeldtalent Marcel Sobottka, "Wuseler" Sercan Sararer und Stürmer Mike van Duinen - müssen sich noch gegen starke Konkurrenz durchsetzen.

Hoffnungsträger

"Den" Hoffnungsträger gibt es eher nicht. Didier Ya Konan wäre ein Kandidat, wenn er wieder seine Form erreichen würde, die ihn noch vor zwei, drei Jahren auszeichnete. Immerhin traf er 40 Mal in der Bundesliga für Hannover 96. Er soll Charlison Benshop ersetzen, den es nach zwei Jahren und 25 Toren in Düsseldorf umgekeht nach Hannover zog. Sollte Julian Koch verletzungsfrei bleiben, könnte auch er sehr wichtig für die defensive Stabilität der Flingerer sein.

Formcheck

In den ersten vier Testspielen gegen unterklassige Gegner schossen die Rheinländer noch 20 Tore. Danach trafen die Fortunen in drei Testspielen gegen internationale Gegner wie Dynamo Kiew und Feyenoord Rotterdam das Tor gar nicht mehr. Es gab drei Niederlagen, die ein Fingerzeig dafür sind, dass die Elf von Frank Kramer ernst zu nehmende Abschlussschwächen offenbart. "Das Spiel nach vorne in die Spitze muss präziser und konsequenter werden", betont Kramer. "Hier gibt es sicherlich noch Abstimmungsprobleme."

Von Tobias Gonscherowski

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