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Köln - Am 24. Juli rollt endlich wieder der Ball in der 2. Bundesliga (1. Spieltag im Überblick). Bis dahin nimmt bundesliga.de alle Clubs genau unter die Lupe - hier: FC St. Pauli.

Saisonziel:

"Das erste Spiel gewinnen", gibt Sören Gonther auf Nachfrage von bundesliga.de als einziges Ziel an, dass sich die Mannschaft gesetzt hat. Ansonsten ist es nach Ansicht des Kapitäns "kaum möglich, Ziele zu formulieren. Das ist die ausgeglichenste Zweite Liga aller Zeiten", so der Innenverteidiger. "Wir wollen an die letzten Heimspiele der vergangenen Saison (vier Siege; die Red.) anknüpfen und nicht wieder bis zum Schluss um den Klassenerhalt zittern."

Taktik

Ewald Lienen hält an der Taktik fest, mit der er in der Vorsaison den Klassenerhalt schaffte. Der St.-Pauli-Trainer lässt ein variables 4-2-3-1-System spielen, wobei der mitspielende Angreifer Lennart Thy den Vorzug vor Stoßstürmer John Verhoek erhält. "Es ist doch logisch, dass ich nicht irgendeine Mannschaft aufstelle", so Lienen auf die Frage, ob die Startaufstellung beim 4:2 im letzten Härtetest gegen Rayo Vallecano Rückschlüsse auf die Aufstellung gegen Bielefeld zulasse.

Neuzugänge im Fokus

Neun Spieler haben den Klub verlassen, darunter die Stammspieler Dennis Daube, Sebastian Schachten, Julian Koch und Christopher Nöthe. Geholt wurde bisher nur Ryo Miyaichi. Der Japaner kann in der Offensive rechts wie links spielen und stößt auch immer wieder in die Spitze vor. "Er wird uns helfen", ist Lienen sicher. "Lediglich an seiner Defensivarbeit müssen wir noch arbeiten." Weitere Neuverpflichtungen schließt Lienen nicht aus. Gesucht: Ein Sechser, der defensiv variabel einsetzbar ist.

Hoffnungsträger

Beim FC St. Pauli baut man man darauf, dass Lennart Thy an seine Leistung aus dem Saisonendspurt anknüpft. In den letzten vier Spielen hatte Lienen den Linksaußen in die Mitte beordert. Ergebnis: Die Braun-Weißen waren schwerer auszurechnen als mit den Stoßstürmern Verhoek oder Nöthe, und Thy erzielte drei seiner fünf Saisontreffer. Außerdem erhofft man sich, dass möglichst alle der 14 (!) Spieler, die 23 Jahre oder jünger sind, den einen oder anderen Schritt nach vorn machen.

Formcheck

"Natürlich ist noch keiner bei 100 Prozent", so Lienen nach dem 4:2 im letzten Härtetest gegen den spanischen Erstligisten Rayo Vallecano. "Und das wird auch gegen Bielefeld so sein. Das ist nach nur fünf Wochen Vorbereitung normal. Aber wir sind schon sehr weit. Wichtig ist, dass wir ohne schwere Verletzungen durch die Vorbereitung gekommen sind." Für Gonther kann es zu Saisonbeginn "ein Vorteil sein, dass wir alle schon letzte Saison zusammengespielt haben. Da sind wir einen Schritt weiter als die Konkurrenz."

Von Jürgen Blöhs

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