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Köln - Am 24. Juli rollt endlich wieder der Ball in der 2. Bundesliga (1. Spieltag im Überblick). Bis dahin nimmt bundesliga.de alle Clubs genau unter die Lupe - hier: Eintracht Braunschweig.

Saisonziel:

In der vergangenen Saison belegte der Bundesliga-Absteiger einen respektablen sechsten Platz und schnupperte sogar noch an Relegationsrang drei. Trainer Torsten Lieberknecht und Sportchef Marc Arnold sind keine Sprücheklopfer und können die Situation in der 2. Bundesliga sehr gut einschätzen. "Gerade in dieser Saison dürfte ein Aufstieg sehr schwer werden. Ich glaube, dass diese 2. Bundesliga die vielleicht stärkste der vergangenen Jahre ist", sagt Lieberknecht. Deshalb wollen die Braunschweiger erneut eine stabile Saison spielen. Ziel ist ein einstelliger Tabellenplatz.

Taktik

Trainer Lieberknecht probierte in der Vorbereitung sehr viel aus. Besonders in der Abwehr ließ er viele Variationen durchspielen. Wahrscheinlich wird die Eintracht hinten mit einer Dreierkette spielen. Die Verletzung des gesetzten Verteidigers Saulo Decarli im letzten Testspiel gegen Rayo Vallecano durchkreuzt Lieberknechts Pläne. Das Spielsystem ist ein variables 3-5-2. Die Eintracht wird mit drei offensiv ausgerichteten Mittelfeldspielern agieren. Im Angriff setzt der Trainer, wie in der vergangenen Saison, auf eine Doppelspitze.

Neuzugänge im Fokus

Es war ein Kommen und Gehen in Braunschweig in der Sommerpause. Insgesamt zwölf (!) Profis, darunter lang-jährige Eintracht-Spieler wie Deniz Dogan und Dennis Kruppke, verließen den Club. Aber die Eintracht verstärkte sich auch gezielt. Namhaftester Neuzugang ist sicherlich Adam Matuschyk (Foto) vom 1. FC Köln. Aber auch von Mittelfeldspieler Patrick Schönfeld (Aue) und Sturmtalent Mads Hvilsom (Hobro IK, Dänemark) erhofft sich die Eintracht neue Impulse.

Hoffnungsträger

Ablösefrei wechselte der polnische Nationalspieler Adam Matuschyk zur Eintracht. Der 26-Jährige kommt vom 1. FC Köln und bringt Erfahrung aus 52 Bundesliga-Spielen mit. Er ist sicherlich im zentralen Mittelfeld der Eintracht gesetzt und erhöht vor allem die spielerische Komponente der Braunschweiger, die gerade im Mittelfeld durch die vielen Abgänge einen großen Aderlass zu verkraften haben. Große Hoffnungen ruhen auch auf dem dänischen Sturmduo Emil Berggreen und Neuzugang Mads Hvilsom. Ob Berggreen bleibt, steht aber noch nicht fest.

Formcheck

Die Generalprobe gegen den spanischen Erstligisten Rayo Vallecano wurde verpatzt (1:2). Dennoch hat sich das Team, so Lieberknecht, schnell an das neue Spielsystem gewöhnt. Testspielsiege gegen europäische Topclubs wie Schachtjor Donezk und Rubin Kasan unterstreichen diese These. Sollten die verletzten Spieler schnell zurückkehren und Emil Berggreen bei der Eintracht bleiben, haben die Niedersachsen gute Chancen auf einen Platz im oberen Tabellendrittel.

Von Alexander Barklage

Interview mit Coach Torsten Lieberknecht

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