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Köln - Am 24. Juli rollt endlich wieder der Ball in der 2. Bundesliga (1. Spieltag im Überblick). Bis dahin nimmt bundesliga.de alle Clubs genau unter die Lupe - hier: Arminia Bielefeld.

Saisonziel

Die Arminia hat eine sensationelle Saison hingelegt. Nach dem höchst dramatischen Abstieg per Relegation im Vorjahr (in der Verlängerung gegen Darmstadt), sind die Ostwestfalen durch die 3. Liga durchmarschiert, hatten am Ende als Meister neun Punkte Vorsprung auf die Nicht-Aufstiegsplätze. Hinzu kam der geniale Lauf im DFB-Pokal, der erst im Halbfinale gegen Wolfsburg endete. Trotzdem geht es in der kommenden Saison ausschließlich um den Klassenerhalt. "Wir wollen das Image der Fahrstuhlmannschaft ablegen", sagt Trainer Norbert Meier. Die Arminia will sich in der 2. Bundesliga wieder etablieren.

Taktik

In der 3. Liga stellte die Arminia bei 75 Toren die mit Abstand beste Offensive. Hinten gab es in 38 Spielen 41 Gegentreffer, nur drei Clubs kassierten weniger. In der 2. Bundesliga werden die Ostwestfalen eher aus einer gesicherten Defensive heraus agieren und nicht so sehr auf Ballbesitz drängen. Dass sie dieses System gegen deutlich stärkere Gegner drauf hat, konnte die Mannschaft vergangene Saison im DFB-Pokal eindrucksvoll unter Beweis stellen. Da schaltete Bielefeld neben dem Zweit-Bundesligisten Sandhausen (4:1) mit Berlin, Bremen und Gladbach gleich drei Bundesliga-Clubs aus.

Neuzugänge

Coach Meier und der sportliche Leiter Samir Arabi haben den Aufstiegskader nur punktuell verstärkt. Da beide Torhüter gingen, wurden mit Wolfgang Hesl und Daniel Davari zwei neue Keeper geholt, die in Fürth bzw. Braunschweig schon Erfahrung in der Bundesliga gesammelt haben. Mittelfeldmann Björn Jopek war Stammspieler bei Union Berlin. Brian Behrendt spielte zuletzt bei Rapid Wien in der österreichischen Bundesliga, war beim Rekordmeister im Mittelfeld Stammspieler. Michael Görlitz gehörte beim FSV Frankfurt zu den Leistungsträgern, kam vergangene Saison beim FC St. Pauli aber nicht so zum Zug. Mit Christopher Nöthe (Foto) kam zudem ein gestandener Zweitliga-Profi (137 Spiele, 45 Tore) als Alternative im Sturm.

Hoffnungsträger

Star der Arminia war im Vorjahr sicherlich Stürmer Fabian Klos. Der 1,93 Meter große Angreifer erzielte in der 3. Liga 23 Tore und hatte damit großen Anteil am Aufstieg. Auf seine Treffsicherheit kommt es nun auch in der 2. Bundesliga an. Hilfe im Sturm soll Klos von Angreifer Christopher Nöthe bekommen, der seit Jahren seine Treffsicherheit in der 2. Bundesliga unter Beweis stellt.

Formcheck

Die Vorbereitung verlief äußerst erfolgreich. Nach deutlichen Siegen gegen unterklassige Mannschaften, wurden auch der österreichische Zweitligist Klagenfurt sowie der tschechische Erstligist Brünn besiegt. Die Neuen konnten schon gut integriert werden, die Defensive steht ausgezeichnet. Bauchschmerzen bereiten Coach Meier jedoch die langfristigen Ausfälle von Koen van der Biezen (Rückenprobleme) und Daniel Brinkmann (Pfeiffersches Drüsenfieber).

Saison-Vorschau: Alle 18 Clubs im Check