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Köln - Am 24. Juli rollt endlich wieder der Ball in der 2. Bundesliga (1. Spieltag im Überblick). Bis dahin nimmt bundesliga.de alle Clubs genau unter die Lupe - hier: der 1. FC Heidenheim.

Saisonziel

Es ist oft davon die Rede, dass zwei Drittel der Liga insgeheim zu den Aufstiegskandidaten zu zählen seien. Der FC Heidenheim würde dann zum anderen Drittel gehören. Das Saisonziel heißt erneut Klassenerhalt. Wenn man wieder so stark aufspielt wie in der Hinrunde der vergangenen Spielzeit, dürfte der auch gelingen.

Taktik

"Wir wollen nicht gegen den Abstieg kämpfen, sondern für den Klassenerhalt spielen", sagt Trainer Frank Schmidt, der dennoch auf den traditionellen Stärken seiner Elf aufbauen will. Mannschaftliche Geschlossenheit, Fitness und Kampfgeist sind im Heidenheimer 4-4-2 die Voraussetzungen für eine gute Qualität im Umschaltspiel. Bei Standardsituationen will man ebenfalls zulegen.

Neuzugänge

Der FCH hat einen großen Umbruch hinter sich, Zehn Neue kamen, zehn Spieler gingen, darunter einige. Bemerkenswert, dass die Planungen dennoch so schnell abgeschlossen waren. Die sieben Neuzugänge, die nicht aus dem eigenen Nachwuchs kommen –Theuerkauf (r. im Bild), Müller, Frahn, Heidinger, Feick, Widemann und Halloran stehen allesamt seit Juni fest. Zumindest Frahn, Feick und Theuerkauf könnten beim Saisonstart gegen 1860 München auch in der Starformation auftauchen.

Hoffnungsträger

In der Defensive ist Heidenheim sehr gut aufgestellt, Fragezeichen sehen die Fans eher im Offensivbereich, wo der nach Mainz gewechselte Florian Niederlechner eine Lücke reißt. Dessen 15 Treffer und zehn Assists aus der Vorsaison müssen nun auf mehrere Schultern verteilt werden. Dass Frahn, der von RB Leipzig kam, ein paar Treffer beisteuern kann, hofft man inständig. Dass der gebürtige Potsdamer Abschlussqualitäten hat, bewies er zumindest ligaübergreifend. Und zwischenmenschlich scheint es zwischen dem gebürtigen Potsdamer und seinen Kollegen keine Anlaufschwierigkeiten gegeben zu haben.

Formcheck

Heidenheim präsentierte sich in der Vorbereitung in einer guten Verfassung und überzeugte in den Testspielen. Vom Trainingslager in Tirol schwärmen die Offiziellen noch heute. Das ist eine gute Voraussetzung, um die Hauptsorge des Trainers zu zerstreuen: Dass ein schwacher Start zur Hypothek für die gesamte Spielzeit werden könnte. 

Von Christoph Ruf

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