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Hansa Rostock will gegen Energie Cottbus runter vom Relegationsplatz. Wenn Frankfurt in Ahlen gewinnt, hilft aber auch ein Sieg nichts. Koblenz hofft gegen den FCK auf die allerletzte Chance (alle Spiele So., ab 17:15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

F.C. Hansa Rostock - FC Energie Cottbus

Das Stadion ist ausverkauft und der Lieblingsgegner wartet: Hansa Rostock will gegen Energie Cottbus den Relegationsplatz der 2. Bundesliga verlassen. "Wir gehen volle Pulle von der ersten Minute an. Wir wollen mit aller Macht gewinnen", sagte Hansa-Trainer Marco Kostmann. "Taktieren können wir ohnehin nicht, also brauchen wir auch erst hinterher zu schauen, wie Frankfurt und Oberhausen gespielt haben."

Dabei kann Hansa selbst bei einem Sieg noch nicht aufatmen, die direkte Konkurrenz vom FSV Frankfurt liegt einen Punkt vor Rostock. "Wir haben es nicht mehr selbst in der Hand. Wenn die Mitkonkurrenten gewinnen, können wir uns auf den Kopf stellen - dann geht's in die Relegation", sagte Abwehrspieler Kai Bülow.

Allerdings stehen die Vorzeichen gut für Hansa Rostock: In 14 Heimspielen gegen Cottbus verlor Rostock nicht ein einziges Mal. Mit einem Gastgeschenk liebäugelt Kostmann allerdings nicht. "Die Cottbuser werden mit voller Kapelle auflaufen. Sie wollen uns schlagen. Es ist ja ein Derby."

Keine Schützenhilfe aus Cottbus

Amtskollege Claus-Dieter Wollitz versucht derweil alles, um die Spannung seiner Spieler nach dem erreichten Klassenerhalt aufrechtzuerhalten. "Eine schwache Leistung werde ich nicht akzeptieren. Das wäre der Liga gegenüber unfair", sagte Wollitz.

"Ich werde das motivierteste Spiel als Trainer abliefern", schickte er vorab Grüße an die Ostsee. Cottbus zählt mit vier Siegen auf fremdem Platz nicht gerade zu den auswärtsstarken Teams der Liga, hat aber vier der letzten fünf Spiele gewonnen.

Verzichten muss der Coach auf Jiayi Shao. Er reist wegen anhaltender Beschwerden im Sprungelenk nicht mit nach Rostock. Wer für den chinesischen Nationalspieler ins Team rückt, hat Wollitz noch nicht entschieden. Um den freien Platz im Mittelfeld streiten wohl die beiden Youngster Clemens Fandrich und Nils Miatke. Es fehlen weiterhin die verletzten Spieler Sascha Dum, Daniel Ziebig, Roger und Dennis Sörensen.

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Rot Weiss Ahlen - FSV Frankfurt

Es sieht aus, als läge der Klassenerhalt auf dem Silbertablett vor dem FSV Frankfurt. Der Macher der Hessen warnt seine Mannschaft aber vor der Reise zum bereits feststehenden Absteiger Rot Weiss Ahlen eindringlich. "Das wird ganz ganz schwer", sagt FSV-Geschäftsführer Bernd Reisig: "Ahlen hat die letzten Spiele nur knapp verloren. Es wird sehr oft bestraft, wenn man etwas auf die leichte Schulter nimmt. Aber wir sind die bessere Mannschaft, mit diesem Selbstbewusstsein fahren wir nach Ahlen und wollen unbedingt einen Dreier mitnehmen."

Das Saisonziel Relegationsplatz hat der FSV, momentan sogar Tabellen-15. nach einer eindrucksvollen Aufholjagd bereits sicher. "Ich freue mich natürlich, dass wir unser gestecktes Ziel zwei Spieltage vor Saisonende erreicht haben. Jetzt gilt es, den Platz über dem Strich zu verteidigen. Wir sind gut beraten, die nächsten zwei Spiele auf Sieg zu spielen", erklärt Trainer Hans-Jürgen Boysen.

Der Trend spricht bei sieben Punkten aus den vergangenen drei Partien für den FSV. Ein Sieg in Ahlen und eine Rostocker Niederlage gegen Cottbus - und die Frankfurter könnten schon nach dem 33. Spieltag den sicheren Klassenerhalt bejubeln.

"Kein Spaziergang" gegen Ahlen

Das will Ahlens Coach Christian Hock aber nicht so einfach geschehen lassen. "Wir wollen uns mit einem Heimsieg von unseren Zuschauern verabschieden", sagt Hock, der die Münsterländer nach der Saison verlassen wird.

Kollege Boysen rechnet auch überhaupt nicht damit, dass RWA sich einfach so ergeben wird. "Das wird sicher kein Spaziergang, die Ahlener Spieler haben die Chance, sich für andere Vereine zu empfehlen", versichert er, appelliert aber an sein Team: "Jeder weiß, um was es geht. Wir sind hochmotiviert und bekommen einen letzten Schub durch den Selbsterhaltungstrieb."

Fehlen werden Boysen in Ahlen lediglich die gesperrten Alexander Voigt und Gledson. Die dürften am letzten Spieltag wieder ins Geschehen eingreifen - bis dahin will der FSV aber natürlich schon gesichert sein.

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TuS Koblenz - 1. FC Kaiserslautern

Neben Ahlen wird sich vermutlich auch Koblenz aus der 2. Bundesliga verabschieden müssen, sechs Punkte Rückstand auf Relegationsplatzinhaber Rostock und eine um 15 Treffer schlechtere Tordifferenz lassen nur noch ganz verwegene Träume auf den Klassenerhalt zu. Zudem gastiert am vorletzten Spieltag auch noch der bereits feststehende Bundesliga-Aufsteiger aus Kaiserslautern im Stadion Oberwerth und will sich die Meisterschaft in der 2. Bundesliga sichern.

"Wir wollen als Erster aufsteigen und unseren Fans noch zwei tolle Spiele bieten", betont FCK-Trainer Marco Kurz, der nicht mit einer Motivationsdelle seiner Profis nach den Aufstiegsfeierlichkeiten zu Wochenbeginn rechnet: "Uns begleiten erneut sehr viele Fans, alleine das reicht schon, um noch einmal alles abzurufen, was wir können." Verzichten müssen die Pfälzer allerdings auf die gesperrten Stammkräfte Alexander Bugera (Gelb-Rot) und Sidney Sam (fünfte Gelbe Karte).

Kurz erwartet die Koblenzer trotz ihres fast schon sicheren Abstiegs dennoch als gefährliches Team. "Die Spieler der Koblenzer werden noch einmal alles in die Waagschale werfen, um sich zu präsentieren – außerdem hat das Spiel Derby-Charakter. Wir werden wie ein Tabellenführer auftreten und haben, wie die Koblenzer auch, nichts zu verschenken."

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