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Nach acht Spieltagen in der Saison 2009/10 gaben viele Neuzugänge ihr Debüt für den neuen Club - der eine mehr, der andere weniger erfolgreich. Zeit für eine erste Zwischenbilanz. Welcher Club hat die beste Einkaufspolitik betrieben?

bundesliga.de präsentiert die besten Neuzugänge der 2. Bundesliga.

Giovanni Federico (Arminia Bielefeld)

Bielefeld bewies bei der Verpflichtung von Federico die beste Spürnase. Der Mittelfeldspieler mit Tordrang führt die Scorerliste der 2. Bundesliga mit neun Punkten alleine an (sieben Tore). Nur drei Spieler brachten in der Liga mehr Torschüsse aufs Tor als Federico: 13, beachtliche 72,2 Prozent seiner Torschüsse gingen auf den Kasten.

John Jairo Mosquera (1. FC Union Berlin)

Keiner gab in der Liga mehr Torschüsse ab als Mosquera (33). Der Kolumbianer traf vier Mal selbst und bereitete drei Treffer vor. Kurios: Der Stürmer kam bei seinen bisherigen vier Stationen in Deutschland (Werder Bremen II, Wacker Burghausen, Werder Bremen, Alemannia Aachen) auf insgesamt nur zwei Treffer.

Mahir Saglik (SC Paderborn)

Der Stürmer erzielte in nur vier Spielen vier Tore. Saglik traf gleich in seinem ersten Saisonspiel (gegen Union Berlin) zwei Mal. Der Türke ist bei den Paderbornern kein Unbekannter. Nach 2001 und 2003 ist dies nun schon der dritte Anlauf bei den Ostwestfalen. Saglik wechselte in den letzten neun Jahre ganze neun Mal das Team - rekordverdächtig.

Charles Takyi (FC St. Pauli)

Takyi liegt mit vier Assists in der 2. Bundesliga auf dem 2. Platz. Einzig Edgar Prib (fünf) von der SpVgg Greuther Fürth gab mehr Vorlagen. Nur fünf Spieler bereiteten aus dem Spiel heraus mehr Torschüsse vor als Takyi (14). Der spielstarke Mittelfeldakteur hatte im Jahr zuvor sein Glück bei der SpVgg Greuther Fürth versucht, kehrte in diesem Jahr jedoch postwendend zum FC St Pauli zurück.

Rodnei (1. FC Kaiserslautern)

Seine 69,4 Prozent gewonnene Zweikämpfe am Ball bedeuten ligaweit den 10. Rang. Kein Abwehrspieler traf öfter (zwei Mal). Der Brasilianer in den Reihen von Kaiserslautern wurde vor der Saison von Hertha BSC ausgeliehen. Der FCK besitzt eine Kaufoption für Rodnei. Wenn er weiter solche Leistungen bringt, werden die Fans wohl nichts dagegen haben, diese auch zu nutzen.

Matthias Lehmann (FC St. Pauli)

Nur Melinho (359) von der TuS Koblenz spielte in der gegnerischen Hälfte mehr Pässe als Lehmann, von dessen 327 starke 70,9 Prozent ankamen. Der zentrale Mittelfeldspieler war vier Mal als Torschütze erfolgreich und ist damit maßgeblich am Aufschwung des FC St. Pauli beteiligt. Rythmus: Nach jeweils drei Jahren verlies er seine jeweilige Ex-Clubs TSV 1860 München und Alemannia Aachen.

Oliver Fink (Fortuna Düsseldorf)

Der Mittelfeldspieler hat mit 115 Zweikämpfen am Ball in der 2. Bundesliga die viertmeisten Duelle bestritten und davon ordentliche 61,7 Prozent gewonnen. Fink erzielte zwei Treffer und spielte in der gegnerischen Hälfte 211 Pässe (ligaweit Rang 12). Der Ex-Unterhachinger ist damit eine der zentralen Figuren im Spiel von Fortuna Düsseldorf.

Pavel Fort (Arminia Bielefeld)

Nur John Jairo Mosquera (33) und Michael Thurk (31) gaben in der Liga mehr Torschüsse ab als der Neuzugang (30) von Slavia Prag. Der Tscheche traf bereits drei Mal und bereitete zudem noch zwei weitere Treffer vor. Im Jahr 2006 und 2008 versuchte der Stürmer bereits zwei mal beim FC Toulouse in der höchsten französischen Liga sein Glück. Dort gelang ihm jedoch kein einziger Treffer.

Markus Thorandt (FC St. Pauli)

In den vier Spielen, die der Ex-"Löwe" bestritt, gewann St. Pauli drei Mal, bei einem Remis - ein Punktegarant. Der Abwehrspieler ist in der Luft kaum zu besiegen. Er gewann zehn seiner 13 Kopfballduelle. Pech für den "Kiez-Kicker": Er musste sich vor kurzem einer Achillessehnen-Operation unterziehen und fällt für unbestimmte Zeit aus.

Tim Sebastian (F.C. Hansa Rostock)

Kein Abwehrspieler traf häufiger (zwei Mal) in der 2. Bundesliga. Der Blondschopf gewann 13 seiner 15 Luftduelle am Ball. Sebastian war erst ein Jahr zuvor von Rostock nach Karlsruhe gewechslet, beendete seinen Abstecher allerdings recht schnell und entschied sich trotz einiger Angebote aus der Bundesliga wieder für seinen alten Verein Hansa Rostock.