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Berlin - Die medizinische Abteilung bei Hertha BSC ist momentan schwer gefragt. Nachdem das Team von Markus Babbel in dieser Saison schon einige verletzungsbedingte Ausfälle zu beklagen hatte, sind es dieses Mal Christoph Janker und der Brasilianer Kaka, die sich einem operativen Eingriff unterziehen mussten.

Janker spielte am Samstag (20. November) beim 1:1 gegen den VfL Lübeck für die U-23-Mannschaft von Coach Karsten Heine 90 Minuten durch. Während der Partie bekam er in einem Zweikampf von seinem Gegner einen heftigen Schlag auf den Oberschenkel. Nach der Partie klagte der gebürtige Bayer über Schmerzen und wurde sofort untersucht. Es stellte sich heraus, dass es sich bei der zugezogenen Verletzung um ein sogenanntes Kompartment-Syndrom handelt.

Bei dieser Art der Oberschenkelverletzung entsteht unterhalb der Haut eine Einblutung, die im schlimmsten Fall zu neuromuskulären Störungen oder irreparablen Gewebestörungen führen kann. Die betreffende Stelle wurde aufgeschnitten und der Bluterguss entfernt. Trainer Markus Babbel wird aller Voraussicht nach drei bis vier Wochen auf Janker verzichten müssen. Bitter für den 25-Jährigen, der erst vor kurzem eine Zerrung des Syndesmosebandes auskuriert hatte.

Operation am Finger

Auch der Brasilianer Kaka musste sich einer kleinen Operation unterziehen. Der seit Juli 2008 bei den Herthanern aktive Abwehrspieler klagte schon seit längerem über Schmerzen am Ringfinger. Vor einiger Zeit im Training hatte er einen Schlag an den Extremitäten erlitten und konnte seinen Finger nur noch eingeschränkt bewegen.

In einem kurzen, lokalen Eingriff wurde die Sehne des lädierten Fingers gekürzt, so dass wieder eine vollständige Bewegungsfreiheit hergestellt werden konnte. Bei Fabian Lustenberger, der ebenfalls für die U23 aktiv war, gibt es dagegen Entwarnung. Er hatte sich in der Partie gegen die Lübecker eine Prellung des Oberschenkels zugezogen, kann aber am Mittwoch (24.11) wieder in das Mannschaftstraining einsteigen.