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Bochum - Der VfL Bochum 1848 trauert um seinen Ehrenpräsidenten: Ottokar Wüst ist am Samstag, 18. Juni, nach schwerer Krankheit im Alter von 85 Jahren im Bochumer Augusta-Krankenhaus verstorben. Über 75 Jahre war Wüst Mitglied im VfL und führte den Verein von 1966 bis 1993 als Vorsitzender.

"Mit Ottokar Wüst verlieren wir zweifelsfrei einen der ganz großen VfLer. Er hat den Verein über drei Jahrzehnte geprägt wie kein anderer", betont Ernst-Otto Stüber, Aufsichtsratsvorsitzender des VfL Bochum 1848. Wüst habe den Verein nicht nur als Präsident in die 1. Bundesliga geführt und ihn dort lange Jahre gehalten, er habe darüber hinaus zusammen mit dem ehemaligen Oberbürgermeister Heinz Eikelbeck "unser Stadion auf den Weg gebracht. Das Schmuckkästchen an der Castroper Straße ist sicherlich ein bleibendes Vermächtnis seiner Amtszeit."

Seit 1938 war Ottokar Wüst, dessen Vater ebenfalls Vorsitzender eines Vorgängervereins des VfL war, regelmäßiger Gast im Stadion an der Castroper Straße. Jahrzehntelang verpasste Wüst kaum ein Heimspiel und auch in den vergangenen Jahren besuchte er, wenn es seine Gesundheit zuließ, die Spiele seines VfL. "Legendär waren seine Ansprachen bei den Winterbällen des Vereins. Ottokar Wüst konnte die Menschen emotional berühren und für den VfL begeistern", erinnert sich Ernst-Otto Stüber. "Wir werden sein Andenken in Ehren halten."