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München - Der Auftakt des 22. Spieltags der 2. Bundesliga steht im Zeichen der Verfolger - die punktgleichen Clubs St. Pauli (Platz 4) und Paderborn (Platz 5, beide 42 Zähler) können mit einem Sieg vorübergehend die Tabellenspitze übernehmen.

Während der SCP gegen Dynamo Dresden Wiedergutmachung betreiben will, treten die Hamburger beim MSV Duisburg an. Im dritten Freitagsspiel geht es für den Karlsruher SC gegen Energie Cottbus um den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze (alle Spiele ab 17:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge will der MSV Duisburg um Coach Oliver Reck wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Über den am vergangenen Spieltag zeigte sich Reck noch immer verärgert: "Ich habe meinen Spielern deutliche Worte mit auf den Weg gegeben und ihnen aufgezeigt, was ich von ihnen erwarte. Wer sich nichts zutraut, kann keine Spiele gewinnen." Ein Sieg wäre für die "Zebras" unheimlich wichtig, denn der Abstand zu den Abstiegsplätzen beträgt lediglich vier Punkte. Die Frage, wen er nach den beiden Niederlagen aufs Feld schickt, ließ Reck offen: "Über die Einstellung meiner Spieler bin ich mir im Klaren, über die Aufstellung noch nicht."

Ganz andere Sorgen hingegen herrschen beim FC St. Pauli, denn trotz des nimmt Trainer Andre Schubert die Mannschaft in die Pflicht: "Wir müssen eine Reaktion auf das letzte Spiel zeigen, dies hört sich jetzt vielleicht komisch an, aber wir hatten die Situation in dieser Saison ja schon häufiger. Ein Spiel lief nicht und in der darauffolgenden Begegnung haben wir dann reagiert. Nun gilt es diese Reaktion zu wiederholen. Wenn man erfolgreicher sein will, muss man konstant sein und beweisen, dass die Qualität vorhanden ist."

Verzichten muss Schubert dabei auf Marius Ebbers, der aufgrund von Oberschenkelproblemen nicht zum Einsatz kommen wird. Dafür könnte Rekonvaleszent Petar Sliskovic wieder in die Startelf rücken, Spieler und Trainer wollen kurzfristig entscheiden. Eine weitere Möglichkeit wäre Deniz Naki, der bereits bei Ebbers' letzter Verletzungspause als Backup fungierte.



Schiedsrichteransetzungen

bei Greuther Fürth, Dynamo Dresden ging mit unter - nach den deutlichen Niederlagen beider Mannschaften hieß es unter der Woche Wunden lecken.

Der SCP, nach Punkten mit dem TSV 1860 München beste Rückrunden-Mannschaft, musste sich nach der höchsten Saisonniederlage erst wieder ordnen. Allerdings wurden laut Roger Schmidt "alle unsere Fehler gut aufgearbeitet" und der Trainer unterstrich: "Dresden wird uns alles abverlangen. Wir sind aber selbstbewusst genug und trauen uns zu, dieses Spiel zu gewinnen." Verzichten muss Schmidt auf den gelbgesperrten Linksaußen Daniel Brückner - Winter-Neuzugang Lukas Rupp könnte zum Einsatz kommen. Doch auch Mehmet Kara und Rolf-Christel Guie-Mien dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf einen Einsatz in der Startelf machen.

Filip Trojan, Mittelfeldstratege bei Dynamo, weiß um die Bedeutung des Auswärtsspiels und fordert von sich und den Kollegen ein Zeichen: "Wir haben als Mannschaft grottenschlecht gespielt und verteidigt. Mit solch einer Leistung gewinnen wir gegen kein Team der Liga mehr."



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Nachdem der Karlsruher SC am vergangenen Spieltag Eintracht Braunschweig einen Punkt abtrotzen konnte , ist nun Energie Cottbus zu Gast im Wildparkstadion. Das Ziel der Badener: den Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen verkürzen. Mit welcher Formation Trainer Jörn Andersen das "Projekt Heimsieg" angehen wird, steht noch nicht fest. Mittelfeldspieler Matthias Cuntz ist nach seiner 5. Gelben Karte gesperrt - mögliche Optionen sind Bogdan Müller oder Makhtar Thioune, der bei einem Einsatz sein Debüt für den KSC geben würde. Verletzungssorgen hingegen bereitet Offensivmann Christian Timm, der mit Rücken- und Oberschenkelproblemen zu kämpfen hat. Andersen hofft, dass es bei Timm "bis Freitag reicht".

Vorrangiges Ziel der Gäste aus der Lausitz ist laut Coach Rudi Bommer, den KSC "auf Distanz zu halten." Dabei will er seine Mannschaft attraktiven und offensive Fußball spielen lassen: "Auch im fremden Stadion wollen wir agieren, nicht nur reagieren. Die Jungs haben das gegen eine tief stehende Alemannia recht gut umgesetzt, ohne die Kompaktheit zu verlieren und für Konter anfällig zu sein", resümiert der FCE-Trainer und zieht daraus das notwendige Selbstvertrauen für sein Team.

Kapitän Marc-Andre Kruska muss eine Gelbsperre absitzen - Coach Bommer plant deshalb mit dem zuletzt angeschlagenen Ivica Banovic. Der 31-Jährige soll Kruska im defensiven Mittelfeld ersetzen. "Er steht wieder im Mannschaftstraining und kann diese Position bekleiden", bestätigte Bommer. Plan B wäre, Roger aus der Innenverteidigung nach vorn zu ziehen und dann Julian Börner in die Abwehrkette zu stellen.



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