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Zum Abschluss des 5. Spieltages hält die 2. Bundesliga noch einen echten Höhepunkt bereit: Wenn sich die SpVgg Greuther Fürth und der 1. FC Kaiserslautern am Montagabend (ab 20 Uhr im Live-Ticker) duellieren, dann treffen das aktuell beste Heimteam und die derzeit erfolgreichste Auswärtsmannschaft aufeinander.

Fürth belegt nach vier Spieltagen Rang 1 in der Heimtabelle (zwei Siege, 9:5 Tore), der FCK holte schon vier Punkte auf fremden Plätzen bei einem Torverhältnis von 6:4 - nicht zuletzt ein Grund für den Sprung der "Roten Teufel" an die Tabellenspitze.

Möhlmann sieht Fürth "auf Augenhöhe" mit dem FCK

Dort rangiert nach dem 5:0-Sieg über Wehen Wiesbaden am Sonntag derzeit der SC Freiburg. Doch die noch ungeschlagenen Pfälzer, die zuletzt drei Mal in Folge drei Punkte einfahren konnten, sind gewillt, sich den "Platz an der Sonne" zurückzuerobern. Dafür muss allerdings ein Sieg mit drei Toren Unterschied her.

Dass der 1. FCK mit der gleichen Torausbeute mehr Punkte erzielt hat, schreckt Fürths Trainer Benno Möhlmann nicht: "Meine Mannschaft hat gezeigt, dass sie gerade zuhause guten und erfolgreichen Fußball, gewürzt mit einigen Toren, zeigen kann. Ich sehe uns auf Augenhöhe mit Kaiserslautern."

In guter Erinnerung

In der vergangenen Saison trennten die beiden Mannschaften noch gefühlte Lichtjahre. Während die Franken ein Wörtchen um den Aufstieg mitredeten, konnten die Pfälzer den Gang in die 3. Liga erst am letzten Spieltag abwenden.

Doch Fürth scheint ein gutes Omen für den FCK zu sein, denn wenn Milan Sasic an die "Kleeblätter" denkt, hat er sicherlich gute Gedanken. In Fürth saß er am 17. Februar 2008 zum ersten Mal auf der FCK-Trainerbank und feierte zum Einstand gleich einen 1:0-Sieg.

Damals im Winter gab es nur ein Tor - Axel Bellinghausen war der Torschütze - , diesmal könnten es ein paar mehr werden, denn die besten Offensivreihen der 2. Bundesliga treffen aufeinander. Beide Teams waren jeweils nach vier Spieltagen zwölf Mal erfolgreich.

Lautern ohne Sieben

Sorgen macht Sasic allerdings die derzeitige Personalsituation. Mit Sebastian Reinert, Sascha Kotysch, Anel Dzaka, Laurentiu Reghecampf, Alexander Bugera, Matthias Abel sowie Josh Simpson fallen gleich sieben Spieler aus.

"Alles was wir bisher gemacht haben, müssen wir versuchen jetzt zu steigern. In schwierigen Situationen gibt es nur eine Regel: noch mehr zusammenrücken. Das war bisher sehr positiv, aber das ist jetzt noch mehr gefragt. Noch mehr fighten, noch mehr laufen!", fordert Sasic von seiner Mannschaft.

Takyi wieder einsatzbereit

Möhlmann, der als Trainer in zehn Versuchen (sechs Remis, vier Niederlagen) noch nie gegen Kaiserslautern gewinnen konnte, hat natürlich andere Vorstellungen vom Verlauf der Partie: "Unser Ziel ist, das Spiel und den Gegner zu dominieren."

Im Gegensatz zu Sasic hat der Fürther Coach wesentlich größere Auswahl bei der Bennenung seines Kaders. Charles Takyi hat sich nach seiner Erkältung am vergangenen Freitag im Training zurückgemeldet.

"Bei Stephan Schröcks Kniebeschwerden müssen wir die weitere Entwicklung abwarten", will sich Möhlmann aber nicht in die Karten schauen lassen.