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Friedrichshafen - Trotz deutlichem Chancenplus kam der FC St. Pauli im Testspiel gegen den SC Freiburg nicht über ein torloses Remis hinaus.

Das Spiel war gerade mal 72 Sekunden jung, da bot sich dem Bundesliga-Absteiger Freiburg auch schon die erste Torchance. Nach Ballverlust von John Verhoek schaltete der SCF schnell und so tauchte Nils Petersen nach einem langen Ball hinter die Abwehr vor Philipp Heerwagen auf. Von der Strafraumgrenze verzog der Angreifer, bedrängt von Yannick Deichmann, dann aber doch deutlich (2.). St. Pauli ließ in der Folgezeit defensiv wenig zu. Im Spiel nach vorne unterliefen den Kiezkickern jedoch zu viele Fehlpässe, so dass Torchancen erst einmal ausblieben.

Heerwagen hellwach

Nach einer guten Viertelstunde dann wieder die Freiburger: Tim Kleindienst kam aus spitzem Winkel zum Abschluss, scheiterte aber an Heerwagen, der sich hellwach präsentierte (16.). Nachdem Sören Gonther wenig später einen gefährlichen Angriff der Breisgauer gerade noch klären konnte (20.), kam die Lienen-Elf zu ihrer ersten Torchance. Nach Pass von Marcel Halstenberg scheiterte John Verhoek aber an SCF-Keeper Patrick Klandt (22.).

Während die Streich-Elf in den ersten 20 Minuten mehr vom Spiel hatte, übernahmen die Kiezkicker fortan die Spielkontrolle. So erspielte sich die Lienen-Elf zwölf Minuten später auch schon die nächste Chance: Nach einer schönen Kombination war es dieses Mal Halstenberg, der den Abschluss suchte, aber auch er sollte Klandt nicht überwinden können (34.). Kurz vor der Pause wieder die Braun-Weißen: Nach Doppelpass mit Marc Rzatkowski tauchte Halstenberg alleine vor Klandt auf, doch zum wiederholten Male bewahrte dieser den SCF vor einem Rückstand (44.). Somit ging es torlos in die Kabinen.

Keine Tore im zweiten Durchgang

Einen Blitzstart legten in Halbzeit nicht die Breisgauer, sondern die Kiezkicker hin. Nach einem schnellen Konter kam Choi von der Strafraumgrenze zum Schuss, sein Schlenzer nach gerade einmal 30 Sekunden strich aber gut einen Meter am langen Pfosten vorbei (46.). Choi war es auch, der nur acht Minuten später wieder im Mittelpunkt stand: Wieder suchte der Südkoreaner den Abschluss, doch wieder parierte Klandt. Den Nachschuss konnte Sobota im Fallen nicht mehr im Tor unterbringen (54.).

Von Freiburgs Offensive war seit der 20. Minute nicht mehr viel zu sehen und so erspielte sich der FC St. Pauli weiter Chancen. Nach schöner Flanke von Maier traf Verhoek den Ball am Elfmeterpunkt nicht richtig und so nahm Klandt das Leder problemlos auf (56.). Wirklich gefährlich wurde es für die Lienen-Elf erst, als Halstenberg eine Kopfballrückgabe zu Brodersen missglückte und das Leder einen halben Meter am Pfosten vorbei segelte (62.). Auf der Gegenseite leitete Halstenberg dann aber auch schon die nächste braun-weiße Chance ein. Seine Flanke wurde zu kurz abgewehrt und so kam Nehrig aus 18 Metern zum Abschluss. Aber auch er fand in Klandt seinen Meister (63.).

In der Schlussphase standen die Braun-Weißen so stabil in der Defensive, dass sich Brodersen gar nicht mehr auszeichnen musste. In der Offensive fehlte zum Schluss ein wenig die Entschlossenheit. Die beste Chance zum Sieg vergab Empen, der das Leder aus 14 Metern knapp über den Querbalken jagte (82.). Kurz vor Schluss verzog Budmir, ebenfalls aus 14 Metern, dann noch deutlich. So blieb es am Ende beim 0:0.