ANZEIGE

Viersen - Zum Wochenendauftakt servierte die Fortuna Düsseldorf etwa 300 Zuschauern, die mit ins Stadion "Hoher Busch" nach Viersen gefahren waren, einen mundgerechten Auftakt ins Wochenende. Mit 4:0 (2:0) wurde der niederländische Erstligist VVV Venlo wieder heimwärts über die nahegelegene Grenze geschickt.

In Abwesenheit von Chefcoach Norbert Meier bot sein Co-Trainer Uwe Klein eine Elf auf, die sich durchgängig aus Akteuren des Profi-Kaders rekrutierte. Der Gast aus der Grenzstadt trat mit einer verheerenden Bilanz im Kreuz an der Josef-Kaiser-Allee an: Nach acht Spielen ziert VVV noch ohne Sieg den vorletzten Platz der Eredivisie.

Früher Treffer

Das setzte sich auch gegen die "Rot-Weißen" nahtlos fort: Schon nach zwei Minuten nutzte Adam Bodzek, der bereits zwei Tage zuvor im Test beim 1. FC Monheim zum Torerfolg gekommen war, eine Ablage von Ken Ilsö und schlenzte die Kugel mit viel Effet und Druck aus gut und gerne 25 Metern in den Knick.

Der von Glen De Boeck gecoachte Gast setzte der angestammten Ordnung der Fortuna ein stark in die Breite gezogenes 4-3-3 entgegen und antwortete beinahe postwendend - Uche Nwofor verzog jedoch frei vor Krauss Millimeter am langen Pfosten vorbei (3.). Die Partie wog bald mit Feldvorteilen für die Fortuna im Mittelfeld hin und her, ließ aber keineswegs Intensität vermissen, wie eine ganze Batterie an Verwarnungen - darunter zwei für Bodzek und Ranisav Jovanovic, die sich entschlossen zur Wehr setzten - belegte. Jovanovic baute die Führung nach gut einer halben Stunde per Linksschuss ins lange Eck aus.

Düsseldorf weiter im Vormarsch

Der zweite Durchgang (mit Karim Aouadhi für Oliver Fink und Tobias Levels für Christian Weber) sah nun eine dominante Fortuna, die auch durch weitere Wechsel nicht aus dem Tritt kam. Andreas Lambertz verpasste zunächst per Fernabschluss nach sehenswertem Solo (50.), Jovanovics Kopfballabstauber - ebenfalls nach einem Versuch von "Lumpi" - blieb wegen einer Abseitsstellung die Anerkennung versagt (57.), und Bodzeks cleverer Heber aus 45 Metern wurde von Udegbe noch eben so über die Latte gewischt (61.).

Das 3:0 fiel dann in der 77. Minute: Ilsö grätschte einen Abwurf des mittlerweile indisponierten Schlussmanns ab, ging ein paar Schritte und ließ einen ansatzlosen Wumms los, den Udegbe per Fußbabwehr zwar parieren konnte; gegen Aouadhis Nachschuss war er dann jedoch machtlos. Auf Ilsös Freistoßflanke aus dem linken Halbfeld erhöhte der eingewechselte Justin Maheu schließlich noch auf 4:0 - dass ihm dies angesichts eher geringer Körpergröße mit der Stirn gelang, war bemerkenswert.

Düsseldorf: Krauss - Weber (46. Levels), Schwertfeger (79. Hazaimeh), Juanan, Dum (84. Incilli) - Bodzek, Fink (46. Aouadhi) - Bröker (60. Maheu), Ilsö, Lambertz (60. van den Bergh) - Jovanovic (60. Königs)

VVV Venlo: Udegbe - Timisela, de Regt, Emenike, Fleuren - Meeuwis, Linssen (60. Kruijsen), Maguire - Dadda (60. Cullen), Nwofor (60. Uchebo), Wildschut

Tore: 1:0 Bodzek (2.), 2:0 Jovanovic (28.), 3:0 Aouadhi (77.), 4:0 Maheu (82.)