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Berlin - So geht´s! Das ist nicht nur der neue Titel von Herthas Kult-Sänger Frank Zander, den er vor der Partie gegen den VfL Bochum vorstellte, sondern auch das Motto der Herthaner. Durch das 2:0 gegen die Ruhrstädter eroberten sich die "Blau-Weißen" die Tabellenführung zurück.

Vor allem in der ersten Hälfte zeigten die Herthaner tollen Fußball. "Da haben wir vieles richtig gemacht", so Coach Markus Babbel nach der Partie.

Lob für überglücklichen "Doppelpacker"

Startelf-Debütant Pierre-Michel Lasogga machte so gut wie alles richtig. Immer in Bewegung und stets gefährlich köpfte er in der 32. Minute die 1:0-Führung. Das erste Profitor für den 18-Jährigen. "Er hat sich für seine starke Leistung belohnt", lobte Babbel anschließend: "Es tat mir leid, dass ich ihn nicht früher von Anfang an bringen konnte, aber er hat nie aufgegeben, immer gebissen."

Im zweiten Durchgang ließ Hertha die Zügel etwas schleifen und konnte sich in dieser Phase an Torwart-Oldie Marco Sejna bedanken, der einige starke Paraden zeigte. "Marco hat super gehalten", befand auch Kapitän Christian Lell. Nachdem Lassogga ein zweites Mal goldrichtig stand und nach einem Distanzschuss von Nikita Rukavytsya den Abpraller zum Endstand verwandelt hatte, war der Doppeltorschütze natürlich überglücklich: "Ich hatte mir vorgenommen zu treffen. Dass es gleich zwei Mal geklappt hat ist natürlich umso schöner."

Funkel nicht verbittert

Bitter verlief die Rückkehr von Friedhelm Funkel in die Haupstadt. Der Bochumer Trainer, der im Vorjahr den Abstieg mit den Berlinern nicht hatte vermeiden können, wurde von den Fans mit Pfiffen und Schmähgesängen bedacht. Diese nahm er aber gelassen hin. Seine Rückkehr nach Berlin sei "ein schönes Gefühl" gewesen, erklärte Funkel: "Die Leute, die gepfiffen haben, kenne ich nicht. Deswegen ist es mir egal. Ich habe mich von Hertha nicht im Streit getrennt. Ich wünsche dem Club den Aufstieg."

Die sofortige Rückkehr in die Bundesliga ist auch das erklärte Ziel seines aktuellen Vereins, doch der Rückstand der Bochumer auf einen direkten Aufstiegsplatz ist nunmehr auf elf Punkte angewachsen. Die fehlende Konstanz im Spiel der Westfalen zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Saison. "Die erste Halbzeit haben wir völlig verpennt. Wenn wir uns aber in den letzten fünf Spielen bis zur Winterpause so präsentieren wie in der zweiten Hälfte, dann können wir alle Spiele gewinnen", meinte Torhüter Andreas Luthe.

Weil die Hertha allerdings nichts mehr anbrennen ließ, jubelten am Ende Spieler und Fans der "Alten Dame" in ihrer Ostkurve über den sechsten Sieg im siebten Heimspielpiel. Oder wie Frank Zander sagen würde: "So geht´s!"