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München - Der Tabellen-Fünfte empfängt den Tabellen-Vierten: keine Frage, die Begegnung zwischen dem starken Aufsteiger Eintracht Braunschweig und Fortuna Düsseldorf ist das Spitzenspiel des 10. Spieltags in der 2. Bundesliga (ab 20 Uhr im Live-Ticker).

Beide Teams scheinen momentan jedenfalls nicht zu schlagen zu sein. Während die Niedersachsen in den vergangenen sechs Zweitliga-Partien den Rasen nicht als Verlierer verließen, sind die Fortunen saisonübergreifend sogar schon seit 16 Partien ungeschlagen. Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Clubs am 10. Mai 2009 am 35. Spieltag der 3. Liga endete nach 90 Minuten übrigens 5:5.

Vrancic fällt aus, Kumbela ist fraglich

"Eine unvergessene Partie", erinnert sich Torsten Lieberknecht, der bereits damals schon als Coach der Braunschweiger "Löwen" an der Seitenlinie stand. Der Übungsleiter warnt vor der starken Fortuna, die seiner Meinung nach zu den heißen Aufstiegsanwärtern in dieser Spielzeit zählt. "Die Düsseldorfer sind seit über einem halben Jahr in der 2. Bundesliga ungeschlagen. Da muss eine gewisse Qualität vorhanden sein, sonst legt man nicht so eine Serie hin", sagte der 38-Jährige. Nichtsdestotrotz werden die "Blau-Gelben" nicht in Ehrfurcht erstarren, wie der Fußball-Lehrer betont. "Wir haben vor jedem Gegner Respekt, aber wir wissen auch, dass wir - gerade hier in Braunschweig - schwer zu schlagen sind." Immerhin konnte der Neuling in dieser Spielzeit drei seiner insgesamt fünf Heimspiele für sich entscheiden. Nur gegen Eintracht Frankfurt gab es eine Niederlage.

Personell ist Lieberknecht zu Veränderungen gezwungen. Neben Marjan Petkovic, Deniz Dogan und Steffen Bohl (alle Trainingsrückstand) wird definitiv auch Mittelfeldregisseur Damir Vrancic ausfallen. Der Einsatz von Angreifer Dominick Kumbela ist noch fraglich, er liegt derzeit mit einer Mandelentzündung flach.

Juanan vor Startelf-Debüt

4:2 gegen Karlsruhe, 4:2 bei Erzgebirge Aue und zuletzt 4:2 gegen Energie Cottbus. 4:2 - dieses Ergebnis wurde zum Standardresultat der Düsseldorfer in den vergangenen drei Partien. Doch Fortuna-Trainer Norbert Meier will nicht zurückblicken. "Jedes Spiel ist ein Test und ein neuerlicher Beweis dafür, ob Du mit kritischen Situationen umgehen kannst", mahnt Meier und ergänzt: "Wichtig ist, dass Du immer wieder die Schärfe entwickelst, ein Spiel zu gewinnen", sagte der Fußball-Lehrer, der Verständnis dafür äußert, dass seine Mannschaft nach dem 2:3-Anschlusstreffer der Cottbuser in der Vorwoche noch ins Schwimmen kam: "Das ist doch eine normale und menschliche Reaktion, dass in so einer Situation das Denken losgeht."

Ohnehin klage man auf hohem Niveau: "Wer sagt denn, dass wir eine Mannschaft sein müssen, die in der Lage ist, jeden Gegner 90 Minuten lang zu dominieren? So weit sind wir noch lange nicht."

Personell wiegt der Ausfall des gelbgesperrten Adam Bodzek schwer, für ihn könnte der Spanier Juanan sein Startelf-Debüt feiern. Der zuletzt rotgesperrte Schlussmann Michael Ratajczak ist wieder spielberichtigt. Zudem konnte mit Jules Schwadorf, Thomas Bröker und Oliver Fink ein Trio wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Ob sie aber schon wieder ein Thema für die Startformation sind, da wollte sich Meier noch nicht festlegen.