ANZEIGE

Frankfurt - Seit 2009 ist Uwe Stöver beim FSV Frankfurt als Geschäftsführer Sport tätig. Auch dank seiner geschickten Transfers und vielen Ideen ist aus dem Verein ein fester Bestandteil der 2. Bundesliga geworden. Im Interview mit bundesliga.de spricht er über die Entwicklung des FSV und die Bedeutung des Trainers.

bundesliga.de: Herr Stöver, was erwarten Sie von der neuen Saison? Welche Ziele wollen Sie mit dem FSV Frankfurt erreichen?

Uwe Stöver: Vordergründig geht es für uns darum, in der Liga zu bleiben. Der Klassenerhalt ist unser Minimalziel. Wir wollen aber natürlich im siebten Jahr der ununterbrochenen Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga auch weiter nach vorne denken und orientieren uns in Richtung gesichertes Mittelfeld.

bundesliga.de: Sie mussten aber wieder den Abgang von wichtigen Spielern verkraften.

Stöver: Ja, es ist leider der Fall, dass wir jedes Jahr unsere besten Spieler abgeben müssen. Der Unterschied besteht aber darin, dass wir erstmals nennenswerte Ablösesummen erzielen konnten.

bundesliga.de: Wie kam es zu dieser Entwicklung?

Stöver: Die Spieler, die zu uns kommen, gehen inzwischen auch langjährige Vertragslaufzeiten mit uns ein. Das war früher nicht so. Die Wertschätzung und die Wahrnehmung des FSV Frankfurt haben sich enorm verbessert. Sowohl in der Öffentlichkeit, als auch bei den Spielerberatern. So konnten wir zum Beispiel mit Manuel Konrad einen Vertrag über vier Jahre abschließen. Das wäre noch vor kurzer Zeit nicht möglich gewesen.

bundesliga.de: Mit welchen Vorteilen können Sie die Spieler vom FSV Frankfurt überzeugen. Was macht den Verein aus?

Stöver: Wir haben eine hohe Geschlossenheit und ein starkes Miteinander, das es woanders selten gibt. Bei uns ist eine gute Truppe zusammen gekommen, die füreinander da ist. Wir leben die familiären Werte und haben bei kurzen Entscheidungswegen für jeden ein offenes Ohr. Wir haben in den letzten Jahren viel Vertrauen gewonnen, weil wir zu unserem Wort stehen.

bundesliga.de: Benno Möhlmann hat sich zu einer Konstante im Verein entwickelt. Welche Bedeutung hat er für den FSV?

Stöver: Er ist für uns ein absoluter Gewinn. Nicht nur auf der sportlichen Ebene, sondern auch von seinem Auftreten her. Er steht für Glaubwürdigkeit und Professionalität und ist damit vorbildhaft für unseren Verein. Das passt für uns sehr gut.

bundesliga.de: Welche Aufgaben stehen für Sie bis zum Anpfiff der Saison noch an (zum Sommerfahrplan)?

Stöver: Wir planen noch die Verpflichtung von Spielern für das rechte und linke Mittelfeld. Für uns ist es sehr ärgerlich, dass sich in der Vorbereitung so viele wichtige Spieler verletzt haben. Das ist für uns nur schwer zu verkraften, aber wir werden auch dieses Problem zusammen meistern.

Das Gespräch führte Alexander Dionisius

Die Vorschau-Interviews der anderen Zweitligisten:

1. FC Nürnberg | Eintracht Braunschweig | Greuther Fürth | 1. FC Kaiserslautern | Karlsruher SC | Fortuna Düsseldorf | TSV 1860 München | FC St. Pauli | 1. FC Union Berlin | VfR Aalen | FC Ingolstadt | SV Sandhausen | Erzgebirge Aue | FSV Frankfurt | VfL Bochum | RB Leipzig | 1. FC Heidenheim | SV Darmstadt 98