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Hamburg - "Wunderschöne Atmosphäre, Riesen-Stimmung, ein 0:0 der besseren Art", schwärmte Norbert Meier nach dem 0:0 seiner Bielefelder vor der Rekordkulisse von 29.546 Zuschauern im nach neun Umbau-Jahren fertiggestellten Millerntor-Stadion. "Auswärts in Hamburg ein Punkt ist nicht ganz schlecht", so der Trainer von Arminia Bielefeld, "auch wenn am Ende mehr drin war. Aber da hat Robin Himmelmann für St. Pauli den Punkt festgehalten."

Der Gelobte stellte sich nach der Partie gut gelaunt den Medienvertretern und stimmte mit Meier überein. Auch für den Keeper des FC St. Pauli war es "ein 0:0 der besseren Sorte" das Mut macht für die kommenden Aufgaben. "Auf dieser Leistung können wir aufbauen."

Frage: Herr Himmelmann, nach vier Heimsiegen in Folge in der vergangenen Saison zum Auftakt ein Unentschieden gegen Bielefeld. Wie haben Sie die Partie gesehen?

Robin Himmelmann: Das war ein 0:0 der besseren Sorte. Von hinten sah es richtig gut aus. Aber natürlich hätten wir die Partie gern gewonnen.

Frage: In der Schlussphase haben Sie den Punkt festgehalten. Bielefeld-Coach Norbert Meier lobt, Sie hätten einen Dreier für sein Team verhindert. Wie beurteilen Sie Ihre Leistung?

Himmelmann: Das war nicht ganz einfach, da ich zuvor ja fast nichts zu tun hatte. Wir haben fast 90 Minuten nichts zugelassen. Aber das ist natürlich ein Verdienst der ganzen Mannschaft. Auf dieser Defensivleistung können wir aufbauen.

"Man freut sich riesig auf die Heimspiele"

Frage: Nach neun Jahren ist der Umbau des Stadions vollendet. Heute haben 29.546 Zuschauer für eine Rekordkulisse gesorgt. Wie haben Sie auf dem Platz die Stimmung empfunden?

Himmelmann: Es war noch einen Tick lauter als sonst schon. Jetzt schlägt einem auch aus der Nordkurve die Stimmung entgegen. Man freut sich richtig auf die Heimspiele.

Frage: Trotz Platz 15 in der Vorsaison vertraut der Verein offensichtlich seinem Personal. Alle Spieler aus der Startelf waren auch schon in der Vorsaison dabei.

Himmelmann: Das ist richtig. Das kann gerade in der Anfangsphase der Saison ein Vorteil sein. Es ist zumindest kein Mega-Nachteil, dass die Vorbereitung so kurz war. Die Mechanismen greifen. Wir sind auf einem guten Weg.

Frage: Der einzige Neuzugang, der Japaner Ryo Miyaichi, fällt mit einem Kreuzbandriss womöglich für die gesamte Vorrunde aus...

Himmelmann: Das ist natürlich bitter für den Jungen und natürlich auch für die Mannschaft.

"Wir können auch in Karlsruhe was mitnehmen"

Frage: Letzte Saison bis zum Ende im Abstiegskampf... Welche Ziele hat sich die Mannschaft für diese Saison gesetzt?

Himmelmann: Wir haben uns kein Ziel gesetzt und denken von Spiel zu Spiel. Aber natürlich möchten wir nicht wieder zittern bis zum Schluss.

Frage: Am kommenden Sonntag geht es zum Karlsruher SC. Rechnen Sie sich da was aus?

Himmelmann: Die haben eine tolle Saison gespielt und sind erst in letzter Sekunde am Aufstieg gescheitert. Der KSC hat sein erstes Spiel verloren (0:1 bei Greuther Fürth; die Red.). Das wollen die natürlich wieder gutmachen. Das wird ein schweres Spiel, aber mit der Leistung von heute können wir auch da etwas mitnehmen. 

Aus Hamburg berichtet Jürgen Blöhs