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Köln - Als Spieler hat er den Aufstieg in die Bundesliga schon einmal geschafft. Jetzt versucht sich Ralph Hasenhüttl als Coach erneut am Unternehmen Bundesliga-Aufstieg - und hat mit dem FC Ingolstadt 04 beste Chancen.

Beim Blick auf die Tabelle könnte Hasenhüttl beruhigt sein. Vier Punkte beträgt der Vorsprung seiner Schanzer auf den Relegationsplatz derzeit, fünf gar auf den ersten Nicht-Aufstiegs-Platz. Allerdings lag dieser Abstand auch schon einmal bei neun Zählern, in den jüngsten sechs Spielen gab es dann aber nur einen Sieg und sechs Punkte. Den Aufstiegsambitionen der Oberbayern tut das aber keinen Abbruch.

"Die Mannschaft hat Blut geleckt"

"Wir kommen nicht jeden Tag zum Training zusammen, um uns am Ende auf Platz vier wiederzufinden", sagt Hasenhüttl im Interview mit bundesliga.de. "Diese Mannschaft ist ein eingeschworener Haufen, hat Blut geleckt und ist ganz sicher noch nicht satt." Ein Aufstieg der Schanzer würde dennoch einer Sensation gleichkommen. Denn nicht einmal anderthalb Jahre ist es her, da stand der FCI auf dem letzten Tabellenplatz, hatte in den ersten zehn Saisonspielen 2013/14 gerade einmal sieben Punkt geholt. Dann kam Hasenhüttl als Trainer und mit ihm ein einmaliger Aufschwung.

37 Punkte holte der Club in den kommenden 24 Spielen, wurde noch locker Zehnter. Um dann in der aktuellen Saison richtig durchzustarten. Bis heute stand Hasenhüttl bei insgesamt 50 Spielen am Spielfeldrand der Ingolstädter, holte mit ihnen 88 Punkte, im Schnitt also 1,76 Zähler, und führte sie auf Platz eins. Auch spielerisch hat er die Mannschaft enorm weiterentwickelt, lässt heute ein aggressives Offensiv-Pressing spielen.

VfR Aalen in die 2. Bundesliga geführt

Dass er Aufstieg kann, hat der achtfache österreichische Nationalspieler in der Vergangenheit schon bewiesen. Schließlich führte er in der Saison 2011/12 den VfR Aalen - im Vorjahr nur 16. der Tabelle - als Vizemeister der 3. Liga in die 2. Bundesliga. Und auch als Spieler schaffte der Stürmer, der in Österreich vier Mal Meister und drei Mal Pokalsieger war, einst mit dem 1. FC Köln den Aufstieg in die Bundesliga, wechselte anschließend aber zur SpVgg. Greuther Fürth.

Jetzt will er den großen Wurf auch mit dem FCI schaffen. Und alles spricht für die Sensation.

Tobias Schild

Infografik zum FC Ingolstadt

Interview mit Ralph Hasenhüttl