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München - Mit einem Sieg gegen Schlusslicht Hansa Rostock will Dynamo Dresden eine gelungene Hinrunde krönen. Die Rostocker brauchen allerdings selbst jeden Punkt um die Abstiegsplätze verlassen zu können. Mit Energie Cottbus und dem MSV Duisburg duellieren sich zwei Teams aus dem Mitteldfeld der 2. Bundesliga. Zudem Empfängt Eintracht Braunschweig die Alemannia aus Aachen (alle Sonntagspartien ab 13:15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

FC Hansa Rostock - Dynamo Dresden

Für Dynamo Dresden ist es das zweite Ost-Derby innerhalb einer Woche. Am vergangenen Spieltag hat Dresden gegen Cottbus 2:1 gewonnen und damit die Negativserie von nur einem Punkt aus den vorherigen vier Spielen beendet. Mit aktuell 21 Punkten und einem damit verbundenen Vorsprung von acht Punkten auf die Abstiegsränge, hat Dynamo alle Chancen, um beruhigt in die Winterpause zu gehen. Völlig anders sieht die Ausgangsposition bei Hansa Rostock aus. Die Rostocker belegen im Moment den letzten Tabellenplatz und veruchen mit Neu-Trainer Wolfgang Wolf die Abstiegsplätze zu verlassen. Dessen Debüt endete am vergangenen Spieltag allerdings mit einer 0:2-Niederlage gegen den SC Paderborn.

Dementsprechend äußert Wolf auch Respekt für den Gegner: "Die haben ein paar Punkte mehr als wir und kommen nach dem Sieg über Cottbus mit breiter Brust nach Rostock". Doch der Hansa-Trainer macht auch deutlich, dass er nicht schön, sondern in erster Linie erfolgreich spielen will. "Und wenn es ein dreckiger Sieg ist! Mir ist völlig egal, wie wir gewinnen. Hauptsache, die drei Punkte bleiben hier", machte Wolf klar. Doch Dynamo-Trainer Ralf Loose sieht seine Mannschaft keinesfalls in der Favoritenrolle. "Wir wissen, dass auf uns ein Gegner wartet, der unbedingt gewinnen will und deshalb beherzt zur Sache gehen wird. Wenn man genau hinschaut, hat Hansa in Spielen genauso oft wie wir gepunktet. Auf Marek Mintal müssen wir besonders aufpassen, weil er sich zuletzt in guter Form präsentiert hat", warnt der Coach davor, die Rostocker zu unterschätzen.

Neben Cristian Fiel wird Loose dabei auch auf Muhamed Subasic verzichten müssen, die angeschlagenen Giannis Papadopoulos und Florian Jungwirth fahren hingegen mit an die Ostsee. Bei Hansa Rostock fehlen Mohammed Lartey (Schambein) und Björn Ziegenbein (Zerrung) wegen Verletzungen, Kevin Pannewitz ist nach wie vor nicht im Kader und Timo Perthel muss seine Gelbsperre absitzen.




Eintracht Braunschweig - Alemannia Aachen

Zum letzten Heimspiel im Kalenderjahr 2011 empfängt Eintracht Braunschweig Alemannia Aachen. Für Braunschweig geht mit diesem Spiel ein sehr erfolgreiches Jahr zu Ende. Nach dem Aufstieg spielte die Eintracht eine überragende Hinrunde und hat mit 28 Punkten 16 Zähler Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Allerdings ließen die Braunschweiger zuletzt ein wenig nach und befinden sich nun mit Tabellenrang 8 auf dem schlechtesten Tabellenstand der bisherigen Saison. Bei Alemannia Aachen geht der Trend hingegen nach oben. Der aktuelle Rang 14 ist für die Aachener bisher die beste Saisonplatzierung. Nach nur einem Tor in den ersten neun Partien traf die Alemannia zudem in den letzten neun Spielen 15 Mal.

Auch die bisherige Bilanz in der 2. Bundesliga spricht für die Aachener: Neun Siege konnte man bisher gegen Braunschweig feiern, während die Eintracht nur fünf Mal erfolgreich war. Im Hinspiel behielten allerdings die Braunschweiger mit 2:0 die Oberhand. "Sie schwimmen jetzt seit anderthalb Jahren auf einer Erfolgswelle", merkt Aachens Trainer Friedhelm Funkel an. "Gerade zuhause ist die Eintracht sehr stark, sehr aggressiv, hat immer den Blick nach vorne gerichtet. Unterstützt von ihrem tollen Publikum sind sie sehr gefährlich. Sie stehen zurecht dort, wo sie gerade stehen", lobt Funkel den Gegner.

Verzichten muss Funkel auf Florian Müller, Bilal Cubukcu, David Hohs, Kevin Maek und Anouar Hadouir, die sich alle noch in der Reha befinden. Sein Gegenüber, Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht, muss nur ohne die Langzeitverletzten Marcel Correia Matthias Henn, Steffen Bohl und Markus Unger auskommen.




Energie Cottbus - MSV Duisburg

Im Spiel zwischen Energie Cottbus und dem MSV Duisburg geht es für beide Mannschaften darum sich weiter von den Abstiegsrängen zu entfernen, um so nach der Winterpause den Blick eventuell noch Mal nach oben richten zu können. Im Moment ist Cottbus mit 22 Punkten auf Rang 10 etwas besser platziert als der MSV, der auf Rang 12 derzeit 19 Punkte aufweist. Mit einem Sieg gegen Cottbus kann Duisburg die Lausitzer somit in der Tabelle hinter sich lassen.

Ein Auswärtssieg in Cottbus ist natürlich auch das Ziel von Duisburgs Trainer Oliver Reck, von seinem Team überzeugt ist: "Ich habe das Feedback von der Mannschaft, dass sie das, was wir in den vergangenen Wochen getan haben, annimmt." Und als Nachsatz: "Die Jungs haben verstanden, dass sie in jedem Spiel mehr gewinnen können als nur drei Punkte", nimmt Reck seine Spieler in die Pflicht. Auch der Cottbuser Interimstrainer Markus Feldhoff ist sich der Aufgabe bewusst. "Wir sind in der Bringeschuld", weiß Feldhoff nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge.

Allerdings ist die Liste der Cottbuser-Ausfälle lang und reicht von den Langzeitverletzten Markus Brzenska und Dennis Sörensen, über die verletzten Abwehrspieler Christopher Schorch und Uwe Hünemeier, bis hin zu den gelbgesperrten Daniel Adlung und Christian Müller, sowie den noch immer fehlenden Thorsten Kirschbaum. Beim MSV meldeten sich hingegen mit Branimir Bajic und Andre Hoffmann zwei Spieler nach überstandenen Verletzungen wieder einsatzbereit. Markus Bollmann, Stephan Hennen (beide Adduktorenprobleme) und Billy Pliatsikas (muskuläre Probleme im Oberschenkel) fallen allerdings aus.