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München - Der Karlsruher SC benötigt am 28. Spieltag in der 2. Bundesliga im Heimspiel gegen Union Berlin dringend einen Sieg, um den Abstand auf die Nicht-Abstiegplätze zu verringern. Ein Unentschieden wäre beim Einstand von Trainer Markus Kauczinski im Kampf gegen den Abstieg wohl zu wenig.

Im Duell zwischen dem FC Ingolstadt und dem MSV Duisburg können beide Parteien mit einem Erfolg einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Gleiches gilt für den FSV Frankfurt, der beim FC Energie Cottbus antreten muss (alle Spiele ab 13:15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Zu Beginn der Woche übernahm Markus Kauczinski das Traineramt beim Karlsruher SC. Nachdem die Badener aus den vergangenen fünf Partien nur einen Punkt geholt hatten wurde Jörn Andersen von seinem Posten entbunden. Nun soll gegen Union Berlin unter dem neuen Coach wieder ein "Dreier" her.

Kauczinski selbst rechnet mit einem "motivierten Gegner" aus der Hauptstadt, der mit 39 Zählern auf dem 7. Tabellenplatz steht und damit zu den Überraschungsmannschaften dieser Saison gehört. "Es gilt aber vor allem die Konzentration auf die eigene Mannschaft", so der Fußballlehrer.

Union gewann nur eins der vergangenen sechs Ligaspiele. Am Montag gab es ein deftiges 0:4 zuhause gegen Eintracht Frankfurt. In Karlsruhe konnten die "Eisernen" noch nie gewinnen, zuletzt gab es im Wildparkstadion vier Niederlagen in Serie. "Der KSC ist eine unangenehme Aufgabe, weil sie nach dem letzten Spiel den Trainer gewechselt haben. Es kann sein, dass von der taktischen Formation alles anders ist", vermutete Unions Trainer Uwe Neuhaus in der "B.Z.".

Dabei muss der Coach weiterhin ohne Christopher Quiring (Oberschenkelverletzung) und Steven Skrzybski (Syndesmosebandriss) auskommen. Bei den Badenern fehlen Christian Timm, Dennis Kempe (Oberschenkelprobleme), Bakary Soumare und Andrei Cristea (beide Knie-OP).


Schiedsrichteransetzungen

Im Duell zwischen dem FC Ingolstadt und dem MSV Duisburg kämpfen beide Teams um wichtige Zähler gegen den Abstieg. Der FCI hat als einzige Mannschaft in der Rückrunde noch nicht verloren und hat sich mittlerweile sieben Punkte Abstand auf den Relegationsplatz 16 erarbeitet.

Unter Tomas Oral gab es für die "Schanzer" in 13 Partien nur neun Gegentore, in der Rückrunde kassierte sogar kein Team weniger Gegentore als Ingolstadt (sieben). Die beeindruckenden Statistiken bedeuten dem FCI-Trainer Oral aber nicht viel: "Davon kann man sich nichts kaufen - so schnell wie es geschrieben ist, ist es auch wieder in der Schublade."

Seit drei Spielen ist Duisburg ungeschlagen. Eine längere Serie gelang dem MSV in dieser Saison noch nicht, die letzten beiden Partien gewannen die "Zebras" sogar jeweils mit 2:1. "Wir haben große Fortschritte gemacht und uns freigespielt" berichtet der Duisburger Trainer Oliver Reck zuversichtlich und fügt an: "Wir müssen in den Zweikämpfen immer präsent sein, ähnlich wie in Paderborn wollen wir auch vorne Akzente setzen."

Dem MSV fehlen gegen die Oberbayern Markus Bollmann (Trainingsrückstand) und Stephan Hennen (Oberschenkelprobleme). Außerdem ist Kevin Wolze aufgrund seiner fünften Gelben Karte gesperrt. FCI-Coach Oral muss auf Andreas Buchner (Kreuzbandriss), Malte Metzelder, Moritz Hartmann und Fabian Gerber (alle Reha) verzichten.


Schiedsrichteransetzungen

Der FSV Frankfurt kämpft im Auswärtsspiel beim FC Energie Cottbus ebenfalls um wichtige Punkte gegen den Abstieg. Dabei spricht die momentane Form für die Hessen: Der FSV blieb erstmals in dieser Saison drei Partien in Serie ohne Niederlage und holte dabei sieben von neun möglichen Punkten. Cottbus gewann nur eins der vergangenen zwölf Spiele.

"Der FSV Frankfurt ist nach vorn sehr gut besetzt, hat schnelle Spieler. Wir müssen höllisch aufpassen, dass wir uns vor lauter Bestreben nach vorn zu spielen nicht hinten etwas einfangen", warnte Energie-Coach Rudi Bommer vor dem Gegner. Daniel Ziebig wird wegen seiner zehnten Gelben Karte gegen die Hessen fehlen. Außerdem muss Bommer auf Markus Brzenska, Alexander Ludwig (beide Aufbautraining) und Christopher Schorch (Reha nach Knie-OP) verzichten.

"Es ist wichtig, jetzt weiter zu machen und uns selbst zu beweisen, dass wir in der Lage sind, in einer Situation, die nicht so angespannt ist, in einer Situation, in der wir mit einer eventuellen Niederlage nicht wieder auf die Abstiegsplätze rutschen, doch so umzugehen, dass wir trotzdem oder gerade deshalb in der Lage sind, 90 Minuten unser Bestes zu geben.", sagte FSV-Coach Benno Möhlmann. Den Frankfurtern fehlen gegen die Lausitzer Chadli Amri (Wadenbeinbruch), Mario Fillinger (Knöchelbruch) und Tufan Tosunoglu (Quadrizepssehnenriss).


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