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Braunschweig - Tabellenspitze verpasst, Ansprüche untermauert: Mit dem 1:1 (1:0) bei Eintracht Braunschweig wahrte Fortuna Düsseldorf seinen Nimbus der Unbesiegbarkeit und bleibt neben Eintracht Frankfurt die einzige ungeschlagene Profimannschaft im deutschen Profi-Fußball.

Die Fortuna hat seit 17 Spielen in der 2. Bundesliga nicht mehr verloren.

Meier lobt "nimmermüde Bereitschaft"

Die Elf von Trainer Norbert Meier scheint bestens gerüstet für den sich anbahnenden Vierkampf um die drei möglichen Aufstiegsplätze mit Tabellenführer SpVgg Greuther Fürth, dem FC St. Pauli und Frankfurt. "Aufgrund unserer nimmermüden Bereitschaft, dieses Ergebnis noch zu regulieren, ist der Punktgewinn sicher auch verdient. Ich bin damit zufrieden", sagte Meier.

Auch für sein Pendant auf der Braunschweiger Bank kam der Ausgleichstreffer nicht überraschend: "Düsseldorf hat zu dem Zeitpunkt einfach gezeigt, warum sie mit Sicherheit bis zum Schluss da oben mitspielen werden", sagte Torsten Lieberknecht.

Langeneke vom Punkt souverän

Zum wiederholten Male in dieser Saison hatte Maximilian Beister einen großen Anteil am Punktgewinn der Fortuna. In der hektischen Schlussphase konnte Braunschweigs Matthias Henn den dribbelstarken Offensivspieler im Strafraum nur mit einem Foul stoppen.

Jens Langeneke verwandelte sicher (85.) und egalisierte damit die frühe Führung der heimstarken Eintracht durch Pfitzner (7., Foulelfmeter). Es war bereits der dritte Elfmeter in dieser Spielzeit, den der schnelle Beister herausholte.

Sieg war möglich - Beister im Fokus

Zum Prädikat "Spieler des Tages" fehlte dem 21-Jährigen nur noch ein eigener Treffer. Den hatte Beister eigentlich bereits acht Minuten vor der Halbzeitpause erzielt, doch Schiedsrichter Markus Wingenbach sah Düsseldorfs Sascha Rösler im Abseits, weil dieser beim Schuss Besters den Torwart irritiert hatte. Braunschweigs Trainer Lieberknecht bewertete die Situation im Nachhinein wie folgt: "Wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn der Treffer gezählt hätte."

Schneller Antritt, trockener Abschluss in die rechte Ecke: Die Zuschauer in Braunschweig sahen eine typische Aktion der Leihgabe des Hamburger SV. Mit vier Toren und zwei Assists spielt Beister bislang eine starke Runde. Kein Wunder, dass die Hanseaten den 21-Jährigen im Sommer wohl gerne wieder an die Elbe sehen wollen.