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Kaiserslautern - Als erster Verein stand der 1. FC Kaiserslautern in der vergangenen Saison als Absteiger in die 2. Bundesliga fest. So, wie sich die Pfälzer über weite Phasen der Rückrunde präsentiert hatten, gab es nicht wenige Fans, die sich auf einen längeren Verbleib im Unterhaus eingestellt haben. Der Club hingegen sieht das ganz anders und hat seinen Kader in der Sommerpause mächtig umgebaut.

Zehn Spieler haben die Pfälzer aussortiert. Zuletzt wurde sogar Christian Tiffert abgegeben, der in der vergangenen Spielzeit Kapitän und im Jahr davor mit 17 Vorlagen neben Franck Ribery bester Vorbereiter der Bundesliga war. Im Gegenzug sind zahlreiche neue Spieler gekommen, die in Sachen Qualität in der 2. Bundesliga ihresgleichen suchen.

Einer davon ist Albert Bunjaku, der vom 1. FC Nürnberg zu den "Roten Teufeln" wechselte. Beim "Club" hatte der Angreifer vier Jahre gespielt, drei davon im Oberhaus. Im Interview mit bundesliga.de spricht der Schweizer, der zum neuen Kapitän der Lauterer bestimmt wurde, über seinen Wechsel in die Pfalz und die Möglichkeiten des 1. FC Kaiserslautern in der kommenden Saison.

bundesliga.de: Herr Bunjaku, wie haben Sie sich nach Ihrem Wechsel vom 1. FC Nürnberg zum 1. FC Kaiserslautern in der Pfalz eingelebt?

Albert Bunjaku: Meine Familie und ich haben uns in Kaiserslautern gut eingelebt. Mir war es wichtig, dass wir schnell eine Wohnung gefunden haben und beziehen konnten. Wir fühlen uns wohl. Die Region ist sehr grün, es gibt viele Möglichkeiten, um mit der Familie zu entspannen und an freien Tagen abzuschalten. Das ist mir wichtig.

bundesliga.de: Wie klappt denn das Zusammenspiel mit den neuen Kollegen? Die Testspiel-Ergebnisse lesen sich ja recht ordentlich...

Bunjaku: Wir haben uns in den Testspielen kontinuierlich gesteigert. Ich bin in der Mannschaft gut aufgenommen worden, die Integration der Neuen hat insgesamt reibungslos funktioniert. Natürlich gilt es jetzt, noch die Feinabstimmung weiter zu optimieren.

bundesliga.de: Was hat Sie zum Wechsel in die 2. Bundesliga bewogen?

Bunjaku: Ich bin ich nicht in die 2. Bundesliga, sondern zum 1. FC Kaiserslautern gewechselt. Der FCK ist kein Verein, der in diese Liga gehört. Wir sind ein Bundesligaverein und da wollen wir schnellstmöglich wieder hin. Ich freue mich auf mindestens drei tolle Jahre.

bundesliga.de: Beim FCK ist durch den Abstieg ein Schnitt gemacht worden. Zuletzt wurde sogar noch Christian Tiffert abgegeben. Mit Ihnen sind sieben Neue gekommen, Mo Idrissou beispielsweise ist noch nicht lange bei der Mannschaft. Wie funktioniert die Integration?

Bunjaku: Wir hatten eine intensive Vorbereitung und viele Trainingseinheiten, in denen wir uns kennenlernen konnten. Die Mannschaft und auch die Kollegen ums Team herum haben es uns Neuen sehr leicht gemacht, alle waren sehr offen und auch die drei Tage im Teambuilding-Trainingslager haben mit Sicherheit dazu beigetragen. Ein harmonisches Team ist die Basis für eine gute Saison.

bundesliga.de: Trotz des großen Umbruchs haben die Namen der Neuzugänge einen guten Klang. Man hat nicht das Gefühl, als habe der FCK an Qualität verloren...

Bunjaku: Das stimmt. Wir haben genügend Potenzial in der Mannschaft, um unsere Ziele zu erreichen. Wir wollen zurück in die Bundesliga und dafür arbeiten wir täglich sehr hart.

bundesliga.de: Was ist mit dem FCK möglich? Ist der Aufstieg direkt machbar?

Bunjaku: Der Aufstieg ist unser Ziel! Wir wollen uns von Beginn an in der Spitzengruppe der Liga festsetzen und den direkten Wiederaufstieg in Angriff nehmen.

bundesliga.de: Wird im Club vom Aufstieg gesprochen oder nur geträumt?

Bunjaku: Warum sollen wir nicht offen darüber sprechen? Wir sind selbstbewusst genug und wissen, welche Qualitäten wir in unseren Reihen haben. Wir werden alles dafür tun, dem Verein, den Fans, der Region und auch uns den Aufstieg zu schenken.

bundesliga.de: Das Auftaktprogramm des 1. FC Kaiserslautern - gegen Union Berlin (Mo., ab 20 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio), danach beim VfR Aalen - liest sich nicht allzu schwer. Was ist in diesen Spielen machbar?

Bunjaku: Wir dürfen keine Mannschaft in der 2. Bundesliga unterschätzen, das wäre fatal. Wir müssen in jedem Spiel an unsere Grenzen gehen und dem Gegner von Beginn an klar machen, dass wir das Spiel gewinnen wollen. Wir wollen jede Partie gewinnen und einen guten Saisonstart hinlegen.

bundesliga.de: Was zeichnet die "Roten Teufel" in der neuen Saison aus?

Bunjaku: Wir haben die Vorbereitung jetzt hinter uns. Die Mannschaft passt zusammen, das merkt man und auch nur so können wir erfolgreich sein. Wir verfolgen alle ein Ziel. Es wird in der 2. Bundesliga nicht darum gehen, den schönsten, sondern den erfolgreichsten Fußball zu spielen. Das muss allen klar sein und dann können wir auch alles erreichen.

Die Fragen stellte Gregor Nentwig