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München - Ein Derby, ein Kellerduell und der Auftritt des möglichen neuen Spitzenreiters - das alles hat der Auftakt des 16. Spieltags in der 2. Bundesliga zu bieten (alle Freitagsspiele ab 17:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

SpVgg Greuther Fürth - Rot-Weiß Oberhausen

Mit einem "Dreier" gegen RWO können die Gastgeber die Tabellenspitze erobern - zumindest bis zum Samstag. Beim letzten Heimspiel des Jahres warnt der Fürther Trainer Mike Büskens jedoch vor den angeschlagenen Oberhausenern, die schon berohlich nahe an die Abstiegszone gerückt sind. "Wir müssen Druck ausüben, dabei geduldig sein und den Gegner zu Fehlern zwingen", so Büskens. Bernd Nehrig steht wegen einer Gelb-Sperre nicht zur Verfügung. Fraglich ist zudem der Einsatz von Stephan Fürstner. Der Mittelfeldspieler hat einen Schlag auf die Wade bekommen und konnte am Donnerstag nur ein Lauf-Training absolvieren.

Oberhausens Trainer Hans-Günter Bruns setzt auf eine neue Kompaktheit. "Wir waren in den letzten Spielen zu weit weg von den Gegenspielern, müssen wieder enger ran, um in den Zweikämpfen Druck zu machen", fordert der ehemalige deutsche Nationalspieler.

Bruns wird im Frankenland eine defensiver ausgerichtete Mannschaft aufbieten. "Es geht nicht um Schönheitspreise, sondern darum zu punkten." Benjamin Reichert wird trotz seiner Knieprobleme zur Verfügung stehen. "Benni muss noch zwei Spiele lang auf die Zähne beißen", so Bruns, der in der Defensive um den Einsatz von Mario Klinger bangt. Der Allrounder konnte in den letzten Tagen wegen eines Magen-Darm-Infekts nicht trainieren, ebenso Felix Luz.




Alemannia Aachen - Fortuna Düsseldorf

Am Tivoli steigt das Nachbarschaftsduell zwischen der Alemannia und der Fortuna. Nach schwachem Saisonbeginn hat sich Düsseldorf ans Mittelfeld herangekämpft und ist als Elfter mittlerweile Tabellennachbar von Aachen. Das Team von Peter Hyballa hat weiterhin personelle Sorgen, zumal sich am Dienstag mit Robert Wilschrey ein hoffnungsvoller Youngster im Training schwer verletzte. Die Diagnose: Kreuzbandriss, Innenbandriss und Außenmeniskusriss im Knie. "Die nächste Hiobsbotschaft! Ich muss leider dasselbe Lied singen wie in den letzten Wochen schon häufiger", so Coach Hyballa. Daneben fehlen weiterhin Stuckmann (Mittelfußbuch), Herzig (Knieprobleme), Olajengbesi (Sehnenabriss), Burkhardt (Reha), Kratz (5. Gelbe Karte), Florian Müller (Kreuzbandriss), Daun (Reha) und Uludag (Syndesmosebandriss).

Gäste-Trainer Norbert Meier hat trotz der vielen Ausfälle Respekt vor dem Gegner: "Aachen ist eine Mannschaft, die von sich aus Initiative entwickelt und die Spieldominanz haben möchte. Außerdem stören sie den Gegner meistens schon beim Spielaufbau in der eigenen Hälfte." Aber auch seinen eigenen Schützlingen sprach der Übungsleiter einige anerkennende Worte aus. "Mit dem großen Druck, der vor den Partien gegen Bielefeld und Karlsruhe auf der Mannschaft lastete, sind die Spieler gut klar gekommen. Es darf jetzt aber nicht ansatzweise ein Hauch von Selbstzufriedenheit einkehren", hob Meier vor den letzten beiden Spielen im Fußball-Jahr 2010 gleichzeitig den Zeigefinger.

Ob Sandor Torghelle und Christian Weber in der Hinrunde nochmal zum Einsatz kommen werden, ist mehr als ungewiss. Der ungarische Nationalstürmer Torghelle hat weiterhin mit den Folgen eines Blutergusses im Hüftbereich zu kämpfen und absolviert zurzeit im Schwimmbecken in Form von Aqua-Jogging seine Trainingseinheiten. Abwehrspezialist Weber laboriert an einer Einblutung in der Wade, die am Dienstagvormittag operativ entfernt werden musste.




Karlsruher SC - Arminia Bielefeld

Für beide Clubs läuft die Saison alles andere als erhofft. Sowohl der KSC als auch die Arminia haben bereits ihren Cheftrainer gewechselt und krebsen im Tabellenkeller herum - wobei Bielefeld mit nur sieben Punkten eigentlich schon den Anschluss verloren hat. Entsprechend treffen die beiden schwächsten Abwehrreihen der Liga aufeinander: Die Badener ließen 31 Gegentore zu, die Ostwestfalen 32.

"Die Rollen bei diesem Spiel sind klar verteilt, beide Mannschaften wollen in der Liga bleiben und brauchen somit die Punkte. Nur ist der KSC ein wenig im Vorteil, weil sie eine eingespielte, gestandene Mannschaft haben", so Bielefeld-Coach Ewald Lienen. Hinzu komme der neue Schwung durch den Trainerwechsel. Die personelle Lage zeigt sich bei der Arminia weiterhin kritisch: Appiah, Bölstler, Abelski sowie die bekannten Langzeitverletzten fallen weiterhin aus, immerhin sind Morike Sako und Diddy Guela wieder ins Training eingestiegen.

Damit die drei Punkte im Wildpark bleiben hat Uwe Rapolder nach der Partie in Düsseldorf, in der er eine gute Spielanlage seiner Schützlinge ausgemacht hat, vor allem Verbesserungsbedarf im Angriff angemahnt. "Wir müssen schneller und mit weniger Ballkontakten zum Abschluss kommen. Jeder Spieler muss im Abschluss gieriger sein", so der 52-jährige. Eine oder zwei Änderungen seiner Anfangsformation kündigte Rapolder an, das Aufgebot der Karlsruher soll nahezu identisch bleiben. Michael Mutzel wird nach auskurierter Wadenverletzung in den Kader zurückkehren, wer für den Routinier weichen muss soll erst nach dem Abschlusstraining festgelegt werden. Weiter verletzt fehlen werden Serhat Akin, Matthias Langkamp, Niklas Tarvajärvi und Christian Timm.