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Nach intensivem Training genossen die Profis von Alemannia Aachen am Mittwoch einen freien Nachmittag. Sportdirektor Andreas Bornemann nahm sich Zeit für ein Interview.

Frage: Sie sind hier in Larnaca bei jeder Trainingseinheit dabei und nutzen intensiv die Gelegenheit, das Team kennen zu lernen. Was für eine Mannschaft sehen Sie?

Andreas Bornemann: Um über den Charakter der Mannschaft ein Urteil abzugeben, ist es vielleicht noch ein bisschen zu früh. Aber man kann erkennen, dass alle hier im Trainingslager, also sowohl die 26 Spieler als auch die Leute, die mit der Mannschaft arbeiten, dies äußerst professionell und konzentriert tun. Das ist schon mal ein sehr guter Hinweis: Die Mannschaft ist gewillt, die Zeit hier optimal zu nutzen, um bestens vorbereitet in die Rückrunde gehen zu können.

Frage: Hervé Oussale und Soumaila Tassembedo sind als Gastspieler hier mit dabei und konnten gegen Nikosia überzeugen. Wie weit ist die Entscheidungsfindung über ihre Verpflichtung fortgeschritten?

Bornemann: Es hat sich bestätigt, dass beide gewisse Voraussetzungen mitbringen. Soumaila hat schon etwas Erfahrung sammeln können, Hervé etwas weniger. Beide haben in den letzten Tagen jede Trainingseinheit genutzt, sich vernünftig zu präsentieren. Gleiches gilt für das letzte Spiel, wo die Mannschaft insgesamt gut unterwegs war. Vom Zeitplan her haben wir uns so verständigt, dass beide im noch anstehenden Spiel noch einmal die Möglichkeit bekommen, sich gegen einen stärkeren Gegner präsentieren zu können. Danach werden wir gemeinsam alle Dinge abwägen und eine Entscheidung treffen.

Frage: Gegen Cottbus hat das Team sehr flüssig kombiniert und gegen den Erstligisten ein sehr gutes Spiel abgeliefert. Dennoch haben Sie wie der Trainer moniert, dass es wie schon häufiger in der Hinrunde eine Phase gab, in der die Mannschaft zu passiv war. Wie lässt sich dieses Phänomen abstellen?

Bornemann: Da es sich wiederholt und in der Hinrunde schon oft angesprochen wurde, stellt sich die Frage, ob es ein Kopfproblem ist oder ob es die Mannschaft auf zentralen Positionen nicht schafft, das in den Griff zu bekommen. Eine Phase der Passivität kann in einem Spiel immer vorkommen. Dann muss man sich aber darauf verständigen, insgesamt etwas tiefer zu stehen, den Gegner weiter hinten aufzunehmen und kompakt seinen Job zu machen. Idealerweise sollte die Mannschaft versuchen, das Spiel nach vorne zu verlagern und von der Gefahrenzone rund um den eigenen Strafraum wegzuhalten - wie sie es schon oft geschafft hat. Man muss das immer wieder ansprechen und der Mannschaft Hilfestellung geben, damit sie dieses Phänomen abstellen kann. Wenn uns das gelingt und wir verletzungsmäßig gut durchkommen, dann können wir eine sehr gute Rolle spielen.