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Gemütlicher Fußballnachmittag, zuschauen, was die Konkurrenz am Sonntag anstellt, um es am Montag dann nach Möglichkeit besser zu machen.

Warm ums Herz ist beim 1. FC Kaiserslautern und beim 1. FSV Mainz 05 aber keinem geworden. Die Konkurrenz hat die Hausaufgaben fleißig erledigt. Ursprünglich war es das Duell der beiden Spitzenreiter.

"Mainz ist Favorit"

Nun stehen sich im Fritz-Walter-Stadion am Montag (ab 20 Uhr im Live-Ticker) der Dritte und der Vierte gegenüber. FCK-Trainer Milan Sasic lässt das - zumindest öffentlich - kalt, vom Aufstieg redet der Kroate ohnehin nicht.

Die Rolle des Aufstiegsaspiranten sieht er beim Gegner: "Mainz ist ein Favorit auf den Aufstieg. Nicht nur wegen der Breite des Kaders, sondern weil sie die nötige Zweitligaerfahrung haben." Kampflos hergeben wollen die Lauterer das Spiel aber natürlich nicht: "Wir werden mit Sicherheit alles geben. Ob das reicht, wird man hinterher sehen."

Hoffnung bei Jendrisek

Nicht sehen werden die FCK-Fans den Neuzugang Jiri Bilek. Der Tscheche wurde von Sasic suspendiert: Als Grund für diese Maßnahme nannte Sasic "seine fehlende professionelle Einstellung im Umgang mit seiner Verletzung". Nicht der einzige Ausfall bei den Lauterern. Danny Fuchs ist grippegeschwächt, auch Aimen Demai ist erkältet und Axel Bellinghausen wurde operiert.

Hoffnung besteht bei Erik Jendrisek, der nach seinem Muskelfaserriss schon wieder mit der Mannschaft trainiert. Doch gleichgültig, wer spielen kann, besonders motivieren muss Trainer Sasic sein Personal vor dem Derby nicht. Und die Euphorie wollen die Pfälzer nutzen.

Hinspiel nicht vergessen

"Das Wichtige passiert letztlich auf dem Platz, denn dort muss man die richtigen Entscheidungen treffen. Deshalb werden wir versuchen, wieder als eine so kompakte Einheit wie in der Hinrunde aufzutreten", sagt Martin Amedick. In der Hinrunde legte Kaiserslautern übrigens den Startschuss zu einer starken Serie: Der FCK machte einen 0:3-Rückstand wett.

Das Spiel haben die Mainzer nicht vergessen: "Es gibt einige Spiele, in denen wir noch etwas gutzumachen haben. Und das Spiel in Kaiserslautern gehört dazu. Da haben wir zu Saisonbeginn leichtfertig einen Sieg verschenkt. Es kann für uns jetzt nichts Schöneres geben, als uns auf dem Betzenberg dafür zu revanchieren", sagte Mainz-Trainer Andersen im Gespräch mit bundesliga.de.

Soto fehlt

Die Marschroute ist also klar. Allerdings stehe das Duell der beiden Regionalkonkurrenten jetzt unter anderen Vorzeichen als noch vor einem knappen halben Jahr. "Damals war die Situation eine ganz andere, wir waren der Favorit. Wir hatten zuvor den Aufstieg nur knapp verpasst und Kaiserslautern hat sich knapp gerettet", resümiert Andersen die Lage im August 2008. Inzwischen sind beide Teams Konkurrenten um den Aufstieg.

Verzichten muss Andersen auf Elkin Soto, der sich nach einem Schwächeanfall im Krankenhaus befindet. Der Ersatz scharrt allerdings schon mit den Hufen: Neuzugang Zsolt Löw. Neben Löw könnte er sich auch Mario Vrancic oder Jahmir Hyka auf der linken Seite vorstellen, die nach den Ausfällen von Chadli Amri, Srdjan Baljak und nun auch Elkin Soto ein wenig brach liegt.