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München - Traumeinstand für Ewald Lienen bei Arminia Bielefeld, Premieren-Pleite für Benno Möhlmann beim FC Ingolstadt.

Während Lienen bei seinem Comeback in der 2. Bundesliga an seiner alten Wirkungsstätte einen 2:1-Erfolg gegen den VfL Osnabrück feierte, musste Möhlmann mit den Bayern gegen den SC Paderborn eine bittere 1:2-Niederlage im Abstiegskampf hinnehmen. Derweil verpasste der MSV Duisburg durch ein 2:2 bei Alemannia Aachen den Sprung an die Tabellenspitze.

Zwei VfL-Eigentore helfen Bielefeld

"Sicherlich war eine Portion Glück mit im Spiel - Pfosten, Eigentore, Elfmeter. Wahrscheinlich hätte sogar nebenan ein Vulkan ausbrechen können und die Lava wäre an uns vorbeigeflossen", kommentierte Lienen den Befreiungsschlag gegen Osnabrück. Zwei Eigentore der Niedersachsen führten schließlich zum zweiten Saisonsieg des Ex-Bundesligisten vor heimischen Fans, die lautstark den ersehnten Dreier bejubelten.

Im Mittelpunkt der Ovationen stand Rückkehrer Lienen, der schon vor Spielbeginn mit "Ewald-Lienen"-Sprechchören gefeiert wurde. "So ein Drehbuch kann man eigentlich nicht schreiben. Wichtig war aber, dass man gesehen hat, dass diese Mannschaft lebt", meinte der 56-Jährige, der vor Wochenfrist zum Nachfolger von Christian Ziege bestimmt wurde. Tobias Nickenig (45.) und Niels Hansen (88.) waren die Pechvögel aufseiten des VfL.

Ingolstadt nun Schlusslicht

Möhlmann, der in Ingolstadt die Nachfolge von Michael Wiesinger angetreten hatte, konnte den Abwärtstrend der Bayern dagegen nicht stoppen. SCP-Kapitän Markus Krösche mit einem verwandelten Foulelfmeter (8.) und Sören Brandy (88.) besiegelten die zehnte Saisonniederlage der Gastgeber, die durch Stefan Leitl (90.) noch verkürzen konnten. Ingolstadt ist mit vier Punkten Letzter, Bielefeld liegt mit sieben Zählern auf Rang 17.

"Es war von Anfang an nicht diese Leidenschaft und Mut vorhanden, die man im Abstiegskampf braucht. Da muss einfach mehr kommen. Das war nicht das, was wir in den nächsten Wochen bringen müssen", sagte Möhlmann.

Aue setzt sich an die Spitze

Für Furore sorgt unterdessen weiter Erzgebirge Aue. Der Club aus der kleinsten Profifußballstadt Deutschlands steht zumindest bis Montagabend sensationell an der Tabellenspitze. "Das ist eine schöne Momentaufnahme, mit der niemand rechnen konnte. Unser Ziel ist aber nach wie vor die 40-Punkte-Marke", sagte FCE-Trainer Rico Schmitt nach dem 1:1 beim Karlsruher SC, durch das die Sachsen immerhin schon 27 Zähler auf dem Konto haben.

Die Erzgebirge-Fans, die ihr Team mit dem symbolträchtigen Schlachtruf "Wir kommen aus der Tiefe, wir kommen aus dem Schacht - Wismut Aue, die neue Fußballmacht" anfeuern, träumen ihrerseits schon vom Durchmarsch der zurzeit besten Ostmannschaft in Deutschland.

Duisburg mit Remis und Platzverweis

Duisburg verpasste am Sonntag durch das Remis in Aachen den Sprung auf Platz 1. Goran Sukalo (67./Foulelfmeter) und Srdjan Baljak (71.) hatten den MSV vermeintlich auf die Siegerstraße geschossen, nachdem Marco Höger die Gastgeber in Führung gebracht hatte. Duisburg spielte ab der 68. Minute nach einer Roten Karte für Bruno Soares (68.) in Unterzahl, die Benjamin Auer (86.) zum Ausgleich nutzte.

Am Montag kann Topfavorit Hertha BSC (26 Punkte) zum Abschluss der 12. Runde gegen Bundesliga-Mitabsteiger VfL Bochum (ab 20 Uhr im Live-Ticker) die Tabellenspitze zurückerobern.

Torloses Unentschieden in Cottbus

Auf Relegationsplatz drei liegt Duisburg (25) vor Energie Cottbus (23), das sich 0:0 von 1860 München trennte. Im Verfolgerfeld behauptete sich auch der FSV Frankfurt durch ein 2:1 gegen Union Berlin.

Die SpVgg Greuther Fürth stoppte indes den Vormarsch des FC Augsburg und beendete gleichzeitig die eigene Niederlagenserie. Nach vier Pflichtspielpleiten in Folge kam die Mannschaft von Trainer Mike Büskens zu einem 1:1 (1:1) gegen die Schwaben, die zuvor viermal nacheinander gewonnen hatten.

Fortuna Düsseldorf setzte zudem beim 3:0 im Niederrhein-Derby gegen Rot-Weiß Oberhausen seinen leichten Aufwärtstrend fort.