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Bis auf Mate Ghvinianidze (Grippe) und Mustafa Kucukovic (Probetraining in Grenoble) konnte Trainer Marco Kurz seinen kompletten Kader zum Trainingsauftakt des TSV 1860 München nach der Winterpause begrüßen. Am Vormittag stand jedoch zunächst ein Laktattest in der Werner-von-Linde-Halle auf dem Erledigungszettel.

"Die Leistungsdiagnostik wird regelmäßig zur Überprüfung der körperlichen Fitness der Spieler durchgeführt und dient der optimalen Trainingssteuerung", so Co-Trainer Uwe Wolf. "Alle Spieler sind fit aus dem Winterurlaub zurück und haben den Test erfolgreich absolviert." Zehn weitere Trainingseinheiten sind bis zum Abflug ins Trainingslager nach Teneriffa (9. bis 16. Januar) angesetzt.

Rückkehr von Schroth weiter ungewiss

Neben Rückkehrer Stefan Aigner nahm auch U19-Europameister Lars Bender am Laktattest teil. Der 19-jährige Mittelfeldallrounder hat seinen Syndesmosebandriss auskuriert und wird am Nachmittag, knapp zehn Wochen nach der OP, erstmals wieder mit der Mannschaft trainieren.

Benjamin Schwarz (Knieprobleme) indes wird wie geplant noch etwa eine Woche individuell trainieren, die Rückkehr von Markus Schroth ins Mannschaftstraining ist weiter ungewiss. "Wir haben die Hoffnung, dass Markus sein Comeback schafft", so Kurz. "Er bekommt auch jegliche Unterstützung, damit er bald seine Leidenszeit beenden kann."

Kucukovic trainiert zur Probe

Geschäftsführer Stefan Reuter teilte mit, dass Mustafa Kucukovic von 5. bis 15. Januar ein Probetraining beim französischen Erstligisten Grenoble Foot 38 absolvieren wird. Sollte das Probetraining für den 22-jährigen Stürmer erfolgreich verlaufen, wolle man sich mit dem aktuell Tabellenelften der Ligue 1 über die Transfermodalitäten unterhalten. "Unser Ziel ist dann natürlich, eine Ablöse zu erzielen", so Reuter. In 30 Zweitligapartien für Sechzig erzielte Kucukovic vier Tore. "Wir haben uns mehr von Mucki erwartet, und auch er selbst ist mit seiner Leistung nicht zufrieden", betonte Kurz. "Deshalb haben wir auch unser Okay für das Probetraining gegeben."

Zwei Abgänge, ein Zugang: Während Timo Gebhart am Sonntag beim VfB Stuttgart seine erste Trainingseinheit absolvieren wird und Alexander Eberlein künftig für den Drittligisten SV Sandhausen spielt, konnte Marco Kurz mit Stefan Aigner von Bundesligist Arminia Bielefeld am Samstag einen ersten Neuzugang an der Grünwalder Straße begrüßen.

"Er ist durch und durch ein Blauer. Ein junger, dynamischer Spieler, der sehr hungrig ist und seine Stärken im offensiven Bereich hat", so Kurz über den 21-Jährigen Mittelfeldspieler, der alle Jugendmannschaften der "Löwen" durchlaufen hat, in der Vorrunde aber lediglich fünf Kurzeinsätze bei den Ostwestfalen verzeichnen konnte. "Er hatte zuletzt nicht den Spielrhythmus, deswegen werden wir ihm die nötige Zeit geben, sich einzugewöhnen und sich zu entwickeln."

Grundlagen schaffen

Weitere Zugänge schlossen Reuter und Kurz unisono nicht aus. "Wir werden versuchen, im offensiven Bereich noch etwas zu realisieren", so Kurz. Trotz des Verkaufs von Gebhart nach Stuttgart sei grundsätzlich immer das Ziel "die Mannschaft zusammenzuhalten und Spieler dazuzuholen, die sie verstärken", erklärte Reuter. "Wir beobachten den Markt und müssen sehen, was machbar ist."

In den kommenden knapp dreieinhalb Wochen will Kurz mit seiner Truppe "die Basis legen" für eine erfolgreiche Rückrunde. Bis zum Pokalspiel beim Hamburger SV (Dienstag, 27. Januar, 19 Uhr) soll seine Mannschaft "punktgenau parat stehen, um für eine Überraschung zu sorgen!"

Das Wichtigste sei, das schwere Auftaktprogramm in der Meisterschaft "gut zu gestalten", um somit die Grundlage für eine "konstante Rückrunde" zu legen. "Und wir werden auch besser starten als in der Vorrunde", ist sich Kurz sicher. "Denn daran werden wir auch gemessen."