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Die 2. Bundesliga präsentierte sich in der Hinrunde sehr ausgeglichen - gerade Mal neun Punkte trennen Platz 1 von Platz 9.

Zum Rückrundenstart fragt bundesliga.de Rudi Bommer - bis November noch Coach beim Tabellenzehnten MSV Duisburg - nach seiner Analyse der Stärken und Schwächen der Zweitligisten im Auf- und Abstiegskampf. Im ersten Teil analysiert der Trainer die Aufstiegsaspiranten.

Bommer glaubt nicht an Fürth-Aufstieg

Eng geht es zu an der Tabellenspitze der 2. Bundesliga. Auf den ersten zwei Plätzen stehen punktgleich der FSV Mainz 05 und der 1. FC Kaiserslautern, dicht gefolgt vom SC Freiburg mit nur einem Punkt Rückstand.

Diese drei werden auch beim Aufstieg ein entscheidendes Wort mitreden, meint Rudi Bommer. Für den "ewigen Aufstiegskandidaten" Greuther Fürth wird es aber auch dies Saison nicht reichen - glaubt der Coach.

1. FSV Mainz 05
"Der Mainzer Kader ist sehr stark und ausgereift, weil er über die letzten zwei Jahre wachsen konnte. Gerade die Niederlagen zum Ende der Hinrunde, gegen Fürth in der Nachspielzeit und gegen Oberhausen, waren wichtige Erfahrungen für die Mannschaft. Daraus werden sie gefestigt hervorgehen und die Ruhe bewahren wenn 'die Nerven kommen'".

1. FC Kaiserslautern
"Kaiserslautern ist unheimlich heimstark. Sie sind viel unbekümmerter in die Saison eingestiegen als letztes Jahr, mit einer sehr guten Disziplin im Team und sehr vielen jungen Spielern. Zudem sind einige sehr erfahrene Spieler nach längerer Verletzung ins Team zurückgekehrt, wie Alexander Bugera oder Aimen Demai. Die können die jungen Spieler führen. Ein weiterer Vorteil könnte sein, dass die jungen Spieler alle längerfristig gebunden sind, und nicht, wie andernorts, gegen Saisonende mit dem Kopf schon bei einem anderen Verein sind".

SC Freiburg
"Freiburg hat ebenfalls zu Hause seine Stärke. Auswärts schwächeln sie hin und wieder und bekommen dadurch ihre Probleme. Hier kommt es auch viel auf einzelne Spieler an. Kriegt zum Beispiel Jonathan Jäger seine Verletzungen in den Griff? Es wäre sehr wichtig für das Team, dass der öfter auf dem Platz steht. Freiburg hat eine gesunde Mischung aus gestandenen und jungen Spielern und ich glaube, sie werden bis zum Schluss oben dabei sein, weil das Team erfahren genug ist"

Greuther Fürth
"Ich glaube, Fürth wird es diese Saison wieder nicht schaffen. Die Nerven werden wieder nicht mitspielen. Die spielen jedes Mal eine Riesensaison und am Ende brechen sie ein. Fürth hat eine sehr junge Mannschaft und hinten mit Marino Biliskov und Jan Mauersberger eine sehr stabile und routinierte Abwehr. Das ist natürlich bitter für die Mannschaft und für den Trainer, wenn man jedes Jahr oben mitspielt und es nie schafft. Ich würde es dem Benno Möhlmann diese Jahr wirklich gönnen".

Erweiterter Favoritenkreis

Neben den aktuell ersten Vier der Tabelle hat Rudi Bommer auch noch einige andere Kandidaten auf dem Zettel, die bislang noch nicht ganz oben mitspielen: "Aachen darf man sicherlich nicht vergessen und auch der FC Augsburg könnte noch eine Rolle spielen - die haben meiner Meinung nach einen sehr starken Kader".

Auch für seinen Ex-Club, den MSV Duisburg, sieht Bommer noch eine Chance: "Theoretisch geht der Kreis der möglichen Aufsteiger bis Platz 10, also bis Duisburg. Es ist eine sehr ausgeglichene Liga, in der jeder jeden schlagen kann, da entscheidet oft die Tagesform".

Lesen Sie am Dienstag: Die Bommer-Analyse zur Lage im Abstiegskampf!