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Köln – Kosta Runjaic ist ein Aufsteiger - egal, wie die Saison der 2. Bundesliga endet. Als Spielertrainer des SV Dersim Rüsselsheim begann der in Wien geborene und in Rüsselsheim aufgewachsene Fußballehrer einst seine Trainerkarriere in den Niederungen des Amateurfußballs und arbeitete sich kontinuierlich nach oben.

2004 verpflichtete ihn der 1. FC Kaiserslautern als Trainer für die zweite Mannschaft. Nach Stationen beim SV Wehen Wiesbaden, dem VfR Aalen, Darmstadt 98 und dem MSV Duisburg ist Runjaic im September 2013 in die Pfalz zurückgekehrt. Und könnte diesen Sommer sein endgültiges Meisterstück abliefern.

Zwei Aufstiegsfeiern hat Runjaic schon erlebt

Kosta Runjaic weiß, wie sich Aufstiegsfeiern anfühlen. 2008 führte er die zweite Mannschaft des SV Wehen Wiesbaden in die Regionalliga und 2011 den SV Darmstadt 98 in die 3. Liga. Ein Aufstieg in die Bundesliga wäre aber natürlich noch einmal eine ganz andere Hausnummer. Der 43-Jährige gibt sich im Interview mit bundesliga.de trotz des harten Kampfes an der Spitze der 2. Bundesliga ganz entspannt: "Wir haben auch jetzt nicht den Aufstieg am Saisonende im Kopf, sondern immer nur das nächste Spiel."

Insgeheim wird Runjaic sicherlich doch ein wenig auf die Tabelle schielen. Drei Punkte hinter Spitzenreiter Ingolstadt, punktgleich mit dem Tabellenzweiten aus Karlsruhe und zwei Zähler Vorsprung auf Darmstadt auf Rang 4 - der Schlussspurt bietet im Aufstiegsrennen noch alle Möglichkeiten. Runjaic schließt auch nicht aus, dass noch eine fünfte Mannschaft in die Phalanx des Spitzenquartetts hineinstoßen kann: "Wenn eine Serie mit einigen Dreiern in Folge gestartet wird, ist auch für die Teams hinter dem Spitzenquartett noch einiges drin", so der FCK-Trainer.

Unverhoffte Chance im Umbruchsjahr

Zu Runjaics großen Stärken zählt es, seine Teams stetig zu verbessern. Gerade das ist es, was diese junge Lauterer Mannschaft im Umbruch braucht. Über das Tempo der Entwicklung sind sie am Betzenberg selber überrascht. Trotzdem bleibt es bei der zu Saisonbeginn ausgegebenen Devise: Kaiserslautern soll sich weiterentwickeln. Der Aufstieg ist keineswegs Pflicht.

Man muss die Feste aber feiern, wie sie fallen. Das hat der fußballverrückte Runjaic in seiner ungewöhnlichen Trainerlaufbahn schon öfter erfahren. Und er hat gelernt, eine Chance beim Schopf zu packen. Sonst wäre er nicht so weit gekommen. Diese Möglichkeit bietet sich Kaiserslautern nun in der Endphase der Saison. Runjaic wird alles daran setzen, seine Spieler zu Aufsteigern zu machen. Ganz so, wie er einer ist.

Florian Reinecke

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