ANZEIGE

Vor der Länderspielpause feierten der 1. FC Kaiserslautern und der FC St. Pauli jeweils einen souveränen Erfolg, mindestens für einen der beiden Traditionsclubs folgt im direkten Duell jetzt ein Dämpfer. Erleben Sie die drei Freitagsspiele ab 17:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio!

Der FCK geht als Tabellenzweiter der 2. Bundesliga zwar leicht favorisiert in die Begegnung mit den Hamburgern (Platz 7), die Lauterer haben aber dennoch Respekt vor ihren Gästen.

Vergleichbare Spielweisen

"Gewinnt St. Pauli mit zwei Toren Differenz, sind sie an uns vorbei", weiß Milan Sasic, der Trainer der "Roten Teufel": "Mit dem FC St. Pauli kommt ein Gegner, der schon letztes Jahr bewiesen hat, dass er in die 2. Bundesliga gehört - es hat viele überrascht, zu welchem Zeitpunkt das Team die Klasse gehalten hat letzte Saison." Der FCK musste bekanntlich bis zum vorletzten Spieltag zittern.

"St. Pauli versucht einen ähnlichen Fußball zu spielen, wie wir das auch tun. Es ist eine sehr aggressive Spielweise zu erkennen, die Räume werden eng gemacht und es wird auch ein sehr schnelles Spiel in die Spitze praktiziert", vergleicht Sasic die Spielanlagen beider Mannschaften.

Starke Angriffsreihen

Dass die Lauterer Offensive rund läuft, beweist ein Blick auf die Torjägerliste der Liga. Erik Jendrisek erzielte schon drei Treffer, Florian Dick gelangen zwei der insgesamt acht Lauterer Tore, die den zweitbesten Wert der 2. Bundesliga bedeuten.

Auf die gleiche Anzahl bringen es aber auch die Hamburger, weshalb Sasic vor dem gegnerischen Angriff warnt: "Die Hamburger sind eines der effektivsten Teams in der Liga, da ist jeder fünfte Schuss ein Tor. Sie haben bisher in jedem Spiel mindestens zwei Tore erzielt."

St. Pauli gegen die Statistik

Bei so vielen Komplimenten lässt sich auch Holger Stanislawski nicht lange bitten. Der St.-Pauli-Coach hält den FCK für "eine der zurzeit stärksten Mannschaften der 2. Bundesliga" und hat seinerseits Personalsorgen.

Regisseur Filip Trojan fällt genauso aus wie Marius Ebbers, Jan-Philipp Kalla, Morike Sako und der rot-gesperrte Fabio Morena.

Auf dem Platz kämpft St. Pauli auch gegen die Statistik. Die Hamburger gewannen keines ihrer vergangenen elf Pflichtspiele auf dem "Betzenberg" (neun Niederlagen). Geht es nach Heimtrainer Sasic wird das Verteidigen dieser Serie jedoch ein hartes Stück Arbeit. "Ich erwarte eine enge, kampfbetonte Partie, in der um jeden Quadratmeter Rasen gefightet wird", so der Kroate.


Alemannia Aachen - FC Ingolstadt

"Unser Start war in Ordnung. Wir hatten zwei schwere Auswärtsspiele und sind daher nicht unzufrieden", lautet das Fazit von Alemannia Aachens Sportdirektor Jörg Schmadtke. Mit vier Zählern steht die Alemannia auf Rang neun der Tabelle.

Vor der Partie gegen Aufsteiger FC Ingolstadt fordert er aber mehr: "Bei unseren Heimspielen müssen wir den Anspruch haben, drei Punkte zu holen."

Seeberger lobt Fink

Beim "Unternehmen Heimsieg" gegen Ingolstadt stehen Trainer Jürgen Seeberger bis auf Mirko Casper alle Akteure zur Verfügung. Die zuletzt angeschlagenen Christian Fiel, Thomas Stehle, Hrvoje Vukovic oder auch Markus Daun sammelten Spielpraxis beim 0:1 im Test beim belgischen Erstligisten KRC Genk.

Seeberger verteilt im Vorfeld viel Lob: "Thorsten Fink ist ein Trainer, der sehr auf spielerische Akzente achtet. Dadurch ist Ingolstadt auch aufgestiegen. Aus taktischer Hinsicht erwarte ich ein hoch interessantes Spiel."

Bei den Gästen könnte Malte Metzelder sein Zweitligadebüt feiern. Dabei kommt der Bruder des deutschen Nationalspielers Christoph schon auf neun Bundesligaspiele und 147 Einsätze in der Regionalliga. Der Verteidiger freut sich auf seinen Einsatz: "Am Tivoli zu spielen, ist ein tolles Erlebnis." Die weite Reise in den Westen will er aber nicht umsonst antreten. "Wir fahren nicht dorthin, um die Stimmung zu genießen", so Metzelder im "kicker".


Rot-Weiß Oberhausen - Rot Weiss Ahlen

Im dritten Freitagsspiel zwischen Rot-Weiß Oberhausen und Rot Weiss Ahlen begegnen sich zwei Aufsteiger. "Ahlen ist bis zur letzten Minute gefährlich ist. Sie stehen in der Defensive sehr kompakt und fahren gerne Konter über ihre schnellen Spieler wie Großkreutz oder Chitsulo", ist sich Oberhausens Trainer Jürgen Luginger der schweren Aufgabe durchaus bewusst.

Mit sechs Zählern rangiert Ahlen immerhin auf Platz 4. Außerdem muss Luginger mit Stürmer Felix Luz (Knieprobleme) und Mittelfeldspieler Tim Kruse (Bluterguss im Oberschenkel) auf zwei wichtige Spieler verzichten.

Zwischen Bescheidenheit und Selbstbewusstsein

In Ahlen übt man sich in Bescheidenheit. "Von dem guten Start lassen wir uns keinesfalls blenden. Wir wissen genau, woher wir kommen", sagt Rene Müller im Gespräch mit bundesliga.de.

Mit seinen beiden Siegtoren gegen FSV Frankfurt und 1860 München war Neuzugang Müller maßgeblich an dem beachtlichen Auftakt beteiligt.

"Die sechs Punkte kann uns keiner wegnehmen. Wir haben ein großes Selbstvertrauen und wollen uns auch in den kommenden Spielen so teuer wie möglich verkaufen", formuliert der Stürmer Ansprüche an das Duell mit RWO.

Zusammengestellt von Tim Tonner