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Köln - Im Aufstiegsrennen in der 2. Bundesliga kann der 1. FC Kaiserslautern bei Fortuna Düsseldorf heute nachlegen (ab 20 Uhr im Liveticker). Die Elf von Trainer Kosta Runjaic ist durch das Remis vom SV Darmstadt 98 am Freitag in Nürnberg auf auf Platz drei abgerutscht, könnte sich mit einem Sieg nun aber drei Punkte von den Lilien absetzen.

"Es wird mit Sicherheit ein umkämpftes Spiel. Keiner wird dem Anderen etwas schenken, denn die Fortuna hat nach dem letzten Spiel etwas gut zu machen", sagte Kosta Runjaic vor der Partie, wohlwissend, dass Düsseldorf zuletzt beim Abstiegskandidaten FC St. Pauli mit 0:4 unter die Räder kam. "Ich bin mir sicher, dass sie besser spielen können und wollen als am Millerntor beim FC St. Pauli. Wir dagegen wollen weiterhin konstant punkten", so Runjaic. 

Angstgegner Düsseldorf

Kaiserslautern konnte übrigens noch kein einziges Zweitligaspiel gegen Düsseldorf gewinnen (zwei Unentschieden, drei Niederlagen). In drei der fünf Partien gelang es dem FCK noch nicht einmal ein Tor zu schießen. Der letzte Sieg gegen die Fortuna ist beinahe 20 Jahre her. In der Bundesliga-Saison 1995/96 gewannen die Roten Teufel auf dem Betzeneberg mit 2:0 nach Toren von Martin Wagner und Claus-Dieter Wollitz. Kein gutes Zeichen für einen Sieg am kommenden Montag?

Die aktuelle Verfassung des FCK sollte aber alle Zweifel verblassen lassen. Kaiserslautern ist seit fünf Spielen ungeschlagen und verlor nur eins der letzten zehn Spiele (mit 0:2 am 22. Spieltag in Frankfurt) und ist damit auf direktem Kurs gen Bundesliga. Sportdirektor Markus Schupp sagte zu den Aufstiegsgedanken seines Clubs: "Wir bleiben unserer Strategie da treu. So sind wir auch damals 1991 Deutscher Meister geworden, du kannst keinen Plan für die ganze Saison machen. Deshalb schauen wir auch weiterhin nur von Spiel zu Spiel. Die Erwartungshaltung ist hier natürlich hoch."

Mit 49 Punkten liegen die Lauterer gleichauf mit dem Tabellenzweiten SV Darmstadt. Die Lilien haben nach dem 1:1-Unentschieden gegen den FC Nürnberg das bessere Torverhältnis, doch die Roten Teufel wollen sich den zweiten Platz, der gleichbedeutend mit dem direkten Aufstieg ist, unbedingt wieder zurückholen.

"Haben nichts mehr zu verlieren"

Düsseldorf wird das Spiel aber nicht kampflos abgeben, immerhin erzielte die Elf von Trainer Taskin Aksoy in der laufenden Saison bereits 40 Tore. Nur zwei Teams erzielten mehr Treffer. Allerdings hat die Fortuna im laufenden Jahr nur zwei von acht Partien gewonnen. "Wir haben nichts mehr zu verlieren und können nun zeigen, dass wir eigentlich eine gute Zweitliga-Mannschaft sind", sagte Aksoy auf der Pressekonferenz vor dem Spiel und fügte hinzu: "Wir müssen ein anderes Gesicht zeigen als zuletzt.“

Personell kann Düsseldorf wieder auf Kapitän Adam Bodzek setzen, der seine Innenbanddehnung auskuriert hat. Kaiserslautern muss auf seinen gesperrten Top-Torjäger Alexander Ring verzichten, dafür kehrt aber Markus Karl nach seiner Gelbsperre wieder zurück ins Team.

Im Hinspiel trennten sich die Mannschaften 1:1-Unentschieden. Fortuna Düsseldorf ging zunächst in der 77. Minute durch Joel Pohjanpalo in Führung, bis die Gastgeber in der Nachspielzeit ausgleichen konnten (Marcel Gaus 90.+2).