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Die 2. Bundesliga hat in der Hinrunde der Saison 2008/09 gehalten, was sich Fans und Experten von ihr versprochen haben. Viele Teams sind im Rennen um die Aufstiegsplätze mit dabei und jeder kann jeden schlagen.

Sehr schwer zu schlagen war in den vergangenen Wochen die SpVgg Greuther Fürth. Nur eines der letzten zehn Hinrundenspiele ging verloren. Platz 4 zur Winterpause ist die logische Konsequenz. Einer der Leistungsträger des Teams ist Stefan Reisinger.

Bei bundesliga.de spricht der Angreifer, der am 17. Spieltag im Spiel gegen Ahlen seinen sechsten Saisontreffer erzielte, über die starke Halbserie der Fürther, Rückkehrer Benno Möhlmann und die Hoffnung, am Saisonende endlich einen Platz unter den ersten Drei inne zu haben.

bundesliga.de: Herr Reisinger, die SpVgg Greuther Fürth hat die Hinrunde mit einem starken 3:0 gegen Ahlen beendet. Wie wichtig war dieser "Dreier" zum Abschluss?

Stefan Reisinger: Der Sieg war sehr wichtig. Es ist immer besser, mit einem Erfolgserlebnis in die Pause zu gehen und mit einem Sieg verabschiedet man sich natürlich gerne in den Weihnachtsurlaub.

bundesliga.de: Ihr Team geht als Tabellen-Vierter in die Winterpause. Versüßt Ihnen das das Weihnachtsfest?

Reisinger: Platz 4 ist eine gute Ausgangsposition, mehr aber auch nicht. Wir sind auf Tuchfühlung mit der Spitze, in der etliche Mannschaften im Moment dicht beieinander liegen.

bundesliga.de: Fürth hat nur eines der vergangenen zehn Spiele verloren. Ist Ihnen die Winterpause womöglich gar nicht recht?

Reisinger: Man geht eigentlich nie gerne in die Pause, wenn man gewonnen hat. Aber das kann man leider nicht ändern. Wir werden uns jetzt gut auf die Rückrunde vorbereiten und hoffentlich einen guten Start erwischen.

bundesliga.de: Sie selbst waren in dieser Saison bislang sechs Mal erfolgreich. Wie fällt ihr persönliches Fazit aus?

Reisinger: Ich bin mit meiner Vorrunde sehr zufrieden. Ich habe sechs Tore selbst geschossen und vier vorbereitet. Jetzt hoffe ich, dass ich die Rückrunde verletzungsfrei überstehe.

bundesliga.de: Wie erklären Sie sich folgende Tatsache: Vergangene Saison erzielten Sie alle zwölf Saisontore daheim. In dieser Saison machten Sie Ihre ersten fünf Treffer auswärts. Erst gegen Ahlen beendeten Sie den "Heimfluch".

Reisinger: Das kann man nicht erklären!

bundesliga.de: Sie haben bereits 2006/07 unter Benno Möhlmann für die SpVgg Greuther Fürth gespielt. Was zeichnet den Trainer aus?

Reisinger: Wir haben damals wie heute unter Benno Möhlmann immer vorne mitgespielt. Er hat eine klare Vorstellung davon, wie gespielt werden soll und wie wir das umsetzen sollen. Er ist immer hundertprozentig am Spielfeldrand mit dabei - das ist ja für jeden im Stadion sichtbar - und kann die Mannschaft dadurch pushen.

bundesliga.de: Ihre Mannschaft gehört seit Jahren zu den besten der 2. Bundesliga. Allerdings reichte es am Ende oft nur zu Platz 5 oder 6. Was macht Sie sicher, dass diesmal alles besser werden kann?

Reisinger: Zunächst einmal möchte ich betonen, dass diese Tatsache, dass Fürth trotz der finanziellen Voraussetzungen seit Jahren immer vorne mit dabei ist, sehr positiv ist. Vielleicht hat es in den vergangenen Jahren nicht ganz gereicht, aber irgendwann reißt jede Serie!

bundesliga.de: Von den Spielen gegen die aktuell sieben besten Teams der 2. Bundesliga hat die Spielvereinigung nur eines verloren. Könnte das Auftreten in den so genannten "großen" Partien in diesem Jahr den Unterschied zwischen Platz 5 und einem Platz unter den ersten Drei machen?

Reisinger: Jedes Spiel ist wichtig, es hilft ja nichts, wenn wir gegen die "Großen" gewinnen und gegen die "Kleinen" die Punkte liegen lassen. Damit hatten wir ja in der vergangenen Saison einige Probleme. Ich habe keine Ahnung, woran das gelegen hat. Fakt ist, dass wir in der Rückrunde mehr Punkte holen müssen als in der Hinrunde, egal gegen wen.

Die Fragen stellte Sebastian Stolz