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Köln - Am kommenden Freitag startet die neue Saison der 2. Bundesliga mit dem Eröffnungsspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Eintracht Braunschweig.

Beide Teams werden höchstwahrscheinlich im Aufstiegskampf mitmischen, andere Clubs wollen möglichst viel Abstand zu den Abstiegsplätzen herstellen. Mit welchen Voraussetzungen die Zweitligisten in die neue Saison starten und was Trainer, Manager und Spieler erwarten, lesen sie hier in den Vorschautexten und Interviews.

1. FC Nürnberg - Valerien Ismael

Zum achten Mal ist der 1. FC Nürnberg aus der 1. Bundesliga abgestiegen. Läuft es optimal, dann wird dieser Fehlschlag umgehend korrigiert und der "Club" schafft die direkte Rückkehr in die höchste deutsche Spielklasse (Vorschau). Mit frischen Ideen und viel Schwung geht der neue Trainer Valerien Ismael diese Herausforderung an. "Wir sollten in der Lage sein, viele Systeme zu beherrschen und innerhalb eines Spiels umzuschalten", sagt er im Interview mit Blick auf die Flexibilität seiner Mannschaft.

Eintracht Braunschweig - Marc Arnold

Als Absteiger aus der Bundesliga zählt Eintracht Braunschweig automatisch zu den Favoriten im Kampf um den Aufstieg (Vorschau). Marc Arnold, Sportlicher Leiter der Eintracht, hält allerdings nichts davon, zu großen Druck aufzubauen. Im Interview gibt er deshalb als Zielsetzung aus, dass der Club zwar sehr gerne wieder in der Bundesliga spielen würde, betont aber auch: "Wann das sein wird, können wir nicht sagen."

SpVgg Greuther Fürth - Wolfgang Hesl

Neuer Kader, neues Glück? Mit dieser Frage muss sich die SpVgg Greuther Fürth beschäftigen (Vorschau). Nachdem der Aufstieg in der Relegation gegen den Hamburger SV nur knapp verpasst wurde, hat sich das Gesicht der Mannschaft deutlich verändert. Nichtsdestotrotz sind die Kleeblätter optimistisch, auch in der neuen Saison eine gute Rolle spielen zu können. Auch Torhüter Wolfang Hesl stellt im Interview unmissverständlich klar: "Wir wollen vorne angreifen."

1. FC Kaiserslautern - Kosta Runjaic

Nachdem der Aufstieg in die 1. Bundesliga in den letzten beiden Jahren nur knapp verpasst wurde, hat der 1. FC Kaiserslautern einen Umbruch vorgenommen. Einige Leistungsträger haben den Club verlassen, nachgerückt sind vor allem junge Spieler mit viel Potenzial (Vorschau). Möglich scheint in der Pfalz eine Menge, doch Trainer Kosta Runjaic erklärt im Interview, dass der erste Impuls von der Mannschaft ausgehen muss. "Der Funke muss im Team zünden", sagt der Coach.

Karlsruher SC - Jens Todt

Eine Saison lang oben mitzuspielen, ist schon vielen Teams gelungen. Viel schwieriger ist es indes, sich dauerhaft in den beliebten Tabellenregionen zu etablieren. Das wissen auch die Verantwortlichen beim Karlsruher SC. "Wir müssen wachsam sein", warnt Manager Jens Todt im Interview vor einer Liga, in der sich viele Vereine auf einem ähnlichen Niveau bewegen. Nachdem der KSC in der letzten Spielzeit die Rolle des Überraschungsteams inne hatte, sollen nun Kontinuität und Stabilität das Ziel sein (Vorschau).

Fortuna Düsseldorf - Lukas Schmitz

Verbale Kampfansagen sind von Fortuna Düsseldorf nicht zu hören. Der Traditionsverein lässt lieber seine Transferpolitik sprechen und hat den Kader mit einigen erfahrenen Spielern verstärkt (Vorschau). Zu diesen gehört auch Lukas Schmitz, der für den FC Schalke 04 und Werder Bremen am Ball war und schon in der Champions League spielte. Auch er will aber nichts vom Aufstieg als festes Ziel wissen. "Wir müssen gar nichts", betonte er im Interview und hofft stattdessen, dass die Fortuna nach einer turbulenten Vorsaison nun von Beginn an eine gute Rolle spielen wird.

TSV 1860 München - Gerhard Poschner

Dass beim TSV 1860 München alles anders werden soll, ist vor der Saison fast schon Tradition. In diesem Jahr könnte es allerdings wirklich klappen, denn in Ricardo Moniz hat der Club einen neuen Trainer verpflichtet, der die Löwen wieder in die Bundesliga führen soll (Vorschau). Davon sprechen wollen die Verantwortlichen zunächst aber nicht. Stattdessen gibt Sportchef Gerhard Poschner im Interview ein eher bescheidenes Ziel aus: "Wir wollen mutigen Fußball spielen."

FC St. Pauli - Roland Vrabec

Beim FC St. Pauli zählt Einsatz seit jeher mehr als schillernde Erfolge. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass Trainer Roland Vrabec im Interview den Fans eine Mannschaft verspricht, "die fußballerische Qualität hat und mit Leidenschaft und Herz spielt". Nichtsdestotrotz wollen die Hamburger gerne um den Aufstieg mitspielen (Vorschau). Die nötige Qualität ist im Kader vorhanden. Auch wenn Vrabec sein Team nicht zu den Favoriten zählen möchte, zum erweiterten Kreis gehört St. Pauli auf jeden Fall.

1. FC Union Berlin

Mit einem neuen Trainer will sich der 1. FC Union Berlin neu aufstellen. Nachdem das Ziel der Vorsaison um den Aufstieg mitzuspielen verpasst wurde, haben sich die Verantwortlichen entschlossen, einen "mentalen und emotionalen Neustart" durchzuführen. Junge Neuzugänge und hauseigene Talente werden für Union auflaufen, die Zielsetzung wurde korrigiert. In der kommenden Spielzeit geht es für die Eisernen zunächst darum, sich neu zu finden (Vorschau).

VfR Aalen - Oliver Barth

Beim VfR Aalen ist die Laune prächtig. Mal wieder gilt das Team bei vielen Experten als prädestinierter Absteiger - wie schon in den beiden letzten Spielzeiten. Beeindrucken lassen sich die schwäbischen Stehaufmännchen davon nicht (Vorschau). Während ihnen die Konkurrenz wenig zutraut, macht die Mannschaft kleine Schritte nach vorne. "Wir haben uns spielerisch weiterentwickelt", weiß Abwehrchef Oliver Barth im Interview zu berichten. Aus diesem Grund will es der Club auch in diesem Jahr wieder den Skeptikern beweisen.

FC Ingolstadt - Ralph Hasenhüttl

"Ich sehe uns sehr gut aufgestellt", gibt Ralph Hasenhüttl, Trainer des FC Ingolstadt im Interview unumwunden zu. Trotzdem hält der Coach nichts davon, sein Team zu den Anwärtern auf den Aufstieg zu zählen. Dabei ist es beim FCI wie so oft: Der Kader ist vielversprechend, die Erwartungen sind entsprechend hoch und nicht wenige im Umfeld träumen sogar von der 1. Bundesliga (Vorschau). Hasenhüttl wird das wahrscheinlich auch machen, lässt sich aber nicht davon abbringen, den Club mit einer Politik der kleinen Schritte zu entwickeln.

SV Sandhausen - Alois Schwartz

Überraschend früh sicherte sich der SV Sandhausen in der letzten Saison den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga. Nun geht es für den Club darum, sich dauerhaft von den Abstiegsrängen zu verabschieden (Vorschau). Gelingen kann dieses Vorhaben mit Kontinuität und klugen Verstärkungen. Die hofft der Verein getätigt zu haben und Trainer Alois Schwartz ist sich sicher, dass Sandhausen ein fester Bestandteil der 2. Bundesliga werden kann. "Wir sind noch nicht am Ende des Weges", sagt er im Interview.

Erzgebirge Aue - Falko Götz

Der FC Erzgebirge Aue hat mit dem Festhalten an Falko Götz alles richtig gemacht. Der Trainer der Veilchen schafft es immer besser, der Mannschaft seinen Stempel aufzudrücken (Interview). Nachdem im Vorjahr schon früh der Klassenerhalt gesichert war, wird es in der neuen Saison trotzdem vornehmlich darum gehen, die 40-Punkte-Marke schnell zu erreichen, um in ruhige Fahrwasser zu kommen. Vor allem in der Offensive hat ein kleiner Umbruch stattgefunden (Vorschau).

FSV Frankfurt - Uwe Stöver

Dass der FSV Frankfurt in seine siebte Zweitligasaison in Folge geht, ist schon ein riesiger Erfolg für den Club vom Bornheimer Hang. Mit Ideenreichtum, sachlicher Arbeit und guten Transfers gelingt es den Verantwortlichen immer wieder, einen konkurrenzfähigen Kader zusammenzustellen (Vorschau). Unterschätzt werden die Hessen jedenfalls nicht mehr. "Die Wertschätzung für uns ist gestiegen", freut sich Geschäftsführer Uwe Stöver im Interview. Der Klassenerhalt ist zwar wieder oberstes Ziel, aber der Blick geht Richtung gesichertes Mittelfeld.

VfL Bochum - Peter Neururer

Die Zeiten, in denen der VfL Bochum vom Aufstieg in die 1. Bundesliga träumte, sind erst einmal vorbei. Nachdem der Abstieg in die 3. Liga nur knapp verhindert wurde, hat der VfL einen großen Umbruch eingeleitet und hofft nun wieder auf bessere Zeiten (Vorschau). Das diese möglicherweise nicht sofort beginnen, ist Trainer Peter Neururer klar. "Wir reden von einem Übergangsjahr", sagt er mit Blick auf die anstehende Saison im Interview. Nichtsdestotrotz sind sich an der Castroper Straße alle einig, dass es wieder bergauf geht.

RB Leipzig - Alexander Zorniger

Obwohl RB Leipzig absoluter Neuling in der 2. Bundesliga ist, gehört der ambitionierte Club aus dem Osten zu den Mitfavoriten im Kampf um den Aufstieg. Das ohnehin stark besetzte Team wurde im Sommer noch einmal mit gute Neuzugängen aufgewertet (Vorschau). Große Töne spucken die Verantwortlichen zwar nicht und vom Durchmarsch ist dementsprechend keine Rede, doch Trainer Alexander Zorniger unterstreicht im Interview, dass der Club "einen gewissen Anspruch" hat. Der lautet, daran gibt es keine Zweifel, über kurz oder lange Fußball in der 1. Bundesliga zu spielen.

1. FC Heidenheim - Frank Schmidt

Volle Kraft nach vorne! "Der Aufstieg ist Vergangenheit", stellt Frank Schmidt im Interview klar. Der Trainer des 1. FC Heidenheim weiß, dass auf ihn und seine Mannschaft in der 2. Bundesliga ein echter Kraftakt wartet. Im Kampf um den Klassenerhalt setzt der Aufsteiger vor allem auf seine mannschaftliche Geschlossenheit. Die junge Mannschaft ist hungrig auf Erfolge und besitzt eine Menge Potenzial (Vorschau). Wenn Heidenheim dieses schnell abrufen kann, ist der Klassenerhalt mehr als nur ein fernes Ziel.

SV Darmstadt 98 - Dirk Schuster

Dirk Schuster weiß, worauf es in der 2. Bundesliga ankommen wird. "Wir müssen immer ans Limit gehen", erklärt der Trainer vom SV Darmstadt 98 im Interview. Der Traditonsverein hat mit der Rückkehr in die 2. Bundesliga für eine große Überraschung gesorgt. Nun befindet sich der lange ein wenig schlafende Verein im Aufbruch und hofft, mit der Euphorie auch den Start in der neuen Liga positiv gestalten zu können (Vorschau).