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17 Spiele in Serie hat der FC Ingolstadt auswärts in der 2. Bundesliga nicht mehr verloren. Nur ein Erfolg fehlt noch zum Aufstellen einer neuen Bestmarke. Doch Trainer Ralph Hasenhüttl stapelt trotz Tabellenführung tief.

Seit dem 22. September 2013 sind die Ingolstädter in der Fremde ungeschlagen. In 17 Auswärtspartien gab es acht Siege und neun Remis, womit der FCI bereits den Uralt-Rekord von Bayer 04 Leverkusen (Mai 1978 bis April 1979) eingestellt hat. Am Sonntag (13.30 Uhr, ab 13.15 Uhr im Liveticker bei bundesliga.de) soll nun in der Begegnung beim FSV Frankfurt ein neuer Rekord für die 2. Bundesliga aufgestellt werden.

 "Defensiv stabil stehen"

"Wir wissen, dass solche Rekorde wahrgenommen werden und von außen der Fokus darauf liegt", sagt Coach Hasenhüttl. Wichtiger sei ihm grundsätzlich aber, dass sein Team sein Tempospiel auch in Frankfurt "durchdrückt". Die Voraussetzung dafür sei, "dass wir defensiv stabil stehen". Zumal gerade der FSV der bisher letzte Gegner war, der die Oberbayern im eigenen Stadion bezwingen konnte (4:1 am 8. Spieltag 2013/14).

Mit 19 Punkten und zwei Zählern Vorsprung auf den zweitplatzierten 1. FC Kaiserslautern ist der FCI aktuell Spitzenreiter in der 2. Bundesliga. Besonders die Abwehr steht bisher bei nur sechs Gegentoren ausgezeichnet, kein anderer Zweitligist kassierte weniger Tore. Zudem, so Ex-Nationalspieler Hasenhüttl, "haben wir mittlerweile im Spiel nach vorne viele Lösungen parat". Nur drei Clubs trafen öfter als Ingolstadt (16), das Torverhältnis von +10 Treffern ist Ligabestwert.

56 Punkte in 33 Spielen unter Hasenhüttl

Für Hasenhüttl indes kein Grund abzuheben oder den Aufstieg als Ziel auszurufen. "Wir hätten als Verein ein Riesenproblem, wenn wir nur dann von einer guten Saison sprechen würden, wenn wir auf die ersten drei Plätze kämen. Wir dürfen nicht vergessen, wo wir vor einem Jahr waren", sagte der 47 Jahre alte Österreicher. Als Hasenhüttl die Mannschaft am 7. Oktober 2013 übernahm, stand der FCI auf dem letzten Platz und galt als heißer Abstiegskandidat. Seitdem ging es steil bergauf. Unter Hasenhüttl holten die Oberbayern in mittlerweile 33 Spielen stolze 56 Punkte, schafften erst souverän den Klassenerhalt und sind jetzt Spitzenreiter.

So richtig einschätzen kann Hasenhüttl die Leistungsstärke seiner Mannschaft aber scheinbar selbst noch nicht. "Wir wissen noch gar nicht so genau, wie gut wir wirklich sind. Es gibt Mannschaften in der Liga gegen die es sauschwer wird, etwas zu holen. Ich bin gespannt darauf, ob wir es schon im Kreuz haben gegen diese Teams zu bestehen", sagt der frühere Torjäger. Für Geschäftsführer Harald Gärtner ist der aktuelle Erfolg indes kein Zufall. Nicht nur für ihn ist Hasenhüttl "ein Glücksfall. Er ist ein sehr offener Trainer, der es versteht, die Mannschaft mitzunehmen." Derzeit bis ganz nach oben.