ANZEIGE

Mit dem Sieg gegen den MSV Duisburg konnte der FC Augsburg seine kleine Negativserie beenden und hat nun wieder hervorragende Karten im Rennen um den Aufstieg in die Bundesliga. Für den FCA wäre es der erste der Vereinsgeschichte.

Einer der Leistungsträger des Teams in dieser und auch schon vorherigen Spielzeiten ist Michael Thurk. Mit 22 Treffern ist er der mit Abstand torgefährlichste Spieler der 2. Bundesliga. Bei bundesliga.de spricht er über die Aufstiegschancen der Augsburger.

Thurk erklärt, warum ihm das System von Trainer Jos Luhukay so sehr liegt und gibt zu verstehen, wie wichtig es für seine Mannschaft ist, in den verbleibenden drei Spielen möglichst viele Punkte zu holen.

bundesliga.de: Herr Thurk, nach drei sieglosen Spielen in Folge konnte der FCA gegen Duisburg endlich wieder jubeln. Wie wichtig war der "Dreier" für Moral und Selbstbewusstsein der Mannschaft?

Michael Thurk: Der Sieg war sehr wichtig. So konnten wir die leicht aufkommende Kritik im Keim ersticken. Durch die Niederlage von St. Pauli sind wir dadurch auch wieder an Platz 2 dran.

bundesliga.de: Noch eine Woche zuvor setzte es ein bitteres 0:3 gegen St. Pauli. Was lief gegen den MSV anders?

Thurk: Wir hatten unsere Fans im Rücken und haben unsere Chancen genutzt.

bundesliga.de: Mit 22 Treffern sind Sie der beste Torschütze der 2. Bundesliga. Warum liegt Ihnen das System von Jos Luhukay so sehr?

Thurk: Weil wir immer sehr offensiv spielen und dadurch viele Möglichkeiten erspielen. Das kommt uns Stürmern natürlich zu Gute.

bundesliga.de: Sie spielen jetzt seit über zwei Jahren in Augsburg. 2007/08 entging der FCA nur knapp dem Abstieg. Im Vorjahr übernahm Luhukay die Elf nach einem 1:2 beim FSV Frankfurt und rettete sie wieder vor dem Fall. Und nun stehen Sie auf Platz 3. Hätten Sie mit dieser rasanten Entwicklung gerechnet?

Thurk: Diese Entwicklung haben wir uns erhofft, aber dass es auch gleich so gut läuft, ist sensationell. Jetzt werden wir versuchen, in den letzten drei Spielen die Saison zu krönen.

bundesliga.de: Es warten noch drei brisante Spiele auf Augsburg. Zuerst geht es zum FSV Frankfurt. Die Hessen spielen eine gute Rückrunde, sind aber noch nicht gerettet. Wie schwer wird es, dort zu bestehen?

Thurk: Der FSV hat eine gute Mannschaft, das hat er vor allem in der Rückrunde bewiesen. Wir müssen an die Leistungen aus unseren Heimspielen anknüpfen, um auch auswärts wieder dreifach zu punkten.

bundesliga.de: Dann wartet ein Heimspiel gegen 1860 München. Nur zu gern würde der bayrische Rivale Augsburg in die Suppe spucken. Muss man da, auch wenn es für die "Löwen" um nichts geht, auf der Hut sein?

Thurk: Solche Duelle haben natürlich Ihren besonderen Reiz, vor allem für unsere Fans. Aber letztlich müssen wir alle drei Spiele gewinnen, um eine Chance auf den direkten Aufstieg zu haben.

bundesliga.de: Und zum Abschluss wartet der Knaller beim 1. FC Kaiserslautern. Wäre es nicht schön, wenn beide Teams an jenem 34. Spieltag gemeinsam den Aufstieg feiern könnten?

Thurk: Da hätten wir nichts dagegen.

bundesliga.de: Auf dem Rasen hat der FCA in den vergangenen Monaten immer wieder bewiesen, wie erstklassig er spielen kann. Erklären Sie uns, warum auch das Umfeld und die Fans in Augsburg Bundesliga-reif sind.

Thurk: Wie der Verein, so haben sich auch unsere Fans entwickelt. Sie stehen wie eine Eins hinter uns. Es kommt nicht von ungefähr, dass 3.000 Augsburger in zwei Sonderzügen nach Bremen zum Pokal-Halbfinale gefahren sind. Auch die Stimmung in der impuls arena ist großartig. Man sieht, wie viel Spaß wir beim Feiern nach einem Sieg gemeinsam haben.

Die Fragen stellte Sebastian Stolz