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Köln - Langsam aber sicher kristallisieren sich in der 2. Bundesliga die endgültigen Kandidaten für Auf- uns Abstieg heraus. Am 28. Spieltag können die Teams wieder wichtige Schritte in Richtung ihrer Ziele machen. bundesliga.de zeigt ihnen fünf Spotlights, auf die Sie am Wochenende einen besonderen Blick haben sollten.

1. Schuster gegen die Serie

Der SV Darmstadt 98 hat den Aufstieg noch immer nicht als zwingend ausgegeben. Dennoch stehen die Chancen der Hessen ziemlich gut. Am Freitag geht es für die Lilien zum 1. FC Nürnberg (ab 18.15 Uhr im Liveticker). Und da könnte Trainer Dirk Schuster der entscheidende Mann sein. Denn Schuster traf in seiner aktiven Karriere in vier Bundesliga-Spielen auf den FCN und verlor nie (zwei Siege und zwei Unentschieden mit dem KSC).

Ansonsten deutet einiges auf ein Unentschieden hin. Die letzten vier Heimspiele des FCN gegen die Hessen (in der Bundesliga, 2. Bundesliga und Regionalliga) endeten alle remis. Und auch wenn die Darmstädter favorisiert sind - der 1. FC Nürnberg hat seit Einführung der 2. Bundesliga 1974 von neun Heimspielen gegen Darmstadt keines verloren (vier Siege, fünf Remis).

2. Möhlmann und die alte Liebe

Benno Möhlmann, Trainer des FSV Frankfurt, ist in Fürth eine Ikone. Drei Mal war er dort als Chefcoach angestellt und arbeitete in dieser Funktion insgesamt fast acht Jahre. Im Hinspiel hat Möhlmann seiner alten Liebe bereits eins ausgewischt. Nach zuvor elf Zweitligaduellen in Folge ohne Sieg gegen die SpVgg. Greuther Fürth feierte er mit seinem Team in der Hinrunde einen klaren 5:2-Erfolg. 

Das zu wiederholen wird am Samstag (ab 12.45 Uhr im Liveticker) das Ziel der Frankfurter sein. Aber es könnte knifflig werden. Der letzte Frankfurter Heimsieg gegen die Franken liegt über 32 Jahre zurück: Am 4. Dezember 1982 siegten die Bornheimer mit 2:0 gegen die damalige SpVgg Fürth. Zlatko Dedic könnte der Schlüssel zu einem FSV-Erfolg sein. Er erzielte in seinen letzten vier Spielen gegen Greuther Fürth drei Tore.

3. Duell der Löwen

1860 München war 1966 Deutscher Meister – ein Jahr später wurden die Münchner Löwen von den Braunschweiger Löwen entthront. Alter Glanz, der im Duell am Samstag (ab 12.45 Uhr im Liveticker) dem Kampf weichen wird. Eintracht Braunschweig muss gewinnen um den Anschluss an die Aufstiegsränge nicht völlig zu verlieren. Und die 60er sollten gewinnen, um den Abstand zu den Abstiegsrängen zu vergrößern.

Und die Münchner sind an der Reihe zu gewinnen. In den letzten beiden Duellen siegte jeweils der Gast mit 2:1. Auch die Bilanz spricht für 1860. In neun Zweitligaduellen siegten die Löwen aus dem Süden vier Mal.

4. Aalens Traumgegner

Endlich wieder gegen den 1. FC Union Berlin. Die Anhänger des VfR Aalen können mit großem Optimismus auf das Spiel der Aalener in Berlin blicken (Sonntag, ab 13.15 Uhr im Liveticker). Denn Eisern Union ist so etwas wie der Lieblingsgegner der Mannen von der Ostalb. Gegen kein Team feierte der VfR in der 2. Bundesliga mehr Siege als gegen die Hauptstädter.

Aalen schoss gegen Union Berlin auch seine meisten Tore in der 2. Bundesliga. In der Hinrunde konnte der Hauptstadt-Club mit 2:1 gewinnen. Die Aalener werden aber alles daran setzen, ihre Bilanz bei Union weiter zu verbessern und wichtige Punkte gegen den Abstieg zu ergattern.

5. Lästige Fortuna

Es ist enorm eng an der Tabellenspitze. Der 1. FC Kaiserslautern hat drei Punkte Rückstand auf Platz eins und vier Punkte Vorsprung auf Platz vier. An sich recht komfortabel. Wenn da nicht Fortuna Düsseldorf als nächster Gegner auf dem Programm stünde (Montag, ab 20.15 Uhr im Liveticker).         

Kaiserslautern gewann noch kein einziges Zweitligaspiel gegen Düsseldorf und in drei der fünf Aufeinandertreffen gelang den Roten Teufeln noch nicht einmal ein Tor. Der FCK lag gegen die Rheinländer in der 2. Bundesliga auch noch nie in Führung. Den letzten Sieg gegen die Fortuna feierte der FCK am 21. Oktober 1995, in Düsseldorf siegten die Pfälzer zuletzt im Mai 1987.

Und darüber hinaus hat kein einziger aktueller Spieler des 1. FC Kaiserslautern jemals ein Zweitligaspiel gegen Düsseldorf gewonnen. Es wird Zeit, das zu ändern. Sonst ist die komfortable Ausgangslage Geschichte.