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Cottbus - Zum Abschluss des 16. Spieltags gibt es im Unterhaus noch einen Leckerbissen: In Cottbus kommt es zum Nordost-Derby zwischen Energie und Union Berlin (ab 20 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Trotz winterlicher Temperaturen sind die Mannschaften heiß auf dieses Spiel, sowohl für die Lausitzer als auch Union geht es um viel. Der FCE kann mit einem vollen Erfolg seine starke Heimbilanz fortführen und sich am vorletzten Spieltag der Hinrunde mitten in die Spitzengruppe katapultieren. Energie kann auf Platz 5 klettern und sich bis auf zwei Punkte an Augsburg heran pirschen und nach Punkten mir Duisburg und Fürth gleichziehen. Dies gelingt allerdings nur mit einem Sieg.

Energie ohne Bittroff und Kruska

Energie-Coach Claus-Dieter Wollitz freut sich schon auf den Anpfiff: "Diese Montagsspiele sind immer noch etwas Besonderes. Fußball-Deutschland sitzt vor dem Fernseher und schaut auf uns. Alle können uns jetzt zusehen, wie wir Wiedergutmachung für das 0:4 von Augsburg wollen."

Wollitz muss allerdings auf Alexander Bittroff verzichten. Der Rechtsverteidiger wurde nach seiner Roten Karte in Augsburg für ein Spiel gesperrt. Auch Kapitän Marc-Andre Kruska muss zuschauen, er sah die fünfte Gelbe Karte. Zudem reißt der verletzungsbedingte Ausfall von Daniel Adlung und Rok Kronaveter eine Lücke ins offensive Mittelfeld.

Der 1. FC Union Berlin hat ganz andere Sorgen, belegt mit 15 Punkten aus 15 Spielen derzeit den 16. Tabellenplatz - das würde am Saisonende die Relegation bedeuten. Zwar sind noch 19 Spiele zu absolvieren. Doch für eine gute Ausgangsposition vor der Rückrunde brauchen die "Eisernen" vor Weihnachten dringend noch Punkte.

Neuhaus warnt vor Energies Offensive

Nach wie müssen die Berliner auf viele Stammkräfte verzichten. Trainer Uwe Neuhaus erwartet trotzdem oder gerade deshalb eine unerschrockene Geisteshaltung von seiner Mannschaft: "Unabhängig vom bescheidenen Personalstand sollten sich meine Spieler auf die Dinge konzentrieren, die sie auch in den zurückliegenden Spielen ausgezeichnet haben. Wenn wir kämpften und alles in die Waagschale werfen, haben wir eine Chance, etwas aus Cottbus mitnehmen zu können."

Schwer genug dürfte ein Punktgewinn in der Lausitz ohnehin werden, das zeigen nicht nur die jüngsten Ergebnisse der Wollitz-Elf, sondern auch die Vergangenheit. "Energie Cottbus ist eine der heimstärksten Mannschaften und auch was die geschossenen Tore angeht ein Spitzenteam der Liga. Trainer Claus-Dieter Wollitz schickt sein Team häufig sehr offensiv auf das Feld. Wenn man Energie lässt, spielen sie ihre große Qualität entsprechend aus.

Wie schwer es im Stadion der Freundschaft werden kann, mussten wir im letzten Jahr am eigenen Leib erfahren", erinnert sich Uwe Neuhaus an die 2:4-Niederlage aus der Vorsaison. Überdies konnte Union ohne Ausnahme bisher keine Zweitliga-Begegnung in der Lausitz für sich entscheiden, die - nebenbei bemerkt - allesamt an Montagen stattfanden. Sei es drum, im Falle eines Sieges hätten die Eisernen immerhin 50 Zweitligaerfolge vorzuweisen.

"Erhoffe mir eine große Geschlossenheit"

Vorher muss Uwe Neuhaus allerdings überlegen, wie er dem drückenden Offensivspiel der Gastgeber beizukommen versuchen wird: "Von der berühmten Flucht nach vorn bis zu einer betont defensiven Ausrichtung kann alles möglich sein."

Einmal mehr bleibt der Teamgeist das unverzichtbare Rüstzeug für die angestrebte Punkteausbeute. Teammanager Christian Beeck: "Ich erhoffe mir von der Mannschaft Zusammenhalt und eine große Geschlossenheit. Nur wenn wir noch näher zusammenrücken, können wir im Abstiegskampf punkten und am 15. Mai den Klassenerhalt sichern."