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München - So gut war die SpVgg Greuther Fürth nach neun Spieltagen noch nie. Sieben Siege, ein Remis, eine Niederlage und nur fünf Gegentore. Der Lohn: Rang 1 in der 2. Bundesliga. Den "Platz an der Sonne" will die Elf von Trainer Mike Büskens nun beim Karlsruher SC verteidigen. Allerdings sind die Franken beim KSC seit acht Zweitliga-Spielen sieglos.

In den weiteren Sonntagsspielen empfängt 1860 München im letzten Wiesn-Heimspiel den Aufsteiger Dynamo Dresden. Zudem stehen sich der MSV Duisburg und der SC Paderborn gegenüber (ab 13:15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Karlsruher SC - SpVgg Greuther Fürth

Mit dem 1:1-Remis beim FC Hansa Rostock hat der KSC seinen Abwärtstrend von fünf Niederlagen in Folge vorerst gestoppt. Doch nun gastiert mit Fürth der Spitzenreiter im Karlsruher Wildparkstadion. "Fürth steht wahrscheinlich zu recht ganz oben", glaubt KSC-Trainer Rainer Scharinger. "Meine Jungs wissen, dass sie rangehen müssen. Wir haben nichts zu verlieren." Seinen Fokus in den Übungseinheiten unter der Woche hat der KSC auf das Spiel in Ballbesitz konzentriert und darauf, bei gegnerischem Ballbesitz die Räume eng zu machen. Die personelle Lage sieht allerdings alles andere als rosig aus, vor allem im Angriff drückt der Schuh. Andrei Cristea, Simon Zoller und Louis Ngwat-Mahop werden noch länger ausfallen. Auch Marco Terrazzino, dessen Entzündung an der Patellasehne nur leicht zurückgeht, kann nicht spielen. Der zuletzt treffsichere Klemen Lavric fehlt zudem gelbgesperrt. So wird voraussichtlich Anton Fink eine Chance von Beginn an erhalten.

Mit einer Serie von acht Partien ohne Niederlage reisen die Gäste aus Fürth an. "Der KSC hat einen guten Start in die Saison hingelegt, hatte zwischenzeitlich einen Hänger. Nach dem letzten Punktgewinn werden sie nun versuchen, mit einem guten Ergebnis in die Länderspielpause zu gehen", glaubt SpVgg-Trainer Mike Büskens. Der 43-Jährige will deshalb von Anfang an Druck auf den Gegner ausüben. "Wir wollen die Richtung des Spiels selbst bestimmen, nach vorne spielen und dabei versuchen, den KSC zu Fehlern zu provozieren. Trotz der notwendigen Umstellungen aufgrund der Sperren von Bernd Nehrig und Edgar Prib macht der Fürther Fußball-Lehrer klar: "Unser Anspruch ist es, in Karlsruhe etwas mitzunehmen." Im zentralen Mittelfeld dürften wieder Stephan Fürstner und Milorad Pekovic zum Einsatz kommen. Wer allerdings die vakante Stelle des rechten Verteidigers übernimmt, und ob damit weitere Veränderungen notwendig werden, ließ Büskens offen: "Wir haben hier mehrere Optionen."




1860 München - Dynamo Dresden

Für das zweite Wiesn-Heimspiel hat 1860-Trainer Reiner Maurer nur einen Wunsch: "Wir wollen unsere sehr gute Heimbilanz mit vier Siegen aus vier Heimspielen fortsetzen." Gegen die Gäste aus Dresden erwartet der Coach aber eine "richtig schwere Aufgabe" und "ein hartes Stück Arbeit". Zwar verlor der Aufsteiger aus der Elbstadt bislang alle vier Auswärtsspiele und wartet in der Fremde noch immer auf den ersten Punkt, unterschätzen wird Maurer das Team seines Trainerkollegen Ralf Loose gerade deshalb erst recht nicht. "Ich erwarte ein abwechslungsreiches und interessantes Spiel. Dynamo wird sicher nach vorne spielen, so dass sich für beide Mannschaften viele Räume ergeben werden. Wir wollen deshalb von Anfang an möglichst viel Druck auf den Gegner ausüben." Personell muss Maurer auf den rot-gesperrten Kai Bülow und Necat Aygün (Knieverletzung) verzichten.

Mit viel Respekt und wenig Optimismus fährt der Aufsteiger aus Dresden in den Süden Deutschlands. "Hoffnungsvoll stimmt mich gar nichts. Die "Sechziger" haben einen Lauf und verfügen über sehr gute Offensivkräfte", lobt Dynamo-Trainer Ralf Loose den kommenden Gegner. Dementsprechend vorsichtig formulierte der Coach auch seine Hoffnungen für das Kräftemessen mit den Münchner "Löwen". "Wir müssen nur auf unsere Leistung schauen und es wäre schon toll, wenn es zur Halbzeit 0:0 stehen würde und wir mit frischer Moral aus der Kabine kommen", erklärt Loose. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Stürmer Zladko Dedic. Der Slowene musste sich am Dienstag an der Nase operieren lassen. Es ist noch ungewiss, ob er rechtzeitig fit wird.




MSV Duisburg - SC Paderborn

"In den letzten Tagen", sagt MSV-Trainer Milan Sasic vor dem Heimspiel gegen den SC Paderborn 07, "haben wir uns alle Gedanken gemacht, was wir verändern müssen, um wieder erfolgreich zu sein." Dabei steht natürlich vor allem ein Wunsch im Mittelpunkt: Erfolg haben. Nach der bitteren Last-Minute-Niederlage in Bochum "haben wir das Spiel analysiert und werden die notwendigen Veränderungen vornehmen, um gegen Paderborn zu bestehen. Auch die Mannschaft ist auf mich zugekommen, wir haben uns mit dem Spielerrat darüber verständigt, was wir ändern wollen." Der Trainer freut sich über so viel Unterstützung auch aus den Reihen des Teams. "Ich bin weiterhin überzeugt von diesen Jungs." Fehlen wird am Sonntag neben den Langzeitverletzten Srdjan Baljak und Ivo Grlic verletzungsbedingt nur Emil Jula (Muskelfaserriss in der Wade). Vasileios Pliatsikas, der unter der Woche erkrankt pausiert hat, war am Freitag wieder im Teamtraining dabei.

Mit viel Selbstvertrauen und breiter Brust reist der SC Paderborn nach fünf ungeschlagegen Spielen in Folge zu den "Zebras". "Wir wissen, dass wir mit dynamischem Spiel speziell gegen den Ball erfolgreich sein können", betont der SCP-Trainer Roger Schmidt, der in der Begegnung "eine schöne Herausforderung in einem tollen Stadion" sieht. Obwohl die Ostwestfalen neun Punkte mehr auf dem Konto haben als die Duisburger, warnt Schmitt seine Mannen davor, den kommenden Gegner zu unterschätzen. "Niemand sollte den Fehler machen, den MSV nach dem aktuellen Tabellenplatz zu beurteilen. Duisburg hat viele gestandene Fußballer, die sich auch aufgrund von Verletzungen noch nicht ganz gefunden haben." Die Marschroute ist aber klar vorgegeben. Ähnlich wie beim 4:0-Sieg in Bochum wollen die Paderborner in der Schauinsland-Reisen-Arena hoch verteidigen, so dass die Gastgeber keine Sicherheit entwickeln können. Linksverteidiger Thomas Bertels und Angreifer Sören Brandy sind auch wieder fit, so dass die Paderborner zum dritten Mal in Folge mit der gleichen Startformation auflaufen könnten.